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12 August, 2016 - 08:22
 

Das Baby wird mobil - Zeit, die Wohnung kindersicher zu machen

Kommen Babys ins Robb- und Krabbelalter, ist bald nichts mehr vor ihnen sicher. Sie beginnen die Welt zu entdecken und das ist nicht immer ganz ungefährlich. Eltern sollten deshalb rechtzeitig einige Sicherheitsvorkehrungen treffen, damit sich ihr Krabbelkind so risikoarm wie möglich durch die Wohnung bewegen und seine Welt erforschen kann.

© JackF - Fotolia.com

Mit dem Krabbeln beginnen Kinder meist um den 10. Lebensmonat herum und meistern damit einen wichtigen Entwicklungsschritt. Allerdings beginnen die ersten Schritte zur Mobilität schon weitaus früher. Bereits lange, bevor sie richtig krabbeln können, rutschen oder robben viele Babys durch die Welt. So oder so – in der Wohnung gibt es mit zunehmender Reichweite des Kindes auch immer mehr Gefahrenquellen, die Sie jedoch mit einfachen Mitteln ausschalten können.


Steckdosen und Kabel

Alles, was mit elektrischem Strom zu tun hat, birgt besonders große Risiken. Das Stochern in der Steckdose kann für Babys lebensgefährlich werden und herunterhängende Kabel eignen sich ideal, um daran zu ziehen und zu zerren. Deshalb gilt: Alle Steckdosen in Reichweite des Kindes müssen mit einer Kindersicherung versehen werden. Hier gibt es verschiedene Varianten, die nach der Wichtigkeit der Steckdose ausgewählt werden können. Ideal sind Sicherungen zum Aufstecken, mit dem entsprechenden Schlüssel lassen sie sich leicht wieder entfernen. Ebenfalls außer Reichweite des Kindes sollten sämtliche Elektrogeräte bleiben. Kinder können unglaublich erfindungsreich sein. Den besten Schutz bietet es, wenn alle benutzten Geräte sofort wieder weggeräumt werden und zwar in die oberen Regal- oder Schrankfächer der Wohnung.


Klettern ist toll – Möbel und Einrichtung

Babys die krabbeln, entdecken schnell, dass man sich nicht nur horizontal am Boden, sondern auch in die Höhe fortbewegen kann. Damit es bei Kletterversuchen des Kindes – zum Beispiel auf das Bücherregal – nicht zu bösen Unfällen kommt, sollte alles was wackelig und kippgefährdet ist, an der Wand verschraubt sein. Kantenschoner entschärfen spitze Ecken oder herausragende Griffe. In Schrankfächern und Schubladen in Babys Reichweite sollten nur ungefährliche Gegenstände gelagert werden. Alles, was riskant ist oder unbedingt heil bleiben soll, gehört nach oben. Damit ersparen Sie sich übrigens jede Menge Stress, denn Ihr Baby darf in Ruhe die Schubladen ausräumen, ist damit beschäftigt und Sie müssen sich keine Sorgen machen oder das Kind und sich mit ständigen Verboten traktieren. Eine weitere Alternative sind Schrankschlösser, um gefährliche oder wertvolle Gegenstände vor der Entdeckerfreude des Babys zu schützen.


Das sichere Babybett

Je größer ein Kind wird, desto gefährlicher kann auch das Babybett werden. Kinder, die sich viel bewegen oder krabbeln, dürfen aufgrund der Kippgefahr nicht mehr in einer Wiege schlafen. Nach wie vor sind allzu viele Decken und Kissen im Bett tabu. Das Kind könnte sich darin verwickeln und nicht mehr hinausfinden. So kann das Kind das Bett gefahrlos verlassen. Sind über dem Bett Mobilés aufgehängt, müssen Sie auch hier auf Nummer Sicher gehen und das verführerisch bunte Gebilde außer Reichweite Ihres Kindes aufhängen.


Treppen und Türen

Treppen sind für Krabbelkinder eine Herausforderung. Aufgrund der Gewichtsverteilung beim Krabbeln können Babys am oberen Ende einer Treppe leicht das Übergewicht bekommen und kopfüber hinunterstürzen. Treppenschutzgitter schützen hier vor „unbefugtem Betreten“ durch das Kind. Trotz des Risikos entscheiden sich manche Eltern jedoch auch dafür, eine Treppe gerade nicht abzusichern und unterstützen ihr Kind von Anfang an dabei, die Treppe sicher hinauf- und hinabzusteigen.
Damit es nicht zu eingeklemmten Fingern an Türen kommt, oder das Baby ausgesperrt wird, empfehlen sich Türstopper. Um bestimmte Hausbereiche zu schützen, können auch hier wieder Schutzgitter angebracht werden – diese empfehlen sich im Übrigen auch für offene Kamine oder Kaminöfen.


Putzmittel, Zimmerpflanzen und andere giftige Cocktails

Es liegt in der Natur unserer Kinder, alles mit dem Mund zu erproben. Deshalb gehören gefährliche und giftige Substanzen unbedingt außer Reichweite. Putzmittel und Medikamente werden am besten in Hängeschränken untergebracht, potentiell giftige Zimmerpflanzen müssen ebenfalls sicher positioniert werden. Hat Ihr Baby dennoch eine dieser Substanzen eingenommen, ist ein sofortiger Gang zum Arzt oder ins Krankenhaus erforderlich.


Bei aller Sorge um die Sicherheit des Kindes sollten Sie jedoch auch seine Entdeckerfreude nicht unberücksichtigt lassen. Sorgen Sie für Anreize und die Möglichkeit, in der Wohnung zu forschen, zum Beispiel durch zugängliche Schränke, in denen nur ungefährliches Plastikgeschirr untergebracht ist. Auch eine Spielzeugschublade in Babys Reichweite ist ein Vergnügen fürs Kind. Besonders wichtig: Lassen Sie zu, dass Ihr Baby Risiken eingeht. In einer möglichst sicheren Umgebung kann es das auch. Kleinere und ungefährliche Erfahrungen im Scheitern sorgen für Lerneffekte und führen dazu, dass Ihr Baby früh lernt, mit Niederlagen und Frust umzugehen.

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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