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4 Januar, 2015 - 10:35
 

Gute Manieren – Grundlagen für Erfolg in Beruf und Leben

Höflichkeit ist Klugheit, das wusste schon Arthur Schopenhauer. Wer sich höflich verhält und gute Manieren zeigt, hat von Anfang an einen Vertrauensvorschuss und sammelt Sympathien. Je früher ein Kind die wichtigsten Höflichkeitsregeln lernt, umso leichter fällt es ihm später, diese auch umzusetzen.

© Leah-Anne Thompson - Fotolia.com

Die allgemeinen Höflichkeitsregeln im Umgang mit anderen Menschen sollten Kinder schon früh lernen. „Bitte“ und „Danke“ zu sagen gehört ebenso dazu, wie eine höfliche Begrüßung, die Bitte um Entschuldigung und angemessene Tischmanieren. Neben dem höflichen Verhalten, dass die Einhaltung von Benimmregeln beinhaltet, ist es ebenfalls wichtig, zuvorkommendes Verhalten zu lernen: Aufstehen für ältere Personen (zum Beispiel im Bus) oder etwas aufheben, das jemandem heruntergefallen ist. All diese Regeln und noch einige mehr sind Voraussetzung dafür, dass der Jugendliche oder Erwachsene später einen guten Eindruck macht – eine wichtige Voraussetzung für Erfolg im Beruf.


Der erste Eindruck

Wenn es um einen neuen Job geht, dann zählt der erste Eindruck – und es gibt in der Regel nur eine Chance. Der erste Eindruck entsteht im Zeitraum von 150 Millisekunden bis zu 90 Sekunden. Dann hat sich unser Gegenüber ein Bild von uns gemacht und entscheidet darüber, ob wir ihm sympathisch sind oder nicht. Das nächste Zeitfenster beträgt etwa 4 Minuten. In diesem Zeitraum wird die äußere Erscheinung und das Verhalten unter die Lupe genommen und interpretiert: Lächelt die Person, wirkt die Körpersprache authentisch und passt zum Gesichtsausdruck, entspricht die Kleidung dem Anlass, wie ist die äußere Gesamterscheinung usw. Sind diese vier Minuten verstrichen, dann steht der Eindruck fest.

Häufig hat man auch bei Bewerbungsgesprächen nach diesen paar Minuten entweder gewonnen oder verloren. Der erste Eindruck ist kaum reversibel. Oft bemerkt man im Gesprächsverlauf bereits, ob der Personalchef einen abgehakt hat. Die Fragen kommen halbherzig, das Interesse lässt deutlich nach und man wird mit einem „Wir melden uns bei ihnen“ verabschiedet.


Manieren lernen

Es ist unmöglich, all die Voraussetzungen, die einen sympathischen Eindruck machen, bewusst zu erfüllen. Höflich und zuvorkommend wirkt man dann, wenn diese Eigenschaften von Kindheit an trainiert und in Fleisch und Blut übergegangen sind. Das klappt nur, wenn das Kind in einem höflichen Umfeld aufwächst, in dem ein achtsamer und respektvoller Umgang miteinander praktiziert wird. Kinder lernen dann mühelos und fast von selbst, sich höflich zu benehmen. Kinder quasi zu dressieren und ihnen Manieren einzubläuen ist dazu keine Alternative. Die Höflichkeit wird dann niemals ehrlich, sondern immer aufgesetzt und gezwungen wirken.


Die Grundlagen guten Benehmens

Sei es nun beim Vorstellungsgespräch, beim Geschäftsessen oder bei Verhandlungen – gutes Benehmen öffnet Tür und Tor, denn das Gegenüber fühlt sich respektiert und geachtet. Die Bereitschaft zuzuhören und sich auf den anderen einzulassen ist ebenfalls stärker vorhanden, denn mit dem freundlich-zuvorkommenden Bewerber oder Geschäftspartner macht es Spaß, sich zu unterhalten. Damit es Ihrem Kind später leicht fällt, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen und einen guten Eindruck zu machen, sollte es von klein auf folgende Knigge-Regeln lernen:

  • „Bitte“, „Danke“, „Guten Tag“, „Entschuldigung“, „Auf Wiedersehen“ – all diese höflichen Floskeln gehören im Umgang mit anderen Menschen dazu und kommen umso besser an, je ehrlicher sie gemeint sind.
  • Wenn man jemand anderem die Hand gibt, so tut man das mit Respekt und sieht dem Gegenüber dabei in die Augen.
  • Im Gespräch lässt man den anderen ausreden und hört ihm aufmerksam zu.
  • Kraftausdrücke wie „Scheiße“ gehören nur dann langfristig zum Sprachgebrauch, wenn sie zuhause regelmäßig verwendet werden. Ansonsten verlieren Schimpfwörter für Kinder schnell ihren Reiz, wenn sie keine Reaktion provozieren.
  • Essen mit offenem Mund, Reden beim Essen, Schmatzen und Schlürfen am Essenstisch sollten tabu sein – tun sie das nicht, dann werden auch ihre Kinder sich nicht so verhalten.
  • Über diese Grundlagen hinaus bohrt man nicht in der Nase, hustet niemanden an, hält sich beim Gähnen die Hand vor den Mund, rülpst und furzt nicht.

Wenn all diese Regeln innerhalb der Familie gelebt werden, dann ist unhöfliches Verhalten des Kindes meist nur von kurzer Dauer. Vielleicht ist Nase bohren in der Schulclique gerade in oder Ihr Kind testet Ihre Reaktionen. Sorgen über das höfliche Verhalten in späteren Zeiten brauchen Sie sich dann kaum zu machen. Wenn ein Kind oder auch ein Erwachsener sich zu benehmen weiß, dann wird sich das in seiner Ausstrahlung spiegeln. Die Knigge-Regeln geben einen sicheren Rahmen für den Umgang mit anderen Menschen, in dem man sich lässig und trotzdem angemessen bewegen kann.

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de