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18 Juli, 2017 - 09:16
 

Bleiben Sie gelassen – so wird Eltern sein leichter

Wenn junge Paare Eltern werden, fühlen sie sich meistens gut vorbereitet. Ist das Kind einmal da, gestaltet sich die Realität oft anders als gedacht. Wer konnte schon ahnen, dass mit einem Kind die eigenen Pläne bedeutungslos werden. Eltern, die hier Gelassenheit zeigen können, haben es deutlich leichter.

© Evgenia Tiplyashina - Fotolia.com

Gelassenheit im Umgang mit Kindern ist längst zum Credo der Erziehungsexperten geworden, wird aber für Eltern immer schwieriger. Die Hektik und Anforderungen des Alltags, das Berufsleben und eigene Bedürfnisse und Wünsche stressen uns. Ein Kind, das unsere ganze Aufmerksamkeit fordert, kann dann bei aller Liebe schnell zum Tropfen werden, der das Fass zum Überlaufen bringt. Damit es nicht so weit kommt und Sie als Eltern im Alltag mit Ihrem Kind mehr Gelassenheit zeigen können, können Sie einiges tun.


Auf die innere Haltung kommt es an

Ist man auf eine Situation nicht eingestellt oder wehrt sich vehement gegen etwas, das sich nicht ändern lässt, kommen schnell Ärger und Unzufriedenheit auf und die Gelassenheit geht dahin. Die leichteste und für viele dennoch schwerste Lösung ist es, die Situation so wie sie ist, anzunehmen. Mit einem „Ja, so ist es eben gerade und morgen ist es wieder anders“ entspannen Sie sich ebenso wie Ihr Kind und scheinbar nervtötende Situationen wie eine volle Windel kurz vor dem Arzttermin oder ein kreischendes Kleinkind auf dem Fußboden des Supermarktes sind plötzlich gar nicht mehr so problematisch. An der inneren Haltung sollten Sie dauerhaft arbeiten, allerdings braucht das Zeit und die Notwendigkeit, Strategien zu entwickeln. Diese sind erforderlich, damit Ihr Kind in stressigen Situationen nicht unter Ihnen und Ihrer Stimmung leiden muss. Allerdings sollten Sie nicht vergessen: Ihr Kind braucht Sie authentisch! Ein Elternteil der ausflippt, schadet manchmal weniger als einer, der sich freundlich gibt und innerlich vor Wut kocht. Denn dadurch erhält das Kind widersprüchliche Informationen und gerät in Verwirrung.


Setzen Sie sich machbare Ziele!

Was im Arbeitsalltag empfohlen wird, funktioniert und vor Überforderung schützt, klappt auch im Umgang mit dem Kind. Realisieren Sie, dass Sie mit Baby einfach langsamer sind, weniger schaffen und mehr Unberechenbarkeiten auf dem Weg liegen. Wenn Sie Ihre Erwartungen und Vorstellungen an die realen Bedingungen anpassen, dann kommt keine Enttäuschung auf, sondern Sie schaffen das Pensum, das Sie sich vorgenommen haben – und bleiben gelassen. Tritt dann der Fall ein, dass Sie am Ende noch Zeit übrig haben, weil alles reibungslos vonstatten ging, freuen Sie sich darüber! Nutzen Sie die zusätzliche Zeit, um mit Ihrem Baby oder Kind zu spielen und in Kontakt zu gehen.


Offen bleiben – Alternativen sehen

Wenn nichts klappt wie es soll, dann kommt häufig Frust auf. Der ist verständlich, nimmt uns aber leider auch die Möglichkeit, die Alternativen zu sehen, die sich mit Sicherheit auftun. Wenn Sie auch dann gelassen bleiben, wenn etwas ganz anders läuft als gedacht, werden Sie in vielen Fällen feststellen, dass es Neues und Interessantes zu entdecken gibt. Lassen Sie diese Gelegenheit nicht verstreichen und nutzen Sie die Gunst des Tages! Haben Sie diese Erfahrung ein paar Mal gemacht, stellt sich Gelassenheit ganz von selbst ein, denn wir reagieren auf das, was funktioniert und unser internes Belohnungssystem wird aktiviert.


Unsere Tipps für mehr Gelassenheit mit Kind

Wenn Ihr Kind Sie wütend macht oder frustriert, dann ist die Gelassenheit schnell dahin. Das kann gefährlich werden, denn es verringert die Hemmschwelle dem Kind gegenüber. Wenn Sie merken, dass Sie kurz vor dem Ausrasten sind, können folgende Tipps helfen:

  • Überlegen Sie sich bereits vor dem „Ernstfall“, welche Strategie Sie anwenden, um Gelassenheit und Kontrolle nicht zu verlieren.
  • Gehen Sie vor die Tür und atmen Sie einige Male tief durch, bis Sie sich beruhigt haben. Wenn Ihr Kind im Zimmer schreit, ist das in diesem Fall das kleinere Übel.
  • Gehen Sie an Tagen, an denen Sie ohnehin genervt sind, stressigen Situationen aus dem Weg. Vermeiden Sie zum Beispiel das Einkaufen mit Kind unter Zeitdruck oder in unangenehmen Geschäften.
  • Reduzieren Sie mögliche Stressfaktoren wie ein müdes Baby beim Arzt oder ein hungriges Kleinkind im Auto.


Die eigenen Perfektionsansprüche zu reduzieren

Ein großer Stressfaktor ist für viele Eltern der Wunsch, alles richtig und perfekt zu machen. Einer der besten Wege zur Gelassenheit besteht darin, die eigenen Perfektionsansprüche zu reduzieren. Wer sich weniger vornimmt, der kann mehr erreichen – vor allem Ihre Gelassenheit und die ist wichtig für das glückliche Aufwachsen Ihres Kindes!
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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