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25 Oktober, 2015 - 01:03
 

Computererziehung für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter

Es führt kein Weg darum herum – irgendwann interessiert sich jedes Kind für einen Computer und die dazugehörigen Spiele.  Egal, ob sich Vater und Mutter über dieses Interesse freuen oder Vorbehalte gegen die Technik und deren frühe Nutzung durch Kinder haben - es ist Aufgabe der Eltern, dieses Interesse zu steuern und das Kind zu einer sinnvollen Mediennutzung zu erziehen.

© Pavel Losevsky - Fotolia.com

Computer sind inzwischen Teil unserer Welt und werden es mit Sicherheit bleiben. Sie sind Alltagsmedium und Freizeitmedium, Computerkenntnisse sind unverzichtbar bei der Arbeit und Voraussetzung für eine höhere Bildung. Der Umgang mit computergesteuerter Technik ist für uns Routine und Grundbedingung für das Bestehen in Alltag und Beruf geworden. Die Fähigkeit zum Umgang mit Computern ist dadurch auch zur Voraussetzung geworden, damit unsere Kinder ihr Leben souverän und erfolgreich gestalten.


Den richtigen Umgang mit dem Computer lehren

Im Allgemeinen entwickeln Kinder ein echtes Interesse am Computer im Alter von zwei bis drei Jahren, wenn sie ihre Eltern bei der Arbeit oder beim Spiel daran beobachten. Ansonsten wird ihr Interesse etwas später erwachen – etwa, wenn sie andere Kinder beim Spiel mit einem Rechner beobachten. In diesem Alter können die Eltern den „Einstieg“  Ihrer Kinder in die Computernutzung noch gut steuern und sie so zu einer sinnvollen Mediennutzung erziehen.

In den USA werden bereits Programme für sechs Monate alte Säuglinge angeboten. Der Konsens unter Ärzten und Pädagogen hierzulande ist jedoch, daß Kinder in diesem Alter zunächst ihre motorischen und sozialen Fähigkeiten entwickeln sollten. Auch ein Kind, das erst im Grundschulalter mit einem Computer in Kontakt kommt, wird dadurch keinen Nachteil für seine spätere Karriere haben.

Trotzdem sind Computerspiele auch für Kinder im Kindergartenalter interessant und bei richtigem Einsatz lehrreich. Sie sind interaktiv, multimedial und richten sich nach der Lerngeschwindigkeit des Kindes. Das Kind kann so lange probieren, bis es eine Übung geschafft hat. Dies führt zu Erfolgserlebnissen. Da das Kind in der Regel nicht unter Beobachtung steht, verspürt es keinen Druck bei einem Lernspiel. Studien haben ergeben, daß Kinder mit Lernschwächen im Spiel am Rechner an Selbstbewusstsein gewinnen und Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen lernen, sich zu disziplinieren.


Die folgenden Punkte sollten Eltern bei der Hinführung zum Computer beachten:

  • Bringen Sie Ihrem Kind selbst den Umgang mit dem Computer bei. Verzichten Sie dabei auf lange Erklärungen und lassen Sie das Kind selbst tippen. Anfangs wird es auch lernen müssen, die Maus koordiniert zu bewegen. Unterstützen sie Ihr Kind mit Fragen statt mit Anweisungen („warum hast Du jetzt hier geklickt? Was möchtest du als nächstes tun? Weißt Du, wie man den Fortschritt abspeichert?“).
  • Achten sie bei der Auswahl der Spiele darauf, daß diese altersgerecht sind. Beobachten sie Ihr Kind bei jedem Spiel anfangs, damit Sie sich einen Eindruck vom Inhalt machen können.
  • Begrenzen Sie die Zeit der Computernutzung. Kinder im Kindergartenalter sollten nicht mehr als 30 Minuten am Stück vor dem Rechner sitzen. Wie auch beim Fernseher gilt – ein Computer ist kein Babysitter.
  • Stellen sie die Verbindung zur Realität her. Dies ist speziell bei kleinen Kindern besonders wichtig. Wenn Ihr Kind ein Spiel mit Tieren liebt, dann können Sie mit ihm einen Ausflug zu einem Bauernhof machen.
  • Zeigen Sie Ihren Kindern auch, was Papa und Mama mit dem Computer machen. Zeigen Sie Ihnen, wofür ein Textverarbeitungsprogramm gut ist und sagen sie Ihren Kindern, daß es ein Internet gibt. Suchen Sie mit ihnen die Antworten auf ihre Fragen („Papa, kann ein Maulwurf sehen?“).
  • Stellen Sie klar, daß ein Computer nur ein Spiel von vielen ist. Zeigen Sie andere Angebote auf – vor allem Bewegungsspiele zum Ausgleich.  Auch Brettspiele mit den Eltern oder anderen Kindern sind eine sinnvolle Alternative zu Computerspielen, wenn das Wetter schlecht ist.
     

Auch in Bezug auf den Umgang mit dem Computer sind die Eltern Vorbilder. Achten Sie auf die Zeit, die Sie selbst vor dem Computer oder der Spielekonsole sitzen – zumindest zu den Zeiten, wo Ihre Kinder Sie beobachten können.

Fluch oder Segen – ein Leben ohne Computer wird es für Ihre Kinder nicht geben. Bringen sie Ihnen den richtigen Umgang mit dem Medium bei. Zeigen Sie ihnen, daß ein Computer ein sinnvolles Arbeits- und Spielgerät ist. Lehren Sie Ihre Kinder aber auch, daß das Leben selbst nicht am Computer stattfindet und bringen Sie ihnen bei, wo sich der „Aus“-Knopf des Rechners befindet.



Informationen zu Computerspielen und deren Eignung für bestimmte Altersstufen:

http://www.feibel.de/index.php?id=9



Zum Weiterlesen:

http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationsliste,did=109338.html

http://www.eltern.de/kindergarten/erziehung/computer-und-kinder.html?page=1


 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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