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20 September, 2012 - 11:19
 

Panta rei – alles fliesst

 Die Zeit mit den Lieben – sie fliesst – zu schnell. Geniesst Sie und maximiert die Qualität und Quantität! Die Zeit mit meinen Kindern Annika (13) und Quentin (10) hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert und reduziert.

Aus kurzen Schultagen wurden lange, aus freien Abenden wurden Chauffeurdienste zu Sporttrainings und Musikstunden, die Anzahl Kuschelstunden ist im Sinken begriffen, Schulfreunde kommen am Wochenende zu Besuch, etc.. Die Neigungen der Kinder sind zunehmend auf andere Dinge ausgerichtet, als Zeit mit den Eltern zu verbringen. Reden – eher kurz, Spielen – manchmal. Es ist die Zeit, in der Pubertät und Mid-life Crisis ins Leben treten können. Beim Ersten sind wir sicher – beim Zweiten eher nicht. Die Krise kommt vermutlich erst, wenn ich nicht mehr der einzige Mann im Leben meiner Tochter bin, aber dass verdränge ich für den Moment lieber einmal.
 
Inzwischen leben wir im Land der begrenzten Unmöglichkeiten – Im Land des Individualismus und der gefühlten und selten hinterfragten Freiheit. Vor dem Hintergrund mögen die Aktivitäten banal wirken – aber für uns sind sie toll.
 
Zum Ersten - gemeinsame Mahlzeiten! Wir haben jeden Morgen und Abend viel Zeit für ein gemeinsames Essen – meist ausgiebig vorbereitet, so dass es zum Verweilen einlädt. Ein dickes Lob an meine Frau! Hier haben wir viel Zeit zum gemeinsamen Aufwachen, Reden, Quatsch machen und zum Besprechen was der Tag so bringen sollte oder gebracht hat. So einfach und doch scheint es hier relativ selten vorhanden. Quality Time! Das Bedürfnis der Kinder zum TV sehen ist sehr gering und unsere Tochter steht morgens sogar um 05.30 Uhr auf, obwohl Sie erst (oder schon) um 06.45 aus dem Haus geht. Nicht nur für einen Teenie eine echte Herausforderung.
 
Ok, es ist nicht leicht, aber manchmal gelingt es uns, die Kinder zu Spielenachmittagen zu bringen, bei denen jeder ein Spiel aussuchen darf, aber auch die Spiele der Anderen spielen muss. Die einzige Möglichkeit für einen Konsens. Oft landen wir auch gemeinsam auf dem Sportplatz und das ist richtig Spass. Es ist eine neue Erfahrung, wenn man sich anstrengt und bei manchen Aktivitäten dennoch keine Chance hat – aber man gewöhnt sich dran und kann sich mit den Kids freuen. Ich erinnere mich noch mit Freude daran, als ich meinen Vater im Alter von 12 beim Tennis besiegen konnte.
 
Eine andere gemeinsame Aktivität bietet in den USA das Volunteering. Man engagiert sich freiwillig! Das funktioniert und macht sogar Spass. Ich engagiere mich als Coach bei verschiedenen Sportteams (sei es Fussball, Softball oder Baseball). Eine gewisse Basis braucht es schon, aber vor allem zählen der gute Wille, Einsatz und Planung – zum Beispiel die Einbindung von anderen Vätern, die einzelne Aspekte besser vermitteln können. Diese gemeinsame Zeit macht so viel Spass und gibt soviel Ansatzpunkte für gute Gespräche mit meinen Kindern, dass ich diese Option der Volunteering im richtigen Rahmen nur allen empfehlen kann. Tolle Idee für Europa!
 
In einer Zeit in der unsere Kinder langsam flügge werden, fühlt sich die gemeinsame Zeit noch kostbarer an. Wir freuen uns über die Entwicklung und dass wir unsere Kinder auf Ihrem Weg begleiten dürfen. Geniesst die Zeit und maximiert die Qualität und Quantität! Panta rei. Carpe diem!
 
 
Autor: Chris_0
 
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Redaktion Vaterfreuden.de
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