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9 September, 2009 - 14:43
 

Grundsätzliche Worte zum Thema Erziehung

Erziehung ist keine Wissenschaft, zumindest nicht in erster Linie. Vor allem ist Erziehung ein zielgerichtetes praktisches Handwerk, das sich jeden Tag aufs Neue beweisen und  jeder Situation entsprechend aufs Neue angepasst werden muss.

© DoctorKan - Fotolia.com

Jeder macht Fehler bei der Erziehung, Perfektion gibt es nicht. In diesem Wissen sollte man selbstbewusst und ab und zu aus dem Bauch heraus entscheiden. Dabei sollte man sich aber immer an seinen Erziehungszielen orientieren.  Ebenso ist auch klar, daß kein Elternteil immer ausschließlich nur die Erziehung seiner Kinder in den Vordergrund stellen kann. Es gibt auch äußere Einflüsse, denen man sich nicht entziehen kann. Natürlich ist es gut und richtig, wenn man der kleinen Tina die Zeit lässt, sich selbst anzuziehen, wenn sie das schon kann. Aber wenn man vor der Frage steht, ihr zu helfen oder den Flieger in den Urlaub zu verpassen, dann darf man eben auch einmal eine Ausnahme machen.

 

Regeln in der Erziehung sind nicht absolut. Zum einen verändert sich die Erziehungswissenschaft ständig - zum Teil aufgrund von neuen Ergebnissen der Forschung, zum anderen aufgrund der Anforderungen unserer sich permanent verändernden Umwelt. Darüber hinaus verändert sich ein Kind ständig. Was für ein sechsjähriges Kind genau richtig war kann für ein neunjähriges Kind schon nicht mehr passend sein (Freiräume, Schlafenszeiten, Ausgehregeln, Taschengeld, Verbote, etc.).

 

Der Einfluss der Erziehung auf die Entwicklung der Kinder ist geringer als gedacht. Dies zeigen neuere Ergebnisse der Forschung (zum Beispiel an getrennt aufgezogenen Zwillingen). Dagegen haben sowohl vererbte Anlagen als auch die sogenannte "Peer Group" bei älteren Kindern(Freunde, Schulkameraden) deutlich mehr Einfluss auf die Entwicklung des Kindes als man früher annahm.

 

Egal, was man als Elternteil auch tut, spätestens mit 16 werden einem seine Kinder vorwerfen, dass man fast alles falsch gemacht hat. Oder war das bei Ihnen selbst anders?

 

Wenn man es also doch nicht perfekt machen kann, dann sollte man nach bestem Wissen erziehen und sich häufig auch auf sein eigenes Bauchgefühl verlassen. Lassen Sie sich nicht allzu sehr von Ihrer Umwelt verunsichern. Wichtig ist, daß Sie bei der Erziehung Ihre Erziehungsziele nicht aus dem Auge verlieren. Wenn Sie Ihrem Kind ein sicheres und liebevolles Zuhause schenken, in dem auf seine Bedürfnisse Rücksicht genommen und ihm im Rahmen verlässlicher Regeln Möglichkeiten zur Entwicklung gegeben werden, dann sind Sie schon sehr weit auf dem richtigen Weg.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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