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12 Dezember, 2014 - 13:22
 

Weihnachten mit Kindern feiern

An Weihnachten soll es ruhig, harmonisch und besinnlich zugehen. Das wünschen sich vor allem die Erwachsenen. Für Kinder ist die Weihnachtszeit und vor allem Heiligabend ein aufregendes Ereignis - sie sind schon Tage vorher aufgedreht und angespannt. Um die verschiedenen Erwartungen ins Gleichgewicht zu bringen, braucht es eine gute Planung.

© JENS SCHMIDT - Fotolia.com

Die Erwartungen, die wir selbst an das Weihnachtsfest stellen, sind oft hoch. Es soll alles weihnachtlich geschmückt sein, für jeden sollen passende Geschenke parat liegen und natürlich soll die Stimmung friedlich und harmonisch sein. In dem Bemühen für die richtige Stimmung zu sorgen, geht allerdings oft der eigentlich Sinn von Weihnachten verloren: Zeit füreinander zu haben, die Familie zusammenzubringen und sich wohlzufühlen.


Was Kinder wollen

Kinder haben eine ebenso klare – wenn auch vielleicht etwas andere – Vorstellung, wie das Weihnachtsfest ablaufen soll. Sie wollen in der Zeit vor Weihnachten Plätzchen backen, mit Papa einen Baum kaufen, ihn mit Mama schmücken und unter dem Baum soll eine Krippe stehen und natürlich jede Menge Geschenke. Was sie aber auch wollen ist, dass die Eltern Zeit für sie haben, dass Spiele gespielt und die neuen Spielsachen ausprobiert werden. Mit einer guten und rechtzeitigen Organisation lassen sich die meisten Wünsche der Kinder erfüllen. Allerdings sollten Sie dabei nicht vergessen, was Sie sich selbst für Weihnachten wünschen und dies genauso umsetzen wie die Wünsche Ihres Kindes.


Die Vorfreude in der Adventszeit

In der Vorweihnachtszeit werden Plätzchen gebacken, das Kind öffnet jeden Tag ein weiteres Türchen seines Adventskalenders und schreibt oder bastelt seinen Wunschzettel. Ein Wunschzettel erhöht die Vorfreude auf den 24. Dezember ungemein. Größere Kinder können ihn selbst schreiben, Vorschulkinder können zusammen mit den Eltern einen Wunschzettel mit aufgeklebten oder gemalten Bildern gestalten. Allerdings sollte immer darauf geachtet werden, dass die Geschenke und die Freude darauf nicht zum Hauptzweck des Festes werden.

Manche Kinder können Vorfreude und die damit verbundene Ungewissheit schwer aushalten. In diesem Fall sollten Sie überlegen, ob Sie Ihrem (Klein)Kind nicht schon einige Geschenke verraten – die Freude an Weihnachten wird genauso groß sein, dafür wird es in der Zeit davor weniger angespannt sein und kann sich ganz unbeschwert freuen.

Die Zeit vor Weihnachten ist auch die Zeit für selbstgebastelte Geschenke. Bilder, Weihnachtsgestecke oder selbst gestaltete Kalender sind meist der Renner bei den Großeltern. Die Zeit bis zum Fest vergeht dadurch schneller und mit Kerzen und Plätzchenteller wird Weihnachtsstimmung verbreitet.


Der Weihnachtsbaum

Einige Tage vor Weihnachten muss der Weihnachtsbaum besorgt werden. In vielen Familien ist das die Aufgabe der Väter – und fürs Kind, ganz gleich ob Sohn oder Tochter, gibt es meist nichts Schöneres als zusammen mit Papa den Baum auszusuchen. Eine tolle Gelegenheit für eine gemeinsame weihnachtliche Unternehmung mit Kind. Statt einen bereits geschlagenen Baum zu kaufen, ist es ein besonderes Erlebnis für Vater und Kind, diesen selbst im Wald zu schlagen. Angebote dazu findet man auf Handzetteln oder in der Tagespresse.
Was das Baum schmücken angeht, gibt es verschiedene Varianten. Entweder die ganze Familie schmückt zusammen oder der Weihnachtsbaum wird für das Kind eine Überraschung. Was ist Ihnen lieber, was gefällt Ihrem Kind am besten? Regeln gibt es hier nicht, Hauptsache ist, es fühlen sich alle wohl. Günstig ist es, den Baum am Weihnachtsmorgen zu schmücken, das vertreibt die Zeit bis zur heiß ersehnten Bescherung. Wenn Sie Ihr Kind mit schmücken lassen, sollten Sie alle Ansprüche an Ästhetik und Perfektion sausen lassen. Wenn Sie jede Christbaumkugel, die Ihr Kind aufhängt, anschließend neu positionieren, dann verliert das Kind schnell die Lust und Sie wahrscheinlich auch.

Unter dem Weihnachtsbaum steht in vielen Familien traditionell eine Weihnachtskrippe. Auch die kann mit dem Kind zusammen aufgebaut werden. Lebt ein Klein- oder Krabbelkind in der Familie, muss die Krippe eventuell sicher und etwas erhöht aufgestellt werden. In diesem Fall sollten Sie auch darauf achten, dass im unteren Bereich keine Christbaumkugeln oder andere Glasanhänger angebracht sind, damit sich das Kind nicht daran verletzen kann.


Die Bescherung

Nach dem Weihnachtsessen – das optimalerweise nicht zu aufwendig ausfallen sollte, damit alle was von diesem Tag haben – bietet sich ein schöner Weihnachtsspaziergang an. Denn die Zeit bis zum Dunkel werden muss nun mal herumgebracht werden, die Kinder werden zunehmend ungeduldig. Der Spaziergang sollte nicht zu lange dauern und in guter Stimmung stattfinden. Liegt Schnee, kann man auch alternativ eine Runde Schlittenfahren oder noch einen weihnachtlichen Schneemann bauen. Ein Elternteil sollte zuhause bleiben und in der Zeit des Spaziergangs alles für die Bescherung vorbereiten.

Ist es dann soweit, steigt die Spannung immer mehr, viele Kinder sind vor Aufregung jetzt kurz vorm Durchdrehen. Schön ist es, wenn die „Schlacht“ mit einem Glöckchen eröffnet wird. Das Kind kann dann ins Wohnzimmer und dort den hellerleuchteten Baum bewundern, vom Weihnachtsteller naschen und natürlich die Geschenke auspacken. Je nach Geschmack können Weihnachtslieder gesungen oder gespielt werden. Achten Sie bei kleineren Kindern darauf, dass Sie ein Geschenk nach dem anderen auspacken und sich zwischendurch die Zeit nehmen, die einzelnen Geschenke auch anzusehen. Oft verfallen die Kleinen allerdings in einen Rausch, der nicht zu bremsen ist: Da wird erst mal alles ausgepackt, gespielt wird später.

Viele Eltern wollen Ihrem Kind eine ganz besondere Überraschung an Weihnachten bereiten und engagieren einen Weihnachtsmann. Dies kann ein Freund oder Verwandter sein, Weihnachtsmänner können aber auch gemietet werden. Planen Sie dies rechtzeitig, die Nachfrage ist hoch!

 

Und nach der Bescherung?

Wenn die Bescherung vorbei ist, dann beginnt der wirklich besinnliche Teil. Die Geschenke werden erkundet und ausprobiert, vielleicht werden Weihnachtsgeschichten vorgelesen oder ein weihnachtliches Hörspiel wird gemeinsam gehört. Ruhig und harmonisch sollte es jetzt zugehen – allerdings gibt es dafür keine Garantie. Oft sind die Erwartungen an die Stimmung hoch und dadurch kaum zu erfüllen. Gibt es deshalb Streit, dann ist das sehr schade, aber auch kein Weltuntergang. Man kann einen Streit auch wieder beenden, indem die Streithähne für eine Weile getrennt werden. Vielleicht geht man noch einmal kurz an die frische Luft und beruhigt sich da. Wichtig ist – und das nicht nur an Weihnachten – dass es irgendwann auch wieder gut ist. Man streitet sich und man verträgt sich wieder und genießt den Rest des Abends gemeinsam.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de