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20 Oktober, 2016 - 22:02
 

„Nein, ich esse meine Suppe nicht!“

Sie mögen maximal eine Sorte Gemüse, essen entweder nur Nudeln, nur Kartoffeln oder nur Reis oder verweigern grundsätzlich alles, was nach gesundem Essen aussieht. Mäkelige Kinder können Eltern leicht zum Wahnsinn treiben. Aber es gibt Strategien, mit denen diese schwierigen Phasen umschifft werden können.

© photophonie - Fotolia.com

Zuallererst sollten Sie sich klar machen, dass die Situation nicht schnell und mit Patentrezepten zu beheben ist. Man kann ein Kind nicht wirklich dazu zwingen bestimmte Dinge zu essen, die ihm nicht schmecken. Das wäre grausam und unnötig. Aber man kann anderes tun, um dafür zu sorgen, dass das Kind satt wird und alle Nährstoffe und Vitamine, die es braucht in ausreichender Menge bekommt. Und als kleiner Trost: Meist gehen diese Phasen vorbei. Je älter Kinder werden, desto bereitwilliger kosten sie in der Regel auch mal Neues.


Abneigung gegen Obst und Gemüse

Wir alle wissen, wie wichtig Vitamine sind. Hier gibt es oft das Problem, dass Kindern weder Obst noch Gemüse gerne essen. Manchmal hilft es hier, die Früchte und das Gemüse besonders witzig anzurichten. Basteln Sie einen Tomatenigel, zaubern Sie Radieschenmäuse oder Apfelgesichter. Viele Kinder vergessen darüber, dass Sie diese Lebensmittel ja eigentlich gar nicht mögen. Falls diese Strategie nicht funktioniert, beginnt die Detektivarbeit. Fast jedes Kind mag mindestens eine Obst- und Gemüsesorte und die gilt es zu finden. Versuchen Sie es mit Sorten, die Sie sonst nie auf den Tisch bringen, vielleicht schmecken Ihrem Kind ja Mangos oder es mag Ananas oder Papayas. Oft kommt es auch auf die Zubereitung an. Kinder, die Gemüse ansonsten strikt und in jeder Form verweigern, essen vielleicht die Möhrenstückchen in der Buchstabennudelsuppe oder in der Tomatensauce.

Immer wieder sollten Sie Ihrem Kind auch Obst und Gemüse anbieten und die Sorten variieren. Ermuntern Sie es zu probieren – vielleicht mit der Option, dass es etwas, das nicht schmeckt, auch wieder ausspucken kann.


Eltern als Vorbild

Sind Sie selbst ein mäkeliger Esser? Dann brauchen Sie sich nicht zu wundern, dass auch Ihr Kind sehr wählerisch ist. Auch hier ist ein Vorbild wichtig. Essen Sie selbst gerne Obst und Gemüse, dann wird auch ihr Kind zugreifen. Sie können hier gern ein wenig übertreiben. Bei kleineren Kindern funktioniert es oft, wenn man übertrieben genussvoll isst und die Speisen theatralisch lobt.
Was ein Mensch gerne isst, wird in der frühen Kindheit festgelegt. Wer sein Kind mit Kost aus dem Gläschen und Fertiggerichten ernährt, hat es schwer, das Kind zu frischem Gemüse und Obst zu überreden, denn das schmeckt einfach anders. Dass diese Lebensmittel eigentlich besser schmecken und außerdem gesünder sind, spielt für Kinder erst einmal keine Rolle.


Mein Kind ist zu dünn

Wenn Kinder untergewichtig wirken, sollte dies ärztlich festgestellt werden. Anschließend ist eine Aufbaukost wichtig. Beim Suppenkasper kann das schwierig werden. Hier muss einfach wieder versucht werden, das zu finden, was gesund ist und dem Kind trotzdem schmeckt. Die Speisen können jetzt ruhig einen höheren Fettgehalt haben und kalorienreich sein. Allerdings sollte man es nicht übertreiben, damit das Untergewicht nicht in Übergewicht umschlägt. Wichtig ist in jedem Fall, dass das Kind zum Essen motiviert, aber nicht dazu gezwungen wird.

 

Tipps und Tricks für mäkelige Kinder

Um ihr Kind zum Essen zu bewegen, können Sie verschiedenes ausprobieren und sehen, welche Strategie für ihren Suppenkasper funktioniert:

  • Bereiten Sie die Speisen fantasievoll zu und lassen Sie das Kind mitkochen
  • Essen Sie in ruhiger angenehmer Atmosphäre und ohne Hektik
  • Als Vorbild können Sie dem Kind zeigen, wie gut Ihnen selbst Gesundes schmeckt
  • Bieten Sie leckere Nachtische (Pudding, Obstquark) als Anreiz an
  • Wenn Ihr Kind bestimmte Lieblingsgerichte hat, bieten Sie diese öfter an, es macht nichts, wenn es zeitweise dreimal die Woche Fischstäbchen mit Kartoffelbrei gibt.

Weiterhin sollten Sie beachten, dass Kinder sehr unterschiedlichen Appetit haben. Dieser hängt vom Tagesumsatz ab oder auch davon, ob das Kind gerade wächst. Mal essen Kinder dann sehr viel, an anderen Tagen kaum etwas. Machen Sie Ihrem Kind keine Vorwürfe, wenn es etwas nicht mag, denn das verdirbt mit der Zeit die Lust am Essen.

 

 

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Autor

Redaktion1 Vaterfreuden.de