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30 Januar, 2015 - 11:22
 

Sprich mit mir – Kinderspiele für mehr Kommunikation

Wie gut ein Kind mit anderen kommunizieren kann, hängt vor allem auch vom Wortschatz ab. Wie groß der jeweils ist, entscheidet ein Kind aufgrund seiner individuellen Entwicklung grundsätzlich selbst. Zum Üben und zur Weiterentwicklung können Sie Ihrem Kind verschiedene Spiele anbieten, die auch Ihnen selbst jede Menge Spaß bringen können.

© Privilege - Fotolia.com

Vergessen Sie nicht, dass jede Förderung Ihres Kindes in hohem Maße von Spaß und Leichtigkeit geprägt sein soll. So lernt Ihr Kind am leichtesten, ohne unter Druck zu geraten. Machen Sie Angebote, aber lassen Sie den Dingen dennoch Ihren Lauf. Mit folgenden Spielen können Sie Ihr Kind ganz spielerisch an die Sprache und ihre Finessen heranführen.


Was bin ich?

„Was bin ich?“ ist ein Ratespiel. Ein Kind denkt sich aus, wer oder was es ist, die anderen Beteiligten stellen Fragen, um das herauszufinden. Erlaubt sind lediglich Fragen, auf die mit Ja oder Nein geantwortet werden kann. Damit das Raten nicht zu schwer wird, sollte vor Beginn des Spiels festgelegt werden, was erlaubt ist: Tiere, Gegenstände oder bestimmte Personen. Dieses amüsante Spiel stärkt Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung. Alle Beteiligten müssen mitdenken und klare Fragen, bzw. aufschlussreiche Antworten finden, um zur Lösung zu kommen. „Was bin ich?“ ist geeignet für Kinder ab vier Jahren.


Teekesselchen

Das Teekesselchenspiel ist recht anspruchsvoll und deshalb erst für Kinder ab einem Alter von etwa acht bis neun Jahren geeignet. Bei diesem Spiel geht es darum, ein Wort mit mehreren Bedeutungen zu erraten, wie zum Beispiel das Wort Nagel, das sowohl für den Fingernagel als auch den Nagel zum Einhämmern verwendet wird. Dieses Wort ist das Teekesselchen. Durch Hinweise wie eine Beschreibung des Aussehens oder des Materials sowie der Verwendung, beschreibt Ihr Kind die beiden Begriffe, Sie müssen erraten, um was es sich handelt.


Der lange Satz

Bei diesem Spiel wird ein Satz gebildet. Jeder darf im Wechsel immer nur ein Wort beitragen. Wer dran ist, muss alle bereits gesagten Wörter des Satzes wiederholen. Varianten dieses Spiel ist die Immer-nur-ein-Wort-Geschichte oder das bekannte Wortspiel „Ich packe meinen Koffer“. Besonders entspannt und amüsant ist es, wenn einer den Satz mitschreibt.


Alles mit A

Bei diesem Spiel gibt ein Mitspieler einen Buchstaben vor. Der oder die anderen Teilnehmer müssen nun einen Satz bilden, in dem alle Wörter mit diesem Buchstaben beginnen. Der Buchstabe lässt sich zum Beispiel auswählen, indem Sie leise das ABC sprechen, bis Ihr Kind Stopp sagt. Landen Sie gerade bei C, Q oder Y, sollten Sie ein Auge zudrücken und einen etwas einfacheren Buchstaben auswählen.


Wörter aus KFZ-Zeichen

Ideal für lange Autofahrten ist das KFZ-Spiel. Dabei müssen die Kinder aus den Buchstaben von Nummernschildern vorbeifahrender Autos Wörter bilden. Aus M-NN wird dann zum Beispiel „Mann“, aus ER-FT lässt sich „Erntedankfest“ bilden. Bei diesem Spiel müssen die Teilnehmer den gesamten Wortschatz „scannen“. Dadurch festigt sich dieser zusätzlich.


Zungenbrecher

Der Zungenbrecher ist sicher eines der bekanntesten Wortspiele. Das Nachsprechen mehr oder weniger komplizierter Wortfolgen fördert Konzentrations- und Merkfähigkeit sowie eine deutliche Aussprache und ist für einen Lacher immer gut. Seit jeher bewährte Zungenbrecher sind zum Beispiel:

  • „Brautkleid bleibt Brautkleid und Blaukraut bleibt Blaukraut!“
  • „Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen hinterher!“
  • „Der Potsdamer Postkutschkastenputzer putzt seinen Potsdamer Postkutschkasten mit Potsdamer Postkutschkastenputzpomade!“

Das gute an den genannten Spielen: Sie brauchen keine Hilfsmittel, die Spiele können überall gespielt werden und eignen sich als lustige und lehrreiche Pausenfüller, zum Beispiel bei Autofahrten, im Zug, in Wartezimmern und sogar in der Schlange an der Kasse im Supermarkt. Ob es bei diesen Spielen Gewinner gibt oder ob es einfach zum Spaß gespielt wird, steht allen Beteiligten frei. Richten Sie sich dabei am besten nach den Bedürfnissen Ihres Kindes und der aktuellen Stimmung.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de