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18 November, 2015 - 12:58
 

Feste Schlafenszeiten – ein Segen für Eltern und Kind?

Zum gesunden Wachstum brauchen unsere Kinder Schlaf - und zwar jede Menge davon. Feste Schlafenszeiten gelten gemeinhin als wichtige Voraussetzungen für den ruhigen und tiefen Schlaf des Kindes. Und auch die Eltern profitieren davon, wenn das Kind pünktlich die Augen schließt. Doch der Weg dorthin kann dauern!

© Sea Wave - Fotolia.com

Damit Kinder zur immer gleichen Zeit einschlafen, müssen sie sozusagen konditioniert werden. Nicht alle Eltern finden diese Handhabung mit dem kindlichen Schlaf erstrebenswert und es ist nicht von der Hand zu weisen: Ist ein Verhalten anerzogen und trainiert, kommt das Gefühl für die natürlichen Bedürfnisse schnell zu kurz. Deshalb entscheiden sich Eltern dafür, dem Schlafbedürfnis des Kindes zu folgen. Aber auch hier gibt es Regeln.


Warum feste Schlafenszeiten so wichtig sind

Etwa ab dem 6. Lebensmonat empfehlen Erziehungsratgeber feste Zeiten fürs Kind. Das gilt fürs Essen ebenso wie für die Schlafenszeiten. Der feste Rhythmus soll Ruhe in den kindlichen Alltag bringen und es natürlich auch für später an feste Regeln gewöhnen. Gerade für Kinder, die mit den Eltern früh aufstehen müssen, ist ein Rhythmus wichtig, denn nur so ist gewährleistet, dass die Schlafensdauer, die dem Alter und den individuellen Bedürfnissen nach erforderlich ist, auch erreicht wird. Viele Empfehlungen gehen dahin, dass das Kind nicht nur zu festen Zeiten einschläft, sondern ebenso aufwacht. Dazu wird es nach einer definierten und weitgehend gleichen Zeit wieder geweckt. Praktisch ist ein auf regelmäßigen Schlaf konditioniertes Kind vor allem auch für die Eltern. Doch was ist mit den eigentlichen kindlichen Bedürfnissen und dem Gespür für sich selbst? Geht das Training zu weit, dann können diese auf der Strecke bleiben.


So lernt Ihr Kind feste Schlafenszeiten

Damit Ihr Kind so schnell wie möglich einen gleichmäßigen Rhythmus erlernt, muss es für einige Zeit regelrecht „trainiert“ werden. Mit folgenden Regeln arbeiten Sie auf das gewünschte Ergebnis hin:

  • In Anlehnung an die für das Kind erforderlichen Schlafenszeiten werden Einschlaf- und auch Aufwachzeiten festgelegt.
  • Das Kind wird – am besten mit einem entsprechenden Ritual wie einer Gutenachtgeschichte oder einem Lied – zur bestimmten Zeit ins Bett gelegt.
  • Damit das Kind die Zeit auch möglichst gut akzeptiert, ist eine ruhige Phase vorm ins Bett gehen mit rechtzeitigem Abendessen wichtig.
  • Vor dem Schlaf am Abend sollte eine möglichst lange Wachphase liegen.
  • Zur Gewöhnung an den Rhythmus ist es gut, das Kind wach ins Bett zu legen. So lernt das Kind, allein einzuschlafen – was auch für Aufwachphasen in der Nacht wichtig ist.

Durchhalten ist hier entscheidend für den Erfolg. Je nach kindlichem Naturell kann es eine Weile dauern, bis das Kind auf den Schlaf-Wach-Rhythmus konditioniert ist. Bedenken Sie auch, dass sich das Schlafbedürfnis ändern kann. Wenn Ihr Kind älter wird, müssen Sie die Schlafenszeiten entsprechend anpassen.


Feste Schlafenszeiten? Gegen dressierte Kinder!

Gegner der festen Schlafenszeiten argumentieren anders. Für diese Eltern ist es wichtig, dass die Kinder lernen, für sich selbst und ihre Bedürfnisse Verantwortung zu übernehmen. Was nach Laissez-Faire-Methode klingt, ist auch eine, dennoch sollte es dabei Regeln geben. So gilt zum Beispiel, dass Kinder, die sich einmal zum Schlafengehen entschieden haben, auch im Bett bleiben und dass nach dem Zubettgehen nichts mehr gegessen wird. Und natürlich ist auch Zähneputzen Pflicht – egal um welche Uhrzeit. Die Erfahrung zeigt, dass auch bei dieser Methode die Kinder ausreichend Schlaf und die Eltern genügend Freiraum bekommen. Denn Kinder, die sich selbstbestimmt und nach ihren Bedürfnissen richten dürfen, nehmen diese auch wahr und handeln ihnen entsprechend – mit ausreichend Schlaf. Ein weiterer positiver Effekt dieser Variante: Es entfallen die Machtkämpfe, die selbst bei Kindern, die an feste Schlafenszeiten gewöhnt sind, nicht ausbleiben.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de