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Vaterfreuden mit bitteren Beigeschmack

Hallo,

ich möchte mich euch kurz meine Situation erklären und hoffe das ihr mir vielleicht den ein oder anderen Tip geben könnt.

Ich hatte eine wirklich sehr gut laufende Beziehung, in der wir beide viel und offen über alles reden konnten.Beide haben noch ihre eigenen Wohnungen und wollten auch dieses Jahr eine gemeinsame Wohnung beziehen. Wir beide waren sehr glücklich miteinander und haben auch sehr starke Gefühle füreinander gehabt. Anfang Januar haben wir dann beschlossen wir möchten ein Kind zusammen haben. Vor ca 2 Wochen merkte ich dann das meine Liebste schon hin und wieder leicht reizbar war was wir beide auf den arbeitsbedingten Stress schoben. Ein paar Tage später ohne jegliche Vorwarnung ( sie hatte auch gerade ihren monatlichen Zyklus ) beendete sie dann unsere Beziehung von heute auf morgen ( 2 Tage zuvor war sie noch überglücklich ) mit den Worten sie habe gemerkt das ihre Gefühle rückläufig sind.
Es traf mich hart. Wir telefonierten daraufhin noch ein paar mal miteinander worauf sie mir immer wieder sagte das es eben nicht mehr ginge. Warum es so gekommen sei wüßte sie eben auch nicht da wir doch geplant hatten eine Familie zu gründen.
3 Tage nach der Trennung rief sie mich dann an und teilte mir mit das ihr Zyklus ungewohnt früh wieder weg war und sie darauf hin einen Schwangerschaftstest gemacht habe der positiv gewesen sei. Dies wurde auch von ihren Frauenarzt bestätigt mit den Worten " Herzlichen Glückwunsch sie sind in der 5 Woche" .
Nun sieht es so aus das sie mir immer wieder sagt das sie nicht weis was aus uns wird und ich solle doch einfach erst mal die Situation hinnehmen und für sie und unser Kind stark sein.
Sie sagte auch sie möchte mich überall mit einbeziehen und ich das Kind auch später immer sehen könnte.

Im Moment sie es wie folgt aus. Sie machte mir den Vorschlag das wir uns mind. 1 mal die Woche sehen sollten und regelmäßig telefonieren.
Sie hat starke Stimmungschwankungen , regelmäßige Bauch und Kopfschmerzen und ist schnell genervt von allen. Unsere Trennung darf ich nicht ansprechen da sie sich unter Druck gesetzt fühlt sich zu entscheiden was aus uns wird.
Ich liebe Sie weiterhin und freue mich auch das sie unser Kind bekommen wird aber habe schon Angst das ich unser Kind nicht mit ihr zusammen als Paar großziehen kann.
Es war wie gesagt ein Wunschkind von uns beiden, wir sind beide über 30 und es war einfach die richtige zeit für das erste Kind.

Nun bin ich seit Tagen nervlich am Ende und die Trennung setzt mir durch die Schwangerschaft noch mehr zu.

Ich hoffe ihr habt ein paar gute Tips oder könnt mir von euren Erfahrungen berichten.

Vielen Dank schon mal im voraus .



Trennung und Schwangerschaft

Hallo (leider habe ich keinen Namen),

die Situation ist in der Tat sehr schwer und ich kann gut verstehen, wie du dich fühlen musst. Da träumt man von der gemeinsamen Wohnung und Kindern und plötzlich ist alles aus und dann erfährt man noch, dass die Frau schwanger ist.

Ich kenne euch ja nicht, aber ich würde vorschlagen, dass du dich zunächst an ihre "Bedingungen" hälst. Also über keinen Druck aus, akzeptiere die Trennung und sprich diese nicht an. Ich denke, wenn du sie unter Druck setzt erreichst du nichts und erzeugst wohl nur Gegendruck. Ihr habt ja noch einige Monate Zeit die Situation zu besprechen und zu sehen, wie es sich entwickelt. Wie du ja auch sagst, leidet sie unter großen Stimmungsschwankungen. Vielleicht ist die Schwangerschaft die Ursache, vielleicht gibt es aber auch einen anderen Grund.

Ich kann mir einfach vorstellen, dass sie in dieser Situation nicht ganz die ist, die sie eigentlich ist und das die Trennung auch eine vorübergehende Situation sein könnte? Vielleicht erlebt sie die Zeit dann doch anders und freut sich, wenn du als Vater an ihrer Seite bist.

Ich denke also, dass sie zunächste einfach Zeit braucht und so schwer das für dich ist, würde ich ihr diese Zeit gewähren.

beste Grüße,

Jochen



 

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