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16 Januar, 2015 - 09:25
 

Kartenspiele für Kinder - Beschäftigung für Schmuddelwetter

Wenn das Wetter nicht gerade zum Rausgehen einlädt, ist die optimale Zeit für Spiele aller Art. Bei Kindern beliebt sind neben den Brettspielen auch Kartenspiele, die es in vielen verschiedenen Varianten gibt. Neben den Klassikern wie Mau-Mau oder Uno gibt es viele weitere spannende und lustige Spiele mit Karten.

© monregard - Fotolia.com

Wie bei allen Spielen ist auch bei Kartenspielen für Kinder wichtig, dass sie dem Alter angepasst sind und das Kind nicht überfordern. Einige Kartenspiele gibt es in verschiedenen Variationen, zum Beispiel mit Zahlen oder mit Symbolen. Für kleinere Kinder, die noch Probleme haben, viele Karten zu halten, sind Kartenhalter auf dem Markt.

 


Kartenspiele für die Jüngsten


Kinder ab drei können mit den klassischen Kartenspielen meist noch nicht besonders viel anfangen, allerdings gibt es Spiele, die eine Variation zwischen Karten-, Würfel- und Legespiel anbieten. Kartenspiele wie „Mimik Memo“ oder „Obstgarten“ von der Firma Haba arbeiten mit Aufgabenkarten, die aufgedeckt werden müssen, auf einem Spielbrett werden gleichzeitig Figuren weitergezogen.


Ab vier Jahren können Kinder die ersten „echten“ Kartenspiele spielen, bei Bedarf können die Regeln vereinfacht werden. Beliebte Spiele sind:


Schwarzer Peter
Dieser Klassiker ist eines der ältesten Kartenspiele speziell für Kinder. Gespielt wird es mit 15 Kartenpaaren und dem Schwarzen Peter. Per Kartenziehen müssen die Mitspieler versuchen, möglichst viele Paare zu sammeln, wer am Ende den Schwarzen Peter übrig behält, hat verloren und erhält eine „Strafe“, zum Beispiel einen schwarzen Punkt im Gesicht.


Quartett
Dieses Kartenspiel kann mit unterschiedlichen Regeln gespielt werden. Hier müssen immer vier zusammengehörige Karten gesammelt werden. Nach dem Austeilen wird reihum nach Karten gefragt. Wer am Ende die meisten Quartette besitzt, hat gewonnen.


Uno Junior
Die Regeln entsprechen im Großen und Ganzen dem Klassiker Mau-Mau. Die Spieler versuchen Ihre Karten auf dem Stapel in der Mitte abzulegen, verschiedene Karten haben unterschiedliche Bedeutungen. Uno Junior kombiniert Zahlen und Symbole, so dass auch kleine Kinder das einfache Spiel beherrschen.

 


Kartenspiele für Kinder ab sechs


Spätestens im Grundschulalter können Kinder dann auch die etwas komplizierteren Kartenspiele souverän mitspielen. Uno wird nun in der Variante mit mehr Karten und schärferen Regeln gespielt. In diesem Alter können Kinder auch schon klassische Kartenspiele wie Rommé oder Doppelkopf lernen. Vielleicht weniger bekannt, aber mindestens genauso spannend sind folgende Spiele:


Ligretto
Bei diesem Kartenspiel versuchen die Mitspieler ihre Karten nach bestimmten Regeln auf gemeinsame Stapel in der Mitte abzulegen. Hier wird nicht nacheinander, sondern gleichzeitig gespielt. Aus diesem Grund ist Reaktionsgeschwindigkeit und Konzentrationsfähigkeit gefragt.


Elfer raus
Die Spielkarten, die aus Zahlenkarten bestehen, müssen in der Mitte in Reihen abgelegt werden. Die erste Reihe einer Karte ist immer die Elf. Elfer raus ist zum Teil ein Glücksspiel, erfordert aber auch strategisches Denken, mit dem man sich selbst einen Vorteil verschaffen und andere blockieren kann.


6 nimmt
Im Jahre 1994 war „6 nimmt“ Spiel des Jahres. Auch hier werden Karten nach bestimmten Regeln in Reihe abgelegt. Wer die sechste Karte an eine Reihe anlegen muss, muss die Reihe aufnehmen. Am Ende gewinnt, wer die wenigsten Karten bzw. die wenigsten Minuspunkte aufgenommen hat.


Quartett
Auch jetzt sind Quartettspiele noch aktuell, allerdings mit anderen Regeln. So werden beim Autoquartett die Kennwerte der Fahrzeuge verglichen. Wer zum Beispiel die höchste PS-Zahl hat, bekommt die Karte des Mitspielers. Diese Art des Quartetts gibt es für verschiedene technische Themen, aber auch für andere Wissensgebiete.

 


Kinder ab acht Jahren


Ältere Kinder können nahezu alle Kartenspiele mitspielen, die auch für Erwachsene geeignet sind. Gerade für die klassischen französischen und deutschen Kartendecks gibt es unzählige Spielvarianten, die je nach Komplexität der Regeln nur wenige Minuten dauern oder abendfüllend sein können. Bekannt sind vor allem Bridge, Canasta, Doppelkopf, Poker, Rommé, Schafkopf, Skat, Jass oder Siebzehn und Vier. Weniger bekannte, aber trotzdem sehr amüsante Kartenspiele sind unter anderem:


Böhmischer Schneider
Für dieses Spiel benötigt man ein deutsches Blatt und zwei Spieler. Gespielt wird durch das sogenannte Stechen, Ziel des Spieles ist es, in die Stiche möglichst viele Bilder, also As, König, Ober, Unter und Zehn unterzubringen.


Mogeln
Hier darf geschummelt werden. Gespielt wird mit einem französischen Blatt, die Karten werden verdeckt auf den Tisch gelegt, wobei der Geber den Wert ansagt. Ist der nächste Mitspieler der Meinung, der angesagte Wert wäre falsch, wird geklopft und die letzte Karte des Stapels muss umgedreht werden. Je nachdem, ob der Geber gemogelt hat oder nicht, gehen die Karten an ihn oder den anderen Mitspieler.


Zwanzig ab
Zwei bis vier Mitspieler versuchen, ihr Punktekonto auf null zu bringen. Wer die höchste Karte in einer Runde ausspielt, sticht. Am Ende werden alle Stiche gezählt und die Punkte werden vom Punktekonto abgezogen.


Gerade die vielen Varianten für die klassischen Kartenblätter lassen sich schnell erlernen, machen jede Menge Spaß und sorgen für vergnügliche Stunden. Damit der Spielenachmittag ohne Konflikte abläuft, sollten Sie einfach einmal ohne Wertungen spielen. Das macht genauso viel Spaß und nimmt für alle Mitspieler, insbesondere für Ihr Kind, den Leistungsdruck heraus.

 


Ausführliche Anleitungen für Kartenspiele:


http://www.kartenspiele.net/spiele/alphabet.htm


Büchertipp:


http://www.amazon.de/Die-sch%C3%B6nsten-Kartenspiele-mit-Kartenspiel-Set/dp/389777271X
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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