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14 Juli, 2015 - 22:08
 

Wenn Babys ins Schwitzen geraten - Wie bleibt im Sommer die Wohnung kühl?

Informiert man sich über das gesunde Raumklima für Babys und Kleinkinder, dann stößt man schnell auf drei wichtige Parameter: Kühl soll es sein, die Kleinen brauchen viel Luft und es muss regelmäßig für Luftwechsel gesorgt werden. Was aber, wenn im Sommer die Temperaturen auf über 30 Grad ansteigen?

© Cello Armstrong - Fotolia.com

Unsere Sommerbabys haben es oft nicht leicht – die Kleinsten, die es doch luftig und kühl haben sollen, leiden unter der großen Hitze. Wir als Eltern wissen kaum noch, was wir ihnen (nicht) anziehen und wie wir die Umgebung kühl halten sollen. Folgende Tipps sorgen zumindest für ein Minimalmaß an Kühle und Frische in heißen Sommern.


Was Babys brauchen – die ideale Schlaf- und Tagestemperatur


Für junge Eltern ist es oft ein Horror: Hitze kann für Babys richtig gefährlich werden, denn ist die Schlaftemperatur in der Nacht zu hoch, erhöht sich das Risiko des plötzlichen Kindstods, weil die Aufwachreaktion verzögert ist. Hier erst einmal zur allgemeinen Beruhigung: Dabei wird in der Regel von überheizten Räumen mit reduziertem Sauerstoffgehalt in der Raumluft gesprochen. In der Sommerhitze ist dieses Risiko bei weitem nicht so hoch wie vielleicht vermutet. Trotz allem gilt: Am besten und gesündesten schlafen Babys bei Temperaturen zwischen 16 und 18 Grad sowie viel frischer Luft. Tagsüber gilt eine Temperatur als 20 Grad, im Badezimmer bis zu 24 Grad als optimal.


Babys fühlen sich am wohlsten, wenn sich die Luftfeuchtigkeit im Bereich zwischen 40 und 60 % bewegt, das ist auch für die Atemwege gesund. Im Winter werden die Räume oft zu trocken, im Sommer dagegen steigt die Luftfeuchtigkeit je nach Temperatur und Witterung deutlich an. Da dies in der Regel nur über eine kurze Zeit der Fall ist, besteht bei regelmäßiger Lüftung kein erhöhtes Risiko fürs gesunde Baby.


Kühler Schlaf an heißen Tagen


Ein großes Problem bei dauerhaft hohen Temperaturen und der damit verbundenen Aufheizung der Innenräume ist der Schlaf. Wenn es warm und stickig ist, dann können weder wir selbst noch das Baby ruhig und erholsam schlafen. Hier hilft nur, den Raum so lange wie möglich kühl zu halten. Folgende Tipps sorgen dafür, dass die Hitze draußen bleibt:

 

  1. Die Fenster sollten tagsüber geschlossen bleiben, damit keine heiße Luft in die Räume eindringen kann. Gelüftet wird in den kühlen Abend- und Morgenstunden und nachts. Auch die Zimmertür sollte am Tag so wenig wie möglich geöffnet werden.
  2. Sonnenschutz ist besonders wirksam, wenn er vor den Fenstern und zwar außen angebracht ist. Dadurch heizen sich die Fensterscheiben gar nicht erst auf und es bleibt kühler. Ideal ist Sonnenschutz aus hellem Material, Jalousien können die Sonneneinstrahlung nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur um bis zu 75 % reduzieren.
  3. Ein feuchtes Bettlaken im Raum entzieht dem Raum beim Trocknen Wärmeenergie, der Raum wird kühler, da Verdunstungskälte entsteht.
  4. Wird zusätzlich ein Ventilator eingesetzt, erhöht sich die Wirkung. Aber Vorsicht: Das Baby darf nicht im „Zug“ liegen.
  5. Sonnensegel oder Markisen auf Terrasse und Balkon wirken auch als Beschattung für die dahinter liegenden Fenster und verhindern den Anstieg der Raumtemperatur, ohne die Lüftung zu beeinträchtigen.
  6. Wer im eigenen Heim wohnt, kann durch geschickt gepflanzte Bäume und Sträucher für natürlichen Sonnenschutz sorgen.
  7. Im ganzen Haus sollte darauf geachtet werden, Haushaltsgeräte nur bei Bedarf einzuschalten. Viele Geräte produzieren viel Abwärme, was wiederum die Raumtemperatur zusätzlich erhöht.
  8. Die Hitze fern und die Sonneneinstrahlung niedrig halten spezielle Sonnenschutzfolien oder Sonnenschutzgläser. Je nach Produkt können die transparenten Folien bis 78 % der Sonneneinstrahlung absorbieren.
  9. Schnell und unkompliziert kann Sonnenschutz auch selbst gemacht werden. Dazu wird ein Karton auf die Größe des Fensters zurechtgeschnitten und mit Klebeband auf der Scheibe fixiert oder eingeklemmt.


Nur die Ruhe – unsere Kleinen sind zäher als gedacht


Besonders wenn Babys ganz klein sind, macht ihnen die Hitze oft ganz schön zu schaffen. Sie sind quengelig und schlafen schlecht und haben ziemlich viel Durst. Große Sorgen machen brauchen sich Eltern allerdings nicht. Denn auch wenn die Hitze nicht besonders angenehm ist, kommen die Kleinsten damit zurecht. Wichtig ist allerdings, dass sie nicht zu warm angezogen sind. Besonders der Kopf muss mützenfrei sein oder darf nur luftig bedeckt werden. Denn über die Kopfhaut kann ein Baby jede Menge Wärme ableiten. Ansonsten sollten die Kleinsten natürlich nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein, Aktivitäten sollten Sie in die kühleren Stunden am Morgen oder abends verlegen.
 

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