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4 August, 2015 - 09:19
 

Spiele mit Babys: Geht nicht, gibt’s nicht!

Kinder spielen für ihr Leben gern, das liegt in der Natur der Sache. Und die stolzen Eltern spielen meist gern mit, denn dadurch entsteht eine zusätzliche Nähe, und es ist wohl das Schönste auf der ganzen Welt, wenn der eigene Nachwuchs sich freut und lacht. Gerade Väter tun sich aber etwas schwer, wenn es um das Spielen mit Babys geht. Oft stellt sich die Frage, was man denn mit einem Baby spielen soll. Mit Monopoly oder Schach sollte man natürlich warten, bis die Zeit reif ist. Trotzdem kann man auch mit Babys großen Spaß haben.

© Vitos - Fotolia.com

Ratlos steht der frisch gebackene Vater vor dem Baby. Er ist verzaubert, fasziniert und spürt eine unendliche Liebe in sich. Man kann dieses Gefühl wohl kaum in Worte fassen. Ratlos ist er trotzdem, denn er fragt sich, was er jetzt mit diesem kleinen Wesen anfangen soll. Viele Väter meinen, sie müssten zunächst einmal geduldig sein und warten, bis das Baby kein Baby mehr ist. Erst dann kann man mit dem Nachwuchs spielen. Dabei lässt sich auch mit Babys gut spielen, man muss das Spiel nur an den Entwicklungsstand anpassen.

Werden Sie nicht zum „Bespaßer“!

Babys wissen bzw. fühlen sehr genau, ob und was sie spielen wollen. Zudem sind sie nicht in der Lage, sich besonders lange auf das Spielen zu konzentrieren. Wenn Sie Ihr Kind ständig „bespaßen“, wird es daran wenig Freude haben, zumal kein Mensch immerzu in Spiellaune ist. Übertreiben Sie es also möglichst nicht, Sie müssen kein 24-Stunden-Entertainer sein, um Freude mit Ihrem Baby zu haben. Passen Sie außerdem auf, dass sie das Baby nicht überfordern. Da die Konzentrationsfähigkeit in der ersten Zeit kaum ausgereift ist, besteht diese Gefahr der Überforderung. Ihr Baby gibt Ihnen aber konkrete Signale, wenn es mit dem Spielen nicht mehr einverstanden ist:

  • Das deutlichste Signal, dass es Zeit wird, das Spielen zu beenden, ist ein   schreiendes Baby. An diesem Punkt müssen Sie sich eingestehen, dass es vielleicht ein bisschen zu viel des Guten gewesen ist (wobei die Gründe für das Schreien zahlreich sein können).
  • Es gibt auch Babys, die sich erst die Augen reiben und dann einfach entscheiden, das Spielen zu beenden, indem sie einschlafen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie ein Langweiler sind, sondern lediglich, dass der Nachwuchs genug vom Spielen hat.
  •  Ein weiteres Mittel, um deutlich zu machen, dass es nun reicht mit dem Spielen, ist zu sehen, wenn das Baby sich das Gesicht mit einem Tuch oder den Händen bedeckt. Alternativ dazu kann es passieren, dass es einfach den Kopf abwendet. Akzeptieren Sie diese Signale am besten.

Jetzt gibt’s was auf die Ohren!

Nein, wir meinen keine fragwürdigen Erziehungspraktiken, die längst der Vergangenheit angehören sollten. Vielmehr geht es um Geräusche, mit denen Sie Ihrem Kind Freude bereiten können. Dazu sehen Sie sich am besten einmal in Ruhe um, es gibt vieles zu entdecken, das Ihr Baby zum Lachen bringen wird. Papierrascheln kann ebenso erfolgreich sein wie die Babyrassel, eine kleine Trommel, knisternde Folie, Löffel oder Musikinstrumente. Wenn Sie mit diesen Hör-Spielen allerdings vor dem 3. Monat anfangen, werden Sie nicht viel an Reaktionen erwarten dürfen. Erst zwischen dem dritten und fünften Monat beginnt das Baby, Geräusche zu lokalisieren und sich mit ihnen zu beschäftigen. Wenn die Wahrnehmung für Geräusche aber erst einmal vorhanden ist, finden Babys diese meist höchst interessant und können sich dabei köstlich amüsieren. Schon kurz nach der Geburt, können Sie mit dem Baby „Stille Post“ spielen. Dazu nehmen Sie eine Papprolle, halten Sie dem Baby ans Ohr und flüstern etwas hinein. Das können Worte sein, besser aber, Sie entscheiden sich für leise Geräusche. Kleinere Babys reagieren auf dieses Spiel meist mit einer gewissen faszinierten Verwunderung. Ist das Kind schon ein wenig weiter, kann es gut sein, dass es sich wegwirft vor Lachen.

Riechen und Fühlen

Ähnlich wie mit Geräuschen können Sie auch mit Gerüchen Eindruck beim Baby machen. Probieren Sie einmal aus, wie es auf Obst, Blumen, Kräuter oder Öle reagiert. Achten Sie dabei auf Pausen zwischen der Geruchserlebnissen, schließlich soll Ihr Kind sich nach und nach mit den Gerüchen auseinandersetzen, Sie müssen keine Rekorde aufstellen, an denen Ihr Kind sowieso keine Freude haben würde. Wenn Ihr Baby bereits in der Lage ist, Gegenstände selbst zu halten, können Sie Fühl-Spiele mit ihm machen. Kinder betasten gern Gegenstände, sie be-greifen so ihre Umwelt. Alleine lassen dürfen Sie Ihr Baby bei diesem Spiel aber möglichst keine Sekunde, denn neben dem Be-Greifen lieben Kinder es, alles, was ihnen in die Finger gerät, in den Mund zu stecken.

Deckenziehen und Sprachakrobatik

Zum Flugzeugspielen reicht es oft noch nicht bei kleinen Babys. Sie lassen sich nur selten gern in der Luft herumwirbeln, das kommt später. Sie können Ihr Baby aber auf eine Decke legen und diese dann vorsichtig ziehen. Nach und nach wird das Kind immer mehr Vergnügen an diesem Spiel haben. Nicht anders ist es mit der Sprache. Bis zu gemütlichen Abenden am Kamin mit gegenseitigem Philosophieren über den Sinn des Lebens haben Sie zwar noch ein paar Jahre Zeit. Doch man kann nie früh genug anfangen, dem Baby die Sprache nahezubringen. Schon nach zwei Monaten sind Babys in der Lage, einfache Geräusche wie „Örööö“, „Ahhh“ oder „Gnnn“ nachzumachen. Noch viel mehr Spaß wird es daran haben, wenn Sie während dieser Sprachakrobatik noch ein paar Grimassen schneiden. Die meisten Kinder kriegen sich dabei kaum noch ein.

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randomness