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19 September, 2011 - 11:47
 

Zeitmanagement im Familienalltag

Zeit ist ein relativer Begriff – als Kind scheint sie in unendlichem Maß zur Verfügung zu stehen, je älter man wird, umso schneller verstreicht sie. In Familien mit Kind kann Zeit zum kostbaren Gut und zur Mangelware werden. Ein Zeitmanagement im Familienalltag muss her, damit genug Zeit für alles zur Verfügung steht.

© Margit Power - Fotolia.com

Vielleicht gehören Sie und Ihre Partnerin ja zu den Menschen, denen das Zeitmanagement im Familienalltag wie von selbst von der Hand geht. Dann haben Sie Glück. Meist sieht die Realität nämlich ganz anders aus: Mindestens ein Partner hetzt mit dem Kind von Termin zu Termin, Wichtiges bleibt liegen und für gemeinsame Qualitätszeit als Familie oder mit dem Partner scheint überhaupt kein Platz mehr zu sein. Vaterfreuden hat ein paar Tipps, wie Sie das Zeitmanagement im Familienalltag optimaler gestalten können.


Zeit sparen – geht das eigentlich?

Das Stresspotential in unserem Leben ist deutlich gestiegen und das gilt nicht nur für den Familienalltag. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass unser Leben schneller geworden ist: Wir sind zu maximaler Flexibilität und permanenter Erreichbarkeit gezwungen, alles muss sofort und gleich geschehen und erledigt werden. Hinzu kommen die eigenen Ansprüche, die zusätzlich Stress und auch Zeitaufwand bedeuten. Fällt es dazu ohnehin noch schwer, Prioritäten zu setzen, dann ist der Tag im Nu vorbei. Man hat das Gefühl, nichts geschafft zu haben, die Zeit rennt nur so, wie man sagt. Zeit zu sparen ist nicht wirklich möglich, denn sie lässt sich nicht speichern. Wohl ist es aber möglich, die vorhandene Zeit effektiv zu nutzen, nämlich durch ein durchdachtes Zeitmanagement im Familienalltag.


Was ist wichtig, was kann liegen bleiben?

Herauszufiltern, was gerade oberste Priorität hat, ist für viele Menschen ein echtes Problem. Scheinbar gibt es immer so vieles, das gleichzeitig zu tun ist. Dabei ist das ein Irrtum. Die anstehenden Arbeiten lassen sich meist recht leicht in eine Rangfolge bringen, wenn Sie sich folgende Fragen beantworten:

  • Welche Aufgabe bringt gerade das größte Ergebnis?
  • Bei welcher Aufgabe hat das Liegenlassen negative Konsequenzen?

Wenn Sie ein Kleinkind im Haus haben, ist die Frage der obersten Priorität noch relativ leicht: Das Kind ist als erstes dran: Wenn es Hunger hat, die Windeln voll sind oder es aus sonstigen unerfindlichen Gründen schreit. Was danach kommt, können Sie per oben genanntem Schnellcheck in eine Reihenfolge bringen. Zusätzlich ist es hilfreich, sich zu fragen, was Sie für sich selbst oder Ihre Familie tun und was, um vor anderen „gut dazustehen“. Zu letzterem könnte zum Beispiel die obligatorische Autowäsche am Samstag oder das Rasen mähen gehören. Es schadet niemandem, wenn diese Aufgaben noch eine Weile länger auf Erledigung warten, verschafft Ihnen aber ein Zeitfenster, in dem Sie Zeit mit Ihrer Familie verbringen können.


Zeit Management im Familienalltag – Die besten Tipps

Genauso wie im Business-Bereich gelten auch für das Zeitmanagement im Familienalltag bestimmte Regeln. Neben der gemeinsamen Festlegung von Prioritäten gibt es noch einige hilfreiche Methoden, die Zeit in und mit der Familie zu organisieren:

  • To-Do-Listen für den Überblick

Verschaffen Sie sich einen Überblick, indem Sie alles auflisten, was abzuarbeiten ist. Solche Listen bieten gleichzeitig eine gute Gelegenheit, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Tageslisten machen den Kopf frei und es ist schlichtweg befriedigend, wenn man ein weiteres Häkchen auf der Liste setzen kann. Sind am Ende des Tages noch Aufgaben übrig, sollten Sie sich lieber über das Erreichte freuen als sich über nicht Erledigtes zu ärgern!


Entwickeln Sie Routinen

Es gibt im Familienalltag viele Tätigkeiten, die immer wieder anstehen. Essen kochen, aufräumen, Kinder ins Bett bringen und andere Tätigkeiten werden Marker im Tag und sorgen für Struktur und Ordnung – und damit auch immer für mehr Spielraum in der Zeitplanung. Trägt man diese Routinen in einen übersichtlichen Kalender ein, wissen Sie und die ganze Familie, welche Zeiträume „belegt“ sind und wo noch freie Zeit für Anderes bleibt. Jede Tätigkeit, die Sie in den Kalender eintragen, sollte mit Anfangs- und Endzeitpunkt markiert werden. Das vermeidet Überschneidungen.


Alle helfen zusammen

Auch kleinere Kinder können schon Aufgaben übernehmen, passend zum Alter natürlich. Wenn alle zusammen helfen, bleibt mehr gemeinsame Zeit. So kann ein etwas älteres Kind schon den Tisch decken, während die letzten Vorbereitungen für die Mahlzeit getroffen werden. Nach dem Essen helfen alle zusammen, die Küche wieder klar zu machen. Gemeinsam geht es schneller und mehr Spaß macht es obendrein.


Ordnung spart Zeit

Seien Sie ein Vorbild und sparen Sie gleich noch jede Menge Zeit dabei. Denken Sie einmal darüber nach, wie viel Zeit Sie täglich damit verbringen, etwas zu suchen. Legt man alles sofort wieder an seinen Platz zurück, spart man jede Menge Zeit und die anderen Familienmitglieder ebenso. Halten Sie Ihre Kinder dazu an, es genauso zu halten.


Lassen Sie sich nicht beirren

Bleiben Sie bei einer Sache und lassen Sie sich nicht ständig zu anderen Dingen verleiten. Mit kleinen Kindern ist das schnell passiert und mitunter unumgänglich. Trotzdem sollten Sie versuchen, eine Sache, die Sie angefangen haben, zu Ende zu bringen.


Achten Sie auf „Zeitkiller“

Im Laufe eines Tages setzt man sich schnell einmal vor den Fernseher und zappt sich durch die Programme oder bleibt im Internet hängen. Achten Sie einmal darauf, wie schnell hier die Zeit vergeht. Auszeiten sind okay – nehmen Sie sich diese jedoch bewusst und genießen Sie sie auch. Gerne auch vor dem Fernseher und dem Internet.

Zeitmanagement im Familienalltag kann für jede Menge Entspannung und insgesamt mehr Zeit für die Familie sorgen. Lassen Sie sich allerdings nicht dazu verleiten, jede Minute des Tages zu verplanen. Denn das bringt neuen Stress. So viel Plan wie nötig, so wenig Plan wie möglich – so sollte die Devise für einen entspannten und harmonischen Familienalltag lauten.
 

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randomness