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20 Oktober, 2015 - 08:49
 

Endlich zu Dritt – Das Babywunder

Endlich ist es da, das lang ersehnte neue Familienmitglied. Und neben all den Umstellungen und Anstrengungen der ersten Zeit gibt es jede Menge Wunder, die ein Kind mit sich bringt. Jeden Tag lernt es erstaunliche neue Dinge und immer wieder überschüttet es uns mit seiner Liebe und seinem grenzenlosen Vertrauen.

© Melanie DeFazio - Fotolia.com

Man weiß gar nicht, wo anfangen, wenn es darum geht, die wunderbaren Erlebnisse und Erfahrungen mit einem Baby zu beschreiben. Da ist das erste Lächeln oder schon lange davor der Moment, in dem man seinen Sohn oder seine Tochter das erste Mal im Arm hielt. Man kann eigentlich gar nicht mehr aufhören, dem Baby beim Schlafen zuzusehen und jeder Moment ist es im Grunde genommen wert, auf einem Foto festgehalten zu werden. Nicht umsonst halten viele Eltern – gerne auch die Väter – die ersten Lebensmonate und –Jahre Ihres Kindes auf Foto oder Film fast minutiös fest.

 

Der schönste Moment

Im Nachgang bezeichnen viele Männer das Miterleben der Geburt als großartiges Erlebnis. Alle Ängste und Befürchtungen im Vorfeld sind unwichtig und vergessen, wenn man den ersten Schrei hört und wenig später sein Kind zum ersten Mal im Arm hält. Beeindruckend ist die Perfektion des kleinen Wesens, aber auch die Kraft und Zielstrebigkeit, die in diesem winzigen Körper steckt. Unglaublich, wenn das nur wenige Minuten alte Baby zielsicher die mütterliche Milchquelle findet oder die Gesichtsbewegungen von Papa nachahmt. Nach diesem ersten Kennenlernen folgen täglich immer wieder neue „schönste Momente“, eigentlich das ganze erste Lebensjahr über. Das ist nicht verwunderlich, denn in diesem ersten Jahr lernt ein Mensch so viel und schnell wie später nie mehr in seinem Leben. Das Baby verdoppelt nahezu seine Geburtsgröße und verdreifacht sein Geburtsgewicht. Ist es am Anfang einfach nur ein hilfloses Wesen, hat es nach etwa 15 Monaten schon einen großen Teil seiner motorischen Fähigkeiten entwickelt. Es kann laufen und beginnt sich mit den ersten Wörtern und Sätzen zu verständigen. Der erste Schritt, das erste „Papa“, auch diese Augenblicke gehören zu den „schönsten Momenten“, die ein Vater mit seinem Kind erleben kann.

 

Lernen im Turbotempo

Besonders für Männer, die gerne Erfolge sehen, ist das erste Lebensjahr mit dem Baby das Produktivste. Es lernt täglich, manchmal stündlich Neues: So zum Beispiel das Greifen. Es hat etwas unglaublich Anrührendes, wenn sich eine kleine perfekte Babyhand um einen breiten Männerdaumen klammert und nicht mehr loslassen will. Es folgen die ersten Lala-Laute, die die ganze Familie zu fröhlichem Rätselraten animiert. Was hat es gerade gesagt? Nach und nach artikulieren sich die Laute immer mehr und schließlich kann sogar Papa verstehen, was der Nachwuchs zu sagen hat – auch wenn keins der verwendeten Wörter im Duden zu finden ist. Kinder sind wissbegierig und auch daraus ergeben sich unzählige einzigartige Momente. Es gibt kaum etwas Schöneres als zu sehen, wie ein Kind etwas, das uns ganz selbstverständlich ist, mit seinen Augen betrachtet. Der erste Schmetterling, die erste Kuh – für Kinder neu und ein echtes Wunder.

 

Bedingungslose Liebe und absolutes Vertrauen

Liebe und Vertrauen sind in der Erwachsenenwelt fast immer an Bedingungen geknüpft. Ich werde geliebt, wenn ich mich so und so (nicht) verhalte, man ist vertrauenswürdig, wenn man seine Vertrauenswürdigkeit bewiesen hat. Kinder lieben und vertrauen gänzlich anders, nämlich bedingungslos. Das Aussehen ist ebenso egal wie Körpergeruch, Lebensgeschichte oder politische Einstellung. Sie lieben uns um unserer selbst willen und das ist eine einzigartige und unglaublich wertvolle Erfahrung, die viele Menschen niemals in ihrem Leben gemacht haben. So kann auch hier nur die Aufforderung folgen, diese bedingungslose Zuneigung wahrzunehmen und sie ebenso ans Kind zurückzugeben und vielleicht auch an die Menschen in unserem Leben. Denn wir sollten die Möglichkeiten nutzen, von unseren Kindern zu lernen - zum Beispiel was das Lieben, aber auch das Staunen und die absolute Präsenz im Hier und Jetzt angehen. 

 
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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de