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20 Juli, 2016 - 08:31
 

„Baby an Eltern“ – der Baby-Übersetzer für frischgebackene Eltern

Dass Babys in den ersten Lebenswochen vorwiegend schlafen, trinken, schreien und die Windel füllen, ist eine Tatsache, die viele junge Eltern erschreckt. Guckt man genau hin, dann tun bereits die Kleinsten auch noch etwas Anderes: Sie kommunizieren und versuchen zu vermitteln, was sie brauchen. Unser Baby-Übersetzer hilft beim Dolmetschen!

© ssnegireva - Fotolia.com

Frischgebackene Eltern wissen meist nicht von Anfang an, was ihr Baby von ihnen will, der Mythos: Eine Mutter spürt das schon, ist genau das – ein Mythos. Wer selbst nicht in Kontakt mit Babys und Kleinkindern aufgewachsen ist, muss als Vater oder Mutter also erst einmal die Babysprache lernen. Am Anfang ist das Repertoire an Geräuschen und Gesten noch klein – die Sprache zu lernen also gar nicht so schwer wie man vielleicht denkt.


Die ersten Töne

Ein Neugeborenes hat noch recht wenig Kontrolle über seinen Körper. Das betrifft Bewegungen ebenso wie Laute. Allerdings können Babys mehr als nur weinen, wenn es ihnen nicht gut geht. Folgende Geräusche kann ein Baby von Anfang an und sagt damit den Eltern schon, wie es ihm gerade geht und was es braucht:

  • Der „Mir-fehlt-was-Laut“ ist vielleicht am einfachsten zu erkennen und erfolgt vor echtem Quengeln und Geschrei. Bereits vorher gibt es jedoch kleine Unmutslaute von sich, das sind Einzelgeräusche, die ca. alle fünf Sekunden ertönen und sich nicht besonders wohlig anhören. Das Baby hat vielleicht Hunger, die Windeln voll, möglicherweise ist es ihm auch zu kalt oder zu warm oder es hat Bauchschmerzen.
  • Wenn ein Baby schläft, dann gibt es zum Teil hinreißende Laute von sich, zum Beispiel wenn sie sich drehen oder räkeln. Die wohligen Töne sind für die Eltern beruhigend. Alles ok, mir geht’s richtig gut.
  • Glucksende Geräusche beim Trinken verraten den Eltern, dass es schmeckt und das Baby gerade ausgesprochen zufrieden mit der Welt ist. Die Milch fließt im richtigen Tempo, ist weder zu heiß noch zu kalt und füllt den Bauch des Babys.
  • Bist Du da? Ein einzelner Laut, den Babys oft nach dem Aufwachen von sich geben, dient dazu, Kontakt mit der Umwelt herzustellen. Ist da jemand? Diese Frage möchte das Kind so schnell wie möglich beantwortet haben.
  • Kurze Laute, die öfter wiederholt werden und sich nicht alarmierend anhören, bedeuten, dass es dem Baby gut geht und es Lust auf Abwechslung, Kontakt, Spielen oder Schmusen hat.

Beachten Sie diese Laute, bzw. deren Veränderung nicht, dann kommt es schnell zum Quengeln und zum Geschrei, denn aus einem leicht wohligen oder fordernden Gefühl, dass sich in dem Tonfall wiederspiegelt, wird bei Babys schnell ein Mangelgefühl - und das zeigt es mit angemessener Vehemenz und Lautstärke an.


Mimik und Gestik – die richtige Übersetzung

Gerade Neugeborene sind hilflos, aber nicht bewegungslos. Durch ihre Bewegungen und den Gesichtsausdruck können sie ebenfalls zeigen, was sie gerade brauchen und wollen:

  • Liegt ein Baby ruhig und entspannt da und guckt irgendwohin, nur nicht zu Ihnen, dann ist es schlichtweg zufrieden und braucht gerade nichts außer genug Ruhe, um seinen eigenen Gefühlen und Gedanken nachzuhängen.
  • Müde Babys gähnen, schneiden Grimassen und sind insgesamt schlaff, die Augen werden zu „Schlafaugen“. Jetzt ist es Zeit für ein Schläfchen.
  • Reibt das Baby sich Augen und Ohren, wirkt angespannt, ist unruhig und quengelig, dann ist der richtige Zeitpunkt zum Schlafen schon verpasst, denn es ist übermüdet. Jetzt heißt es ab ins Tragetuch oder in den Kinderwagen, da fällt es ihm leichter einzuschlafen als allein im Bettchen.
  • Ein waches Baby ist leicht zu erkennen. Es folgt Ihnen mit dem Blick, lacht und quietscht, ist zappelig und strampelt. Wenn es jetzt keine Aufmerksamkeit bekommt, erfolgt großes Geschrei.
  • Dreht das Baby den Kopf unruhig von links nach rechts, schmatzt und saugt an seinen Fingern, dann hat es Hunger und braucht schnell etwas zu trinken.
  • Ein unruhiges schreiendes Baby mit angespannter Körperhaltung hat vermutlich Schmerzen. Die können „harmlos“ sein wie Zahnungsschmerzen oder Blähungen, können aber auch auf eine Erkrankung hinweisen. Hält der Zustand über längere Zeit an, dann ist ein Besuch beim Kinderarzt empfehlenswert.

Auch wenn Sie als junge Eltern Ihr Baby anfangs nicht verstehen: Keine Sorge! Es dauert nur wenige Wochen, dann sind Sie mit der Babysprache vertraut und können immer besser einschätzen, wie es Ihrem Kind geht und was es braucht. Und schließlich dauert es gar nicht mehr lange, dann kann sich Ihr Kind auch in einer für Sie verständlichen Sprache artikulieren.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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