Skip to main content

Suche

28 Juni, 2014 - 10:20
 

Kinderspuren - Bilder, Zeichnungen und Wandmalereien

Kinder sind unglaublich produktiv. Sie malen und basteln im Akkord und manchmal macht ihre Kreativität selbst vor Wänden und Möbeln nicht halt. Was passiert mit den Spuren, die im Laufe einer Kindheit entstehen?

© jwblinn - Fotolia.com

Zum Wegwerfen sind die Bilder unserer Kinder eigentlich zu schade, denn sie dokumentieren die kindliche Entwicklung. Von der Kritzel-Kratzel-Zeichnung in der Mitte des zweiten Lebensjahres, über den Kopffüßler bis hin zu mehr oder weniger naturgetreuen Abbildern der Wirklichkeit sehen wir, wie unser Kind seine feinmotorischen Fertigkeiten und auch sein Vorstellungsvermögen verfeinert. Irgendwann wird diese Dokumentation auch fürs Kind interessant.


Kinderbilder verändern sich ständig

Mit etwa eineinhalb Jahren entdecken Kinder die Wunderwelt des Malens. Sie beginnen auszuprobieren, was mit einem Stift alles möglich ist. Aus dem ersten einfachen Gekrickel und scheinbar ziellosen Gestrichel wird irgendwann das Allrund, die erste geschlossene Form, die ein Kind malen kann. Diese Allrundform ist die Vorstufe zum Kopffüßler. Diese ersten Männchenzeichnungen malen fast alle Kinder irgendwann und sie bestehen – wie der Name schon sagt – ausschließlich aus Kopf und Füßen. Je älter das Kind wird, desto detaillierter werden seine Zeichnungen.

Im Nachhinein ist es wunderbar zu sehen, wie sich die Malkunst des Kindes entwickelt und verändert hat. Ein guter Grund also, die Bilder mit dem Datum zu versehen und an einem sicheren Ort aufzubewahren. Dabei müssen es längst nicht nur die besten Bilder sein. Auch „verunglückte“ oder wenig aufsehenerregende Werke gehören für ein vollständiges Bild in die Sammelmappe.


Wohin mit den Bildern?

Sicher kann man nicht alle Werke des Kindes aufbewahren, jedoch sollte man sich aus jeder „Epoche“ einige heraussuchen und am besten mit dem Datum und bei mehreren Kindern auch mit dem Namen des Kindes versehen. Die Bilder können auf unterschiedliche Art und Weise archiviert werden. Üblicherweise gibt es eine Mappe, in der die Originale aufgehoben werden. Eine pfiffige Methode, die sich sogar zum Verschenken eignet, ist die Erstellung eines Fotobuches. Dazu werden die Bilder eingescannt oder abfotografiert. Die digitalisierten Abbilder können anschließend in einem Fotobuch aufbewahrt werden. So hat man die Kindheitserinnerungen jederzeit parat.

Besonders schöne Bilder kann man auch rahmen und an die Wand hängen. Wie wäre es mit einer eigenen Galeriewand für Ihr Kind? Sie können zusammen mit dem Kind entscheiden, welche der Kunstwerke dort veröffentlicht werden. Nach einer Weile können ältere Bilder gegen die neuesten Werke ausgetauscht werden.


Malen kann man nicht nur auf Papier!

Ein Stift, der in der Hand gehalten wird und etwas berührt, hinterlässt sichtbare Spuren. Dies ist die erste Erfahrung, die ein Kind mit Stiften macht. Meist beginnt jetzt eine heiße Experimentierphase, in denen der Umgang mit Stiften begeistert geübt und ausprobiert wird. Gar nicht so leicht für Eltern, die Mallust des Kindes immer auf ein Blatt Papier zu beschränken. Es testet hemmungslos und fröhlich, wie Stifte sich verwenden lassen und macht oft auch vor Tisch, Fußboden oder den herrlich großen, weißen Wänden nicht halt.

Das ist für Eltern oft ein großes Ärgernis. Allerdings sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass Ihr Kind dies nicht in böser Absicht getan hat. Sehr kleine Kinder wissen einfach noch nicht, dass man nur auf Papier oder anderem dafür vorgesehenen Material malt, größere vergessen im Eifer oft diese für sie unbedeutende Kleinigkeit. Natürlich muss dem Kind sehr klar gemacht werden, dass das Malen auf Möbeln und Wänden nicht angemessen ist. Aber vielleicht gibt es auch die ein oder andere Wandmalerei, die eigentlich gar nicht so schlecht aussieht? Versuchen Sie doch einmal, einen leeren Bilderrahmen um das Gemalte zu positionieren und Sie werden eventuell feststellen, dass die scheinbar so verunstaltende Kinderzeichnung Ihr Heim im Gegenteil sogar verschönert und aufwertet.

Wenn Eltern die Werke ihres Kindes würdigen und aufbewahren, tun sie einiges fürs kindliche Selbstbewusstsein. Das Kind fühlt sich in seinem Tun geschätzt und geliebt und es ist wunderschön, in späteren Jahren zusammen in den Werken aus der Kindheit zu stöbern und sich zu erinnern.

 


Zum Weiterlesen:


http://www.ergokreativ.onlinehome.de/kinder2.htm


 

Vaterfreuden auf Facebook   Vaterfreuden auf Twitter
Artikel bewerten
 

Autor

Redaktion Vaterfreuden.de