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5 Dezember, 2015 - 12:27
 

Weihnachtsgeschenke für Kinder – Wie sag ich´s der Verwandtschaft?

Geschenke für Kinder zu finden ist leicht und gleichzeitig schwer. Der Inhalt der Weihnachtspäckchen soll dem Kind Spaß machen, aber auch verschiedene Anforderungen erfüllen: Zum Beispiel an den pädagogischen Wert oder an die Schadstofffreiheit. Damit auch Freunde und Verwandte das Passende schenken, braucht man manchmal einiges an Fingerspitzengefühl.

© contrastwerkstatt - Fotolia.com

Gerade Großeltern haben oft ganz bestimmte Vorstellungen davon, was sie ihrem Enkelkind schenken wollen. Nicht immer stimmt das damit überein, was Sie sich für Ihr Kind wünschen. Auch was Masse und Wert der Weihnachtsgeschenke angeht, wird leicht übertrieben. Damit niemand verärgert wird, sollte man sich eine gute Strategie überlegen – wie zum einen die Großeltern zufrieden schenken können, zum anderen aber auch die eigenen Vorstellungen und die Wünsche des Kindes berücksichtigt werden.


Was will mein Kind?

Zuallererst sollten bei Geschenken die Wünsche und Vorlieben des Kindes beachtet werden. Hat Ihr Kind einen echten Herzenswunsch? Eltern wissen das meist ganz genau, wenn ein Kind immer wieder auf das gleiche Thema zurückkommt. Das sind manchmal wirklich große Geschenke wie ein neues Fahrrad oder Reiterferien im Sommer, manchmal handelt es sich aber auch um Kleinigkeiten. Dann wünscht sich Ihr Kind vielleicht eine bestimmte Puppe oder ein ganz besonderes Stofftier. Notieren Sie am besten im Laufe des Jahres die Wünsche, die häufiger zur Sprache kommen – allerdings besteht immer die Möglichkeit, dass sich Ihr Kind bereits wieder über diesen Wunsch hinaus entwickelt hat.

Ein gutes Weihnachtsgeschenk passt zum Alter des Kindes, zu seinem Entwicklungsstand und zu seinen Vorlieben. Allerdings schadet es nichts, wenn ab und an auch mal etwas dabei ist, wofür sich Ihr Kind eigentlich nicht so interessiert. Vielleicht weckt ein spannendes Buch doch das Interesse Ihres Kindes am Lesen oder ein Schnupperkurs im nächsten Reitstall lässt es seine Liebe zu Pferden entdecken.


Pädagogisch wertvoll und schadstofffrei

Das sind die Hauptansprüche, die die meisten Eltern an ein Weihnachtsgeschenk haben. Während die Schadstofffreiheit unbedingtes Muss ist, kann man beim pädagogischen Wert auch einmal ein Auge zudrücken. Wenn Ihre Tochter sich unter allen Umständen eine Barbiepuppe wünscht, sollten Sie diesen Wunsch ausnahmsweise einmal über die Sinnhaftigkeit des Geschenkes stellen.

Bei der Schadstofffreiheit sollte man allerdings keine Kompromisse machen, da Weichmacher und andere giftige Inhaltsstoffe die Gesundheit Ihres Kindes beeinträchtigen können. Die Zeitschrift Ökotest bietet eine Vielzahl von Tests, bei denen Eltern nachlesen können, welches Spielzeug für die Kleinen unbedenklich ist und was man am besten aus dem Kinderzimmer fernhält.


Wie viele Weihnachtsgeschenke sind angemessen?

Wir leben in einer Überflussgesellschaft und da wird oft geschenkt, was das Zeug hält. Auch wenn es dem Kind nicht unbedingt schadet, mit Geschenken überschüttet zu werden, macht es auch nicht viel Sinn. Kleinere Kinder sind durch allzu viele Pakete schnell überfordert, sie sind dann so beschäftigt damit, alle Geschenke auszupacken, dass sie das einzelne gar nicht mehr wahrnehmen. Am Ende sind sie erschöpft und haben oft gar keine Lust mehr, mit irgendetwas zu spielen.

Für Kinder ab dem Schulalter wird die Anzahl der Geschenke schnell zum Wettstreit mit den anderen Klassenkameraden oder den Freunden aus der Clique. Wer hat die meisten, die wertvollsten Geschenke? Der eigentliche Sinn des Schenkens gerät hier schnell in den Hintergrund. Denn es geht ja darum, dem Kind eine Freude zu machen und seine Zuneigung zu zeigen.

Bei fast allen Kindern kommen Geschenke besonders gut an, die sie gleich am Weihnachtsabend ausprobieren können – am besten noch mit den Eltern. Wenn Mama und Papa mit Begeisterung mitmachen, dann hat ein Spiel schon einen dicken Bonus. Insofern ist es oft gar nicht so wichtig, übermäßig viel zu schenken, sondern eher genau das Richtige.


So lässt sich die Geschenkeflut steuern und eindämmen

Vor allem Großeltern, Onkel und Tanten neigen dazu, zu viel zu schenken. Vor allem dann, wenn es keine vernünftigen Absprachen gibt, hat das Kind am Ende jede Menge neue Sachen, die ihm nicht gefallen oder die es gar nicht braucht. Damit dies nicht passiert, sollte im Vorfeld abgesprochen werden, was dem Kind geschenkt wird. Dies ist auch wichtig, damit sich Geschenke nicht doppeln.

Damit sich die Verwandtschaft trotzdem so frei wie möglich in ihrer Geschenkeauswahl fühlt, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Schreiben Sie mit Ihrem Kind zusammen einen Wunschzettel. Dieser wird dann an alle Verwandten verteilt und jeder kann sich eines der Geschenke darauf aussuchen.
  • Verschiedene Online-Shops für Kinderspielzeug bieten virtuelle Wunschzettel an. Bei der Bestellung per Internet kann man sich eines der Geschenke aussuchen, es wird dann automatisch aus der Liste genommen.
  • Hat ein Kind einen großen Wunsch, können alle Verwandten zusammenlegen. Damit am Ende nicht nur ein einziges Paket unter dem Weihnachtsbaum liegt, kann das Geschenk eventuell in Einzelteilen verpackt werden.


Wenn die Großeltern unbedingt etwas ganz Großes verschenken wollen, dann bitten Sie um ein Geldgeschenk. Das kann dann auf einem Konto gelagert werden und so lang aufbewahrt werden, bis das Kind einen ganz besonderen Wunsch hat. Unter dem Gabentisch liegt dann eben nur noch eine Kleinigkeit.

Wenn es doch mal wieder zu viele Geschenke geworden sind, dann sollten Sie kurzerhand die Dinge, die Ihr Kind grad so gar nicht interessieren, wegpacken. Vielleicht werden Sie dann interessant, wenn das Kind etwas älter ist oder nach dem Weihnachtstrubel nicht mehr so reizüberlastet ist. Liegt ein Geschenk total daneben, sollten Sie allerdings auch nicht zögern und das Geschenk umtauschen, bzw. umtauschen lassen. Stattdessen kann sich Ihr Kind dann etwas aussuchen, was ihm wirklich gefällt.

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de