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11 September, 2016 - 09:05
 

Einigkeit und Rechte und Freiheiten – Team Eltern

Wir Eltern haben es nicht leicht: Wir müssen unsere Kinder erziehen und manchmal den Partner gleich mit. Denn oft haben wir andere Vorstellungen von den Antworten auf viele Erziehungsfragen und darüber streiten wir uns mit unseren Partnern. Dabei sollen Eltern ja als Einheit und Team an einem Strang ziehen.

© Dmitry Ersler - Fotolia.com

Wenn alles schief läuft, machen wir alles falsch, unser Kind hat keinen Respekt vor uns Eltern und wird später unsere heißgeliebten Enkel verziehen.

Könnte das ein Zitat von Ihnen sein? So oder so ähnlich? Aber es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen, sondern einen Grund, warum Eltern sich manchmal nicht einig sind, wenn es um die Kindererziehung geht. Schließlich erlebt jeder seine eigene Sozialisierung im Elternhaus und bringt die Erziehung mit in die des eigenen Kindes ein. Da gibt es dann die Aspekte, die man anders machen will und die, die man besser machen will als die eigenen Eltern. Vielleicht will man auch einige genauso machen. Doch will das alles auch die Partnerin oder der Partner? Oft hat man den Eindruck, den Partner oder die Partnerin gleich noch miterziehen zu müssen, doch das Beste für die gesamte Familie ist: An einem Strang ziehen, im Team spielen. Aber Vorsicht: Ihr Kind wird nicht immer mitspielen!


Teamgeist – 1:0 für die Eltern

Es gibt so viele Punkte während der Kindererziehung, in denen Eltern plötzlich zu Gegenspielern werden können. Zum Beispiel, wann das Kind zu Bett geht. Meist pendelt sich das auf einen bestimmten Zeitpunkt ein, solange das Kind noch klein ist und viel schläft. Mit den Jahren kommen die Ausnahmen, die Extra-Fernsehabende, die erste heimlich durchgemachte Nacht mit einem Kumpel und länger wach sein wird immer toller!

Fast jeden Abend möchte Ihr Kind dann wirklich alles lieber tun als ins Bett zu gehen - und wenn es ein dicker Zoff mit den Eltern ist. Allein das Thema Schlafenszeit wird fast jeden Abend Ihre Teamfähigkeit herausfordern.
Genauso ist es mit neuem Spielzeug, Süßigkeiten, Übernachtungen bei Freunden, Essen im Fastfood-Restaurant, schlechten Schulnoten oder Sportvereinen und Musikunterricht: Ihr Kind möchte Unterhaltung, Spaß und Freude und es wird verschiedene Taktiken anwenden um Ihre Schwächen auszuloten. Es fragt Sie, ob es dies oder jenes bekommt, bei den Müllers schlafen darf, es wird kleine Geschichten und Lügen erfinden, sie bezirzen oder mit Weinen malträtieren oder Sie müssen die richtige Reaktion auf katastrophale Noten zeigen. Am besten, Sie reagieren immer gelassen und treten allen Situationen, mit denen Ihr Kind Sie konfrontiert, geschlossen und konsequent gegenüber. Ist doch ganz leicht für ein echtes Team.


Und dann stellen Sie sich vor, Sie hätten mehrere Kinder…


Auch wenn Sie nur ein Kind haben, werden Sie nicht viel von Ihrer Überzahl haben! Kinder merken schnell, bei wem sie welche Knöpfe drücken müssen. Einerseits wird Ihnen gefallen, wie pfiffig Ihr Spross Sie gegeneinander ausspielt, andererseits müssen Sie Absprachen treffen und Rechte und Freiheiten Ihres Kindes festlegen, konsequent einhalten und Ihre eigenen Regeln befolgen. Man kann Ausnahmen genehmigen, sollte diese aber rar säen, so dass sie als Belohnungen wirken. Auch sollten Sie sich mit Ihrer Partnerin abwechseln, damit nicht ein Elternteil der „Buhmann“ sein muss.

Auf jeden Fall sollte niemand andauernd der Buhmann sein, schließlich will man seinem Kind ja auch mal etwas gönnen. Es sollte aber auch nicht zu viel gestattet werden. Wer zu viel erlaubt, dem tanzen Kinder schnell auf der Nase herum. Wenn Sie einmal den Respekt Ihres Kindes verloren haben, wird es ein schwieriges Spiel.

Halten Sie daher regelmäßigen Elternrat. Die deutsche Fussball- Nationalmannschaft fährt ja auch nicht auf ein Turnier, ohne sich vorher mal in der Kabine zu treffen. Als Team Eltern geht es aber um mehr als einen Pokal, da geht es um ein glückliches Kind, ein respektvolles Kind, ein freundliches und ausgelassenes Kind, das man gut auf die Menschheit loslassen kann.

Dazu gehören Bitte und Danke sagen, bei Tisch nicht schmatzen oder nicht gegenüber Fremden über das Gehalt der Eltern zu reden. Was immer Ihnen wichtig erscheint, trainieren Sie den Auftritt als Eltern, damit Ihr Kind das von Ihnen erwarten kann, was es braucht: Eltern, die ihm das vorleben, was sie selbst von ihrem Kind erwarten.


Also, keine Panik was die heißgeliebten Enkel angeht: Glänzen Sie einfach durch eine gekonnte Teamleistung als Eltern und vergessen Sie nicht: Dieses Spiel dauert nicht 90 Minuten, es dauert oft ein Leben lang. Halten Sie stets die Waage, was ja und nein angeht, wechseln Sie sich ab beim Buhmann-sein und seien Sie immer fair, gutgelaunt und vorbildlich. Klingt schwierig? Sie schaffen das schon! Sie wissen doch: Gute Freunde kann niemand trennen!

 

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Autor

Redaktion1 Vaterfreuden.de
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