Tragehilfen im Test – Die bequemsten Modelle für Vater und Kind
Tragehilfen waren früher das einzige Transportmittel für Babys. Nachdem der Kinderwagen diese Aufgabe übernahm, kehren mehr und mehr Eltern dazu zurück, ihr Kind am Körper zu tragen. Das ist gut für die Bindung und für den Rücken des Babys – allerdings nur dann, wenn die Tragehilfe bestimmten Kriterien entspricht.
Seit das Babytragen wieder in ist, gibt es zahlreiche Modelle auf dem Markt, die sich in zwei große Gruppen einteilen lassen. Tragetücher, die meist von Frauen bevorzugt werden, sind große und variabel einsetzbare Baumwolltücher, mit denen Baby an den Körper „gebunden“ wird. Männer bevorzugen meist die zweite Kategorie, die sogenannten Tragesäcke, die mit Riemen und Schnallen mehr oder weniger passgenau eingestellt werden können.
Tragetücher – Tragesäcke
Tragetücher haben den Vorteil, dass sie auf viele unterschiedliche Arten genutzt werden können. Gute Modelle bestehen aus fest gewebten Stoffen, die in unterschiedlichen Formaten erhältlich sind. Die Qualitätsunterschiede sind hier allerdings enorm. Wichtig ist, dass ein Tragetuch in einer speziellen Webart hergestellt ist und nicht „ausleiern“ kann. Andernfalls drohen bei häufiger Anwendung Rücken- und Skelettschäden beim Baby. Hat man ein hochwertiges Modell, wie es zum Beispiel die Firma DIDYMOS anbietet, erstanden, kommt es nur noch auf die richtige Bindeweise an – und die ist mit ein wenig Übung schnell erlernt.
Männern sind die vielen Stofflagen und Zipfel um den Körper herum oft weniger angenehm. Sie bevorzugen in der Regel Tragesäcke. Praktisch und leicht anzulegen sind einige Modelle oft genausogut zum Tragen des Babys geeignet wie die Tragetücher. Allerdings gibt es in diesem Produktsegment auch zahlreiche völlig ungeeignete Ausführungen. Entscheidend ist, dass sich der Tragesack sehr eng an den Körper von Vater und Kind anpassen lässt. Denn nur wenn das Baby stabil sitzt, ist eine gesunde Haltung gegeben. Ebenso wichtig ist, dass der Tragesack auch für Papa bequem sitzt. Breite Tragegurte und eine stabile Stütze im Hüftbereich sind dafür erforderlich.
Was kosten Tragehilfen
Die gute Nachricht: Tragehilfen sind oft nicht nur praktischer, sondern auch günstiger als Kinderwagen. Dennoch muss man für eine hochwertige Tragehilfe um die 100 Euro veranschlagen. Tragetücher können für Kinder bis vier Jahre verwendet werden, Tragesäcke können (außer das Kind ist sehr klein und leicht) etwa bis zum Ende des dritten Lebensjahres zum Einsatz kommen. Wählt man ein hochwertiges Modell kann man die Tragehilfe anschließend verschenken, verkaufen oder fürs nächste Kind aufbewahren.
Tragehilfen im Test – die besten Modelle
In der April-Ausgabe 2011 der Zeitschrift Ökotest wurden insgesamt 15 Tragehilfen getestet. Im Praxistest lagen die Tragetücher eindeutig ganz vorn, einige der getesteten Tragesäcke wiesen deutliche Mängel auf. Insgesamt kamen die Experten beim Test zu der Auffassung, dass Tragesäcke meist erst für größere Babys ab etwa vier Monaten geeignet seien, da diese schon eine gewisse Kontrolle über Kopf- und Körperhaltung haben. Mit sehr gut in der Handhabung schnitt der Ergo Baby Carrier ab – er ist sogar für Neugeborene geeignet. Allerdings wies dieses Modell hohe Schadstoffkonzentrationen auf, die bei Kinderspielzeug nicht mehr toleriert werden würden und wurde deshalb mit ungenügend bewertet.
An dieser Stelle soll noch einmal eindringlich vor Tragesäcken gewarnt werden, bei denen Baby nach vorne schaut! Neben der Reizüberflutung, der das Kind durch die vom Körper des Erwachsenen abgewandte Haltung ausgesetzt ist, ist es ihm nicht möglich, die Beinchen anzuhocken. Dies kann zu Problemen in der gesunden Ausbildung der Hüftgelenke führen.
Die getesteten Tragetücher unterschieden sich in der Handhabung nur unwesentlich. Bemängelt wurden die optischen Aufheller, die in fast allen Tüchern enthalten waren. Einige Tücher enthielten zudem halogenorganische Verbindungen, die ebenfalls nichts auf der Haut zu suchen haben. Negativ fielen bei diesen Tragehilfen allerdings die mangelhaften Bindeanleitungen auf. Hier kann man sich allerdings mit dem Internet behelfen, dort sind viele Anleitungen – inklusive Bildern – zu finden.
Das vollständige Testergebnis der Zeitschrift Ökotest können Sie hier abrufen: http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=97500;bernr=07;co=



















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