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14 März, 2017 - 11:05
 

Gemeinsame Mahlzeiten - Kinder am Essenstisch

Die gemeinsamen Mahlzeiten mit Kindern verlaufen oft nicht ganz so harmonisch, wie sich die Eltern das wünschen. Den Kleinen mangelt es an den nötigen Tischmanieren und am Sitzfleisch. Das richtige Verhalten am Essenstisch lernen Kinder vor allem durch Nachahmung und durch klare Regeln.

© Kzenon - Fotolia.com

Schimpfen, Verbieten, Bestrafen – wie in den meisten Fällen ist das auch bei den gemeinsamen Mahlzeiten der ungünstige Weg. Wer mit seinen Kindern zusammen harmonisch essen will, der muss in erster Linie das gewünschte Verhalten am Essenstisch vorleben. Wollen Sie nicht, dass Ihre Kinder das Messer ablecken, dürfen Sie es selbst nicht tun, das Gleiche gilt für aufgestützte Ellenbogen, Reden mit vollem Mund und alles andere, was Eltern bei Tisch an ihren Kindern stören kann. Damit Ihr Kind ein angenehmer Tischgenosse wird, sind allerdings noch weitere Punkte zu beachten.


Endlich kann ich es alleine

Mit etwa einem bis eineinhalb Jahren wollen Kinder unbedingt selbst essen. Sollen sie auch, denn je früher Kinder selbstständig essen können, desto früher werden auch die Mahlzeiten für die Eltern wieder entspannter. Wichtig dabei ist, dass Sie Ihr Kind nicht überfordern. Ein Zweijähriges kann einfach noch nicht essen, ohne ab und an mal zu kleckern und die Finger zu nehmen; die wenigsten Vierjährigen schaffen es, schon mit Messer und Gabel zu essen. Statten Sie Ihr Kind mit altersgerechtem Geschirr – möglichst aus unzerbrechlichem Material – aus, servieren Sie die Gerichte kindgerecht portioniert und lassen Sie es auch ein wenig experimentieren. „Hilf mir, es selbst zu tun“ gilt hier genauso wie auch bei anderen Lernprozessen.


Dass manches Verhalten nicht erwünscht ist, ist natürlich klar. Hinweise und auch Anleitungen, wie sich Kinder am Essenstisch verhalten sollen und was auf jeden Fall tabu ist, unterstützen das Kind und zeigen zusätzlich zum Vorleben der Eltern, wie das Essen am Tisch richtig geht. Dabei ist Konsequenz genauso wichtig, wie der Appell an das Verständnis der Kinder. Wenn ein Kind den Grund für eine bestimmte Regel kennt, wird es sie leichter befolgen.


Klassische Situationen beim Essen mit Kindern

Kinder müssen erst lernen, wie man sich beim Essen verhält und natürlich experimentieren sie auch hier mit Ihren Grenzen. In einigen typischen Situationen kann man konsequent und gleichzeitig gelassen reagieren und so dem Kind eine Richtung für das angemessene Verhalten geben:


Trödeln beim Essen
Drängeln hilft genau wie in anderen Situationen überhaupt nichts. Berücksichtigen Sie das individuelle Tempo Ihres Kindes beim Essen. Die Situation ist schwer zu meistern, vor allem dann, wenn Sie auch von Ihrem Kind erwarten, dass es sitzen bleibt, bis alle fertig gegessen haben. Größere Kinder können fertig essen, während der Rest der Familie schon aufsteht und der Tisch abgeräumt wird.


Vom Essenstisch aufstehen
Ermahnen Sie Ihr Kind ein bis zweimal, wenn es dann immer noch nicht sitzen bleibt, können Sie es vorwarnen, dass beim nächsten Aufstehen der Teller abgeräumt wird. Sie müssen dabei konsequent bleiben und das Kind darf dann auch nicht fünf Minuten später etwas zu essen bekommen.


Essen verweigern
Wenn Ihr Kind das Essen verweigert, weil es gerade keinen Hunger hat, dann lassen Sie es und geben Sie ihm später etwas. Geschieht die Weigerung aus Trotz, sollte es aber am Tisch sitzen bleiben, bis alle anderen fertig sind. Nachtisch gibt es dann allerdings nicht und auch keine „Ersatzmahlzeit“ fünf oder zehn Minuten später.


Extrawüste bei den Mahlzeiten
Wenn immer etwas auf dem Tisch steht, was dem Kind schmeckt, dann sind Extrawürste unnötig. Lassen Sie Ihr Kind aber selbst entscheiden, welche von den angebotenen Gerichten es essen möchte.


Um Kindern gute Essensmanieren beizubringen ist es auch wichtig, dass sie Respekt vor dem Essen und seinem Wert vermittelt bekommen. Damit, mit konsequenten und sinnvollen Regeln und dem Vormachen der Eltern wird jedes Kind im Laufe der Zeit ein angenehmer Tischgenosse mit guten Manieren werden.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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