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12 November, 2015 - 23:31
 

Mein Kind zahnt – Die besten Tipps

Die ersten Zähne kündigen sich meist mit Schmerzen beim Kind an, in der Regel im Alter von etwa sechs bis acht Monaten. Das Geschrei ist groß und so viel Mitleid man als Eltern mit dem Kind auch hat, irgendwann liegen die Nerven blank. Vaterfreuden hat die besten Tipps, um das Baby zu beruhigen.

© Oscar Brunet - Fotolia.com

Die schlechte Nachricht zuerst: Durch das Zahnen müssen Sie durch, ebenso wie Ihr Kind. Wenn Sie nicht zu den Glückspilzen gehören, deren Kind den Durchbruch der Milchzähne mit links nimmt, ist jetzt Kreativität angesagt, um dem Baby und damit auch sich selbst diese schwierige Zeit etwas zu erleichtern.


Wenn die Zähne einschießen

Nicht jede Maßnahme hilft bei jedem Kind gleichermaßen und in jedem Fall, aber das kennen Sie ja wahrscheinlich bereits aus den ersten Monaten als Ihr Kind von Bauchschmerzen und Schreiattacken geplagt wurde. Versuchen Sie folgende Tipps und wir wünschen Ihnen jetzt schon, dass einer davon funktioniert:

  • Druck aufs Zahnfleisch erleichtert vielen Babys die Beschwerden beim Einschießen der Zähne. Geeignet ist dafür zum Beispiel eine Massage mit den Fingern oder mit Silikonfingerlingen aus der Apotheke, auch gekühlte Beißringe können das Zahnen erleichtern. Beim Kauf sollten Sie jedoch ganz besonders auf geprüft schadstofffreie Produkte achten.
  • Kauen wirkt ebenfalls erleichternd und lenkt zudem noch ab. Etwas größeren Kindern können Sie harte Lebensmittel anbieten. Hartes Weißbrot oder Apfelhälften können Sie zum Beispiel anbieten. Nicht erlaubt ist Vollkornbrot, denn das verkraftet die Verdauung eines Babys noch längst nicht.


Hilft das Ablenken nicht, dann klappt es vielleicht mit dem Betäuben. Hierfür stehen folgende Mittel zur Verfügung:

•    Homöopathische Mittel, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, können die Zahnungsschmerzen lindern. Vielen Kindern hilft besonders Osanit oder auch Chamomilla. Wie bei allen medizinischen Mitteln sollten Sie auch hierbei Rücksprache mit dem Arzt halten oder sich vom Apotheker informieren lassen.


•    Eine betäubende Wirkung hat Dentinox, ein Mittel auf Lidocain-Basis. Es hilft häufig, kann aber Allergien auslösen und sollte deshalb nur im absoluten Notfall zum Einsatz kommen.


•    Exotisch, aber ebenso hilfreich kann eine Veilchenwurzel zum Kauen sein. Die Wurzel gibt ein natürliches Betäubungsmittel frei.


•    Wenn gar nichts hilft, dann versuchen Sie es mit einer Bernsteinkette. Manche Eltern schwören darauf und wenn sie nicht hilft, sieht sie dennoch sehr hübsch an Ihrem Baby aus. Hierbei sollte man jedoch immer mögliche Gefahren bedenken und die Kette daher nachts ausziehen. 


Wenn nichts mehr hilft – Überlebenstipps für Eltern

Tagsüber mögen all die Mittel ja noch funktionieren, oft lässt sich ein Baby auch ablenken oder durch herumtragen beruhigen. Aber nachts, dann gibt es meist kein Halten mehr. Wenn alles still und dunkel ist, tun Schmerzen besonders weh, das kennen Sie wahrscheinlich selbst. Dann schreit Ihr Kind und es gibt nichts, womit Sie ihm helfen können. Das Einzige, was wir in diesen Nächten raten können: Seien Sie da für Ihr Kind und lassen Sie es nicht allein in seinem Schmerz. Sich selbst erleichtern können Sie diese Zeiten – die zum Glück auch bald wieder vorbei sind – zum Beispiel folgendermaßen:

  • Sie halten es nicht mehr aus, dass Ihr Baby lautstark brüllt, obwohl Sie es wiegen und herumtragen? Versuchen Sie es doch mal mit Musik. Ein MP3-Player im Ohr lenkt Sie ab und beruhigt Ihre Nerven. Trotzdem können Sie Ihr Baby halten und auf es eingehen.
  • Wechseln Sie sich mit Ihrer Partnerin ab. Wenn das Kind in der Wohnung zu laut schreit, dann muss eben ein Elternteil den Kinderwagen schieben gehen. Vielleicht beruhigt sich Baby dann und der andere Teil bekommt wenigstens etwas Schlaf.
  • Ist es für den Kinderwagen zu kalt, dann machen Sie einen nächtlichen Ausflug mit dem Auto, während sich Ihre Partnerin ausruht.


Um nicht gänzlich die Fassung zu verlieren – und das ist leicht möglich, wenn ein Baby wie am Spieß schreit – sollten Sie sich immer wieder daran erinnern, dass Ihr Kind Schmerzen hat. Vor allem können Sie sich beruhigt an der Hoffnung festklammern, dass die Zeit der ersten Zähne meist nach etwa einem halben Jahr überstanden ist. Die Backenzähne, die später durchbrechen, sind dann mit weniger Schmerzen und damit auch mit weniger Geschrei verbunden.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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