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12 Dezember, 2015 - 11:44
 

Baby baden – aber sicher!

Babys halten sich sehr gern im Wasser auf, erinnert sie das nasse Element doch ganz direkt an die ersten neun Monate ihrer Existenz im Bauch der Mutter. Den Erwachsenen macht das Baderitual meist ebenso viel Spaß wie dem Kind selbst. Wie und wann gebadet wird, ist Geschmackssache, einige Regeln sollten jedoch beachtet werden.

© lamma - Fotolia.com

Väter haben oft eine Hemmschwelle, ihr Kind zu baden – oder die Mütter übernehmen diesen schönen Job lieber selbst. Das ist schade, denn diese Form der Beschäftigung mit dem Kind kann viel Nähe bringen und die Bindung sowie das Vertrauen des Kindes in die Stärke des Vaters festigen. Also nur keine Angst, Sie werden dieses schöne Erlebnis mit Sicherheit genießen.


Badewanne oder Badeeimer

Es gibt verschiedene Arten, ein Baby zu baden, hier entscheiden die persönliche Vorliebe und die örtlichen Gegebenheiten. Jede Form des Babybades hat seine Besonderheiten sowie Vor- und Nachteile.

Die klassische Babybadewanne ist nach wie vor häufig im Einsatz. Sie ist gerade mal so groß, dass sich ein Baby darin ausstrecken kann. Die einfachen Plastikschalen können auf dem Boden stehen oder in einem speziellen Ständer auf die Badewanne aufgesetzt werden. Besonders wichtig: Ein sicherer Stand. Ein Nachteil bei der Wanne ist, dass das Baby stabil gehalten werden muss und so vergleichsweise wenig Bewegungsmöglichkeiten hat. Für maximale Sicherheit in der Wanne sorgen ein spezieller Neugeboreneneinsatz und ein sicherer Griff des badenden Elternteils. Geht das Baby einmal unter, ist dies allerdings keine Katastrophe. Denn in den ersten Lebenswochen wird es sich an die Zeit im Mutterleib erinnern und umgehend das Atmen einstellen und den Mund schließen. Besonders praktisch in engen Wohnungen oder auf Reisen ist eine faltbare Babybadewanne. Sie lässt sich flach zusammenlegen und so platzsparend verstauen.

Der Badeeimer eignet sich für die ersten Lebensmonate und ist mittlerweile sehr beliebt, um Babys zu baden. Der Eimer wird einfach auf den Boden oder auf einen Tisch gestellt. Das Baby steht darin aufrecht und wird nur am Kopf leicht gehalten. Die meisten Babys lieben die Eimer und entwickeln darin eine erstaunliche Bewegungsfreude. Der Badeeimer braucht wenig Wasser und wenig Platz, wird allerdings schnell zu klein und kann deshalb meist nur in den ersten zwei bis drei Monaten verwendet werden.

Baden in der großen Badewanne ist theoretisch ebenfalls von Anfang an möglich, wenn Mama oder Papa mit im Wasser sitzen. Entweder das Baby wird gehalten oder auf einer schwimmenden Babymatratze oder in einem Babybadesitz sicher platziert. Nachteilig ist hier, dass Ihnen die Wassertemperatur wahrscheinlich schnell ungemütlich wird. Bei dieser Form des Badens mit Baby sollten Sie außerdem einen Helfer zur Seite haben, der Ihnen das Baby mit ins Wasser hebt, bzw. es wieder herausnimmt. Wenn aus dem Baby ein Kind geworden ist, das sicher sitzen kann, dann darf es auch allein – natürlich unter Aufsicht – in die Wanne. Damit es nicht allzu rutschig ist, kann eine entsprechende Badematte oder einfach ein großes Frotteehandtuch auf den Wannenboden gelegt werden.


Sicherheitsregeln beim Babybad

Generell sollten beim Baby baden verschiedene Sicherheitsregeln eingehalten werden, damit das Baby das Bad genießen kann und die Unfallgefahr weitgehend reduziert wird:

  • Für die ersten Bäder empfiehlt es sich, zu zweit zu sein, bis alle Abläufe sicher sitzen.
  • Babywanne oder Badeeimer sollten nicht zu voll sein. Für Neugeborene reicht ein Füllstand in der Badewanne von etwa 1/3, am Badeeimer sind entsprechende Markierungen zu finden.
  • Die Badetemperatur muss stimmen. Dazu sollte unbedingt ein Thermometer verwendet werden. Optimal ist eine Temperatur von 36 bis 37 Grad.
  • Neugeborene sollten nicht zu lange baden, etwa fünf Minuten genügen für den Anfang.
  • Ist das Baby im Wasser, sollte es die ganze Zeit sicher gehalten werden, damit es keine negativen ersten Erfahrungen macht.
  • Babys dürfen im Badewasser nie allein gelassen werden, wenn etwas Wichtiges fehlt, rufen Sie jemanden, nehmen Sie das Baby aus dem Badewasser oder improvisieren Sie.
  • Ein nasses Baby ist glitschig. Deshalb muss es fest gehalten werden, wenn es aus der Wanne oder dem Eimer genommen wird.

Badezusätze braucht das Baby anfangs gar nicht oder nur in geringem Maße. Geeignet sind  biologische Babybadeöle oder auch hochwertiges Olivenöl (Vorsicht glitschig!) oder andere milde Badezusätze. Auf keinen Fall dürfen Sie herkömmliches Schaumbad verwenden, denn das belastet die Haut unnötig. Durch den entstehenden Schaum kann es zu zusätzlichen Sicherheitsrisiken kommen.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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