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20 September, 2012 - 11:02
 

Gestatten? Ich bin Dein Sohn und lebe jetzt hier

Hallo Vaterfreuden, als Papa von einem absoluten Racker von 4 Jahren kann man nur mit Stolz sagen, dass euer Motto "Vaterfreuden" für mich absolut zutrifft. Wenn man zurückblickt und sich noch an den ersten Moment im Kreissaal erinnert bis heute so hat sich einiges im Leben - in meinem Leben - verändert. 

Da wurde ein kleiner Mensch auf die Reise geschickt und starrte mich an seinem errechneten Termin - Pünktlichkeit wird bei uns sehr geschätzt :) - mit aufgerissenen Augen an und hat sich sicherlich genauso gefühlt wie ich: Wer ist das denn!??. Hatte man mir persönlich immer wieder von Vätern und teilweise von Müttern vorher bestätigt "das war der schönste Moment im meinem Leben" und "es war Liebe, Liebe, Liebe..." oder weitere tolle und emotional, positive Gefühlsausbrüche, so kann ich mit Garantie sagen, dass es bei mir nicht so war.

 

Da schauten mich zwei Augen eines Menschen an, den ich glaubte mir genau vorstellen zu können, denn schließlich habe auch ich die extra teuren 3D farbig gedruckten Ultraschallbilder vom Arzt genommen ... hier glaube ich aber, dass ich nicht der Einzige war, der sich schon in diesem frühen Stadium eines Vaters die erste Investition so einfach aus der Tasche hat  ziehen lassen :)). Diese Bilder dienten also jetzt dazu, dass ich mir meinen Sohn genau vorstellen konnte. Fehlanzeige! 

 

Umschreiben kann ich das noch am besten mit folgendem Gefühl: man sitzt in einem Restaurant, wohlmöglich in einer romantische Situation und Stimmung mit seiner Frau und dann steht plötzlich ein fremder Mann vor einem und fragt "ist der Platz neben Ihnen noch frei?"

 

Also der kleinen Mann schaute mich an und ich dachte...den kenne ich nicht ..wer bist du denn?

 

So gestaltete sich der erste Moment aber was dann in jeder Sekunde, Minute, Stunde, Tage und Jahre mit einem geschieht ist diese besagte "Vaterfreude". Du freundest dich mit diesem kleinen Mann an, zunächst feierst du jeden kleinen Erfolg als wäre es deiner :)...dann merkst du wie viele Liebe dieser einst fremde Kerl in dir hervorruft. So sitzt du plötzlich vor einem Film und es kommt zu einer herzergreifenden Aussage " wir wollen für immer Freunde sein" und du fängst an zu weinen wie ein Schlosshund. Auch das hat mich näher an meine Frau gerückt, da wir uns jetzt auch immer die Taschentücher teilen :).

 

Ab dem dritten Jahr fing es dann mehr und mehr an, dass man sich in seinem Sohn wiederentdeckt. Es fängt bei Charakterzügen an, die man ja längst vergessen hatte, dass man seiner eigenen Mutter und auch dem eigenen Vater diese entgegenbrachte...und die Freude dass sein Sohn, die gleichen Interessen hat. So teilen wir die Leidenschaft des Geselligen Zusammenseins oder kurz „Party machen“, sich mit Menschen treffen und „spielen“,  wie auch den Sport, der mit dem Fußball seine Ausprägung hat.

 

Auch die Entwicklung der jetzt bereits entstehenden Abnabelung ist gefühlstechnisch einzigartig. Angefangen mit dem gemeinsamen Arbeitsbeginn- der Sohn geht in den Kindergarten – man selber fährt dann weiter zu seinen Job, das Treffen mit Freunden des Juniors – wird bereits selbst in die Hand genommen ;), das Übernachten bei selbigen oder bei Oma und Opa alles setzt eines in Gang: Es fehlt etwas....das Trippeln der nackten Füße auf dem Parkettboden oder das morgendliche reinkrabbeln mit hunderten von Spielsachen in das Elternbett. Teil von einem zu werden hat für mich eine neue Dimension und das seit nunmehr 4 Jahren.

 

Das ganze ist wahrscheinlich nur zu toppen durch das Gefühl der Mutter, das etwas großartiges in einem gewachsen ist. Für mich bleibt es halt „nur“ die Vaterfreude!

 

To be continued

 

 

 

Autor: Fischi

 

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Redaktion Vaterfreuden.de
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