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3 Januar, 2017 - 10:44
 

Kindererziehung mit Leichtigkeit und Spaß – ein Plädoyer für mehr Lockerheit und Vertrauen auf das Bauchgefühl im Umgang mit Kindern

Kindererziehung ist eine todernste Sache und mit viel Anstrengung und Mühen verbunden. Dieser Glaubenssatz hängt in vielen Köpfen und führt schnell zu einer Verbissenheit, die jeden Spaßfaktor in der Erziehung zunichtemacht. Dabei ist es gar nicht so schwer, unsere Kinder mit Leichtigkeit und Freude durchs Leben zu führen.

© drubig-photo - Fotolia.com

Lockerheit und auch mal Fünfe gerade sein lassen sind die Grundzutaten einer Kindererziehung, die (auch) Spaß macht. Eltern sollten außerdem auf ihre eigene Kompetenz vertrauen. Statt den Fokus auf Probleme und Konflikte zu richten sorgen heitere Gelassenheit in Erziehungsfragen dafür, dass es Kindern wie auch Eltern besser geht. Mit einem Erziehungsstil, der weniger auf Perfektionismus als auf Empathie und Humor gerichtet ist, werden gleichzeitig dem Kind ganz neue Werte vermittelt – nämlich dass das Leben schön ist und hauptsächlich Spaß machen soll.


Erziehung und Humor – Wie passt das denn zusammen?

Wer über sich selbst lachen kann, der erlaubt sich gleichzeitig auch, Fehler zu machen. Die passieren ohnehin, vor allem auch wenn es um die Erziehung geht. Nicht immer läuft gleich alles richtig, mitunter müssen verschiedene Wege ausprobiert werden, um dem Kind das Gewünschte zu vermitteln. Wenn ein Erziehungsversuch mal genau in die falsche Richtung ausschlägt, hilft die Fähigkeit, sich auch einmal selbst mit Humor zu betrachten dabei, den eigenen Irrtum nicht zu schwer zu nehmen. Und wenn die Eltern es leicht nehmen, dann wird das Kind dem folgen. Korrekturen sind in den meisten Fällen recht problemlos möglich, denn Kinder sind flexibel und deshalb stets bereit, die Richtung zu ändern.


Nicht schwieriger, sondern anders!

Viele Eltern haben heute das Gefühl, dass die Erziehung deutlich schwieriger geworden ist als es früher der Fall war. Dieser rein subjektive Eindruck rührt daher, dass sich unsere Werte und Leitlinien verändert haben. Erziehung ist anders als früher – da wir selbst jedoch häufig noch im „alten“ Stil erzogen worden sind, erscheint uns diese Veränderung als Schwierigkeit. Begreifen wir sie als Chance, dann profitiert nicht nur unser Kind davon. Auch wir selber als Eltern lernen dazu, verändern allmählich unser Denken und Handeln und gehen nach und nach mit mehr Leichtigkeit durchs Leben.


Das Bauchgefühl hat Recht!

Gerade Eltern, die sich viel mit Erziehungstheorie beschäftigen, um ja alles richtig zu machen, vergessen oft einen der wichtigsten Ratgeber in Erziehungsfragen: Das Bauchgefühl. Wer sich bei dem, was er seinem Kind vermittelt, unwohl fühlt, der sollte zumindest kurz innehalten. Was ist da los? Wo passen Erziehungsanspruch und eigenes Gefühl nicht zusammen? Wer sich ab und zu diese Fragen stellt wird zunehmend sicherer darin, angemessen und authentisch zu reagieren. Die Grenzen werden da gesetzt, wo es aus der persönlichen Situation heraus Sinn macht und nicht an Stellen, die theoretische Erziehungsratgeber vorschlagen. Dazu gehört auch, dass Eltern einmal ihre eigenen Bedürfnisse voran stellen, wenn es darum geht, eine Grenze zu setzen - oder eben auch nicht.


Kinder brauchen authentische Eltern

Eine der schlimmsten Situationen für Kinder ist, wenn innere und äußere Wahrheit nicht zusammenpassen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Eltern eigentlich schon längst außer sich vor Zorn sind, mit dem Kind aber immer noch übertrieben freundlich und beherrscht sprechen. Authentisch wäre, seinen eigenen Gefühlen Ausdruck zu verleihen – ohne natürlich wirklich alle Beherrschung fahren zu lassen. Kinder brauchen Ehrlichkeit und verkraften diese auch. Ebenso kommen sie mit klaren Anweisungen oft deutlich besser zurecht als wenn diese Anweisungen in höfliche Bitten verpackt sind, die quasi zum Widerspruch auffordern.

Wir wollen das Beste für unsere Kinder, vergessen dabei aber allzu leicht, dass Kindererziehung kein „Projekt“ ist, das erfolgsoptimiert durchgeführt werden muss. Es gibt in dem Sinne auch kein Scheitern, sondern immer wieder neue Ansätze, um unsere Kinder auf die Welt vorzubereiten und ihnen das Leben zu erklären. Das ist die elterliche Aufgabe, die sich für alle mit etwas mehr Leichtigkeit und einem geringeren Anspruch an Perfektion entspannter erfüllen lässt.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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