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6 Januar, 2010 - 16:50
 

Der kleine Tim – Alter: 3 Monate

Der kleine Tim ist inzwischen 3 Monate alt und fühlt sich richtig wohl in seiner Haut. Er hat Spaß mit seinen Eltern, ganz besonders, wenn sie nach seiner Pfeife tanzen, entwickelt sich zum Feinschmecker und hat schon viel Blödsinn im Kopf.

© Nicole Effinger - Fotolia.com

Ich habe mich entschieden – hier bleibe ich. Wo könnte es mir besser gehen?
Mir geht es gut – keinerlei Schmerzen zur Zeit – ich werde umsorgt und in den Arm genommen. Mama und Papa versuchen mir jeden Wunsch von den Augen abzulesen und sind ständig bei mir. Sie sind Kinderbetreuung, Krankenschwester, Masseur, Putzfrau, Entertainer und Hofnarr in einem. Wir haben viel Spaß miteinander. Ich auf jeden Fall und sie lachen inzwischen auch wieder viel mehr.
Wenn mir etwas nicht passt, dann schreie ich und mir ist ihre Aufmerksamkeit sicher. Habe ich Hunger, dann gibt es die Brüste – suuuuper. Was kann man(n) mehr wollen?

Wirklich – mein Leben ist so viel besser geworden, seitdem ich keine Schmerzen mehr im Bauch habe und mich an das alles hier gewöhnt habe. Inzwischen kann ich den Kopf halten und kann mir dadurch auch meine Umgebung besser ansehen. So bekomme ich einfach viel mehr mit. Mama und Papa spielen mit mir – zumindest machen sie das, was sie dafür halten. Sie machen Gesichter und ich versuche, sie nachzuahmen. Das gelingt mir inzwischen ziemlich gut. Ganz besonders viel Spaß haben sie, wenn ich sie anlächele. Das habe ich inzwischen gelernt. Dann lächeln sie wie verrückt zurück und nehmen sich auch gegenseitig in den Arm und haben so einen verträumten Blick. Richtig schön. Wenn das alles ist, was es braucht, um sie glücklich zu machen, dann tu ich ihnen den Gefallen eben. Wenn es sonst nichts ist. Man tut eben, was man kann ...

Mein eigenes Lieblingsspiel ist „probieren“ – neben den Brüsten selbstverständlich! Ich finde es toll, Dinge in den Mund zu nehmen. Das haben Papa und Mama gemerkt und geben mir immer neue Sachen zum testen. Es wird alles in die Hand genommen, im besten Fall kurz begutachtet und geht dann direkt in den Mund. Was mir bisher am besten geschmeckt hat? Papas Schlüsselbund. Ein leicht metallischer Geschmack mit einer Prise an moschusartigem Männerschweiß. Eine tolle Beilage war der lederne Schlüsselanhänger. Ich sage Euch, ein echtes Geschmackserlebnis. Dagegen hat die Milch danach richtig langweilig geschmeckt. Aber immerhin wird die ja in sehr geschmackvoller Verpackung serviert. :-)

Inzwischen fange ich auch an, mich zu bewegen. Zumindest ein wenig. Gestern auf dem Wickeltisch ist Papa die neue Windel runtergefallen. Ich habe mich leicht gedreht, um nach ihm zu sehen. Mann war Papa, aus dem Häuschen, was ich schon kann. Er wurde richtig bleich, als ich mich zum Rand des Wickeltischs gedreht hatte. Dann hat er tief durchgeatmet und sagte mir, dass das unter uns bliebe und wir das nicht der Mama erzählen würden. Als ob ich das schon könnte. Aber ich habe verstanden – unter Männern sollte es auch Geheimnisse geben.

Apropos Wickeltisch – da haben Papa und ich immer am meisten Spaß. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was passiert ist, als ich neulich beim Wickeln mal ganz dringend pinkeln musste. Ein echter Brüller! Aber das erzähle ich vielleicht beim nächsten Mal.

Bis bald also.

Euer Tim

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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