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21 Dezember, 2013 - 04:51
 

Zähne putzen – Ungeliebt und superwichtig

Zahnpflege ist wichtig - und das vom ersten Zahn an. In vielen Familien ist das regelmäßige Zähneputzen jedoch regelmäßig ein Kampf. Die Kleinen wollen partout nicht einsehen, warum sie dreimal täglich ihre Zähne schrubben müssen. Zwänge helfen hier wenig – einige pfiffige Tipps dafür umso mehr.

© Dron - Fotolia.com

Irgendwann trifft das Problem alle Eltern, selbst diejenigen, die bislang ein williges Kind hatten, das sich die Zähne gerne und regelmäßig putzte oder putzen ließ. Wenn ein Kind das Zähne putzen verweigert, ist guter Rat oft teuer.

 

Gute Vorbereitung von Anfang an

Etwa im Alter von 6 Monaten sprießen beim Kind die ersten Zähne. Schon jetzt sollten Sie täglich mit der Zahnbürste hantieren, selbst wenn Ihr Baby erst einen Zahn hat. Zahnpasta ist in diesem Alter noch nicht nötig, das regelmäßige Schrubben mit einer weichen, altersgerechten Zahnbürste gewöhnt Ihr Kind an das fast lebenslang notwendige Ritual des Zähneputzens. Überlassen Sie dem Kleinen die Zahnbürste auch ruhig mal selbst, damit es selber darauf kauen und sie im Mund hin und her bewegen kann. Optimal ist, wenn Sie sich gleich die Zähne mit putzen, denn vor allem kleine Kinder sind begierig darauf, ihre Eltern in allem nachzuahmen. 

Wichtig ist, dass Zähneputzen von Anfang an Spaß macht. Das erreichen Sie durch ein lustiges Zahnputzlied, eine bunte Zahnpasta und dem Verbreiten von guter Stimmung beim Zähneputzen. Machen Sie Faxen mit Ihrem Kind, lachen und schäkern Sie mit ihm. Dadurch wird die Zahnpflege als positiver Akt im kindlichen Gehirn verankert. Zwang sollten Sie in diesem Alter keinesfalls ausüben. Wenn Ihr Kind einmal absolut keine Lust hat, die Zähne zu putzen, dann drücken Sie ihm einfach die Zahnbürste in die Hand und spulen Sie Ihr Zahnpflegeritual wie gewohnt ab. In vielen Fällen fangen die Kleinen dann ganz von allein an zu putzen – oder eben an diesem Tag einmal nicht. Sie brauchen sich keine Sorgen machen, dass das zum Dauerzustand wird, am nächsten Tag wird es wie gewohnt freudig mitmachen. 

 

Ausnahmen gibt es nicht

Wenn Ihr Kind aus dem Babyalter heraus ist, sollte es allerdings keine Ausnahmen mehr geben. Kleinkinder beobachten sehr genau und stellen das Zähneputzen dann immer wieder in Frage. Verfolgen Sie die Zahnpflege konsequent, dann tritt in der Regel genau der andere Fall ein: Sollten Sie es einmal vergessen, wird Ihr Kind Sie daran erinnern, dass ja noch Zähne geputzt werden müssen. Ist es einmal soweit, können Sie stolz auf sich sein, denn dann haben Sie es genau richtig gemacht. 

Sie sollten ebenso von Anfang an, spätestens aber, wenn das Milchzahngebiss vollständig ist, auf die richtige Putztechnik achten – wie es geht zeigt gerne auch der Zahnarzt - und diese ihrem Kind so bald wie möglich beibringen. Ab einem Alter von etwa fünf Jahren sind die Kleinen in der Lage, ihre Zähne komplett zu putzen und keine der Flächen zu vergessen. Trotzdem sollten Sie nach jedem Putzen noch einmal nachkontrollieren. 

 

Wenn Kinder nicht Zähne putzen wollen

Wenn ein Kind sich weigert, seine Zähne zu putzen, sind Zwänge fehl am Platze. Je nach Alter und Zugänglichkeit des Kindes sollten Sie versuchen, ihm die Folgen zu erklären, die es hat, wenn die Zähne nicht geputzt werden. Seien Sie dabei ruhig etwas drastisch in Ihren Erläuterungen – die meisten Kinder sind von der Vorstellung, dass Ihre Zähne durch die „Zahnmännchen“ zerstört werden, so beeindruckt, dass die Zahnbürste blitzschnell ihre Arbeit im Mund aufnehmen darf. Kinder, die hartnäckig das Zähne putzen verweigern, lassen sich eventuell durch einen Zahnputzkalender locken: Für jedes Zähneputzen darf für morgens eine Sonne und für abends ein Mond aufgeklebt werden. Ist eine Woche lückenlos beklebt, gibt es eine kleine Belohnung. Unter Umständen hilft es auch, wenn Ihr Kind erst Ihnen die Zähne putzen darf. Danach sind Sie dran und dürfen bei Ihrem Kind ans Werk. Dies befriedigt den kindlichen Gerechtigkeitssinn und macht außerdem Spaß.

Ihre Vorbildwirkung, Konsequenz und Kontinuität sowie eine positive Stimmung beim Zähne putzen machen aus der Zahnpflege eine Gewohnheit, die Ihr Kind ein Leben lang beibehalten wird und die seine Zähne gesund erhält. Auch wenn es manchmal mühsam ist, den Sprössling dazu zu bewegen – die Mühe lohnt sich.

 

Zum Weiterlesen:

http://www.die-zahnarztempfehlung.com/zahnprophylaxe/kariesschutz_vorbeugung.php

 

und ein Buchtipp für kleine Kinder:

http://www.amazon.de/Karius-Baktus-Thorbj%C3%B6rn-Egner/dp/3570016943/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1287657282&sr=1-1

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de