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12 Oktober, 2015 - 10:20
 

Ruhe bewahren – die besten Tipps, wenn Kinder einen zur Weißglut treiben

Wir lieben unsere Kinder heiß und innig – dennoch können sie uns mitunter in den Wahnsinn treiben oder in die Raserei. Damit das nicht passiert und wir den Kleinen mit unserem eigenen Wutausbruch keinen bleibenden Schrecken einjagen gilt es, Ruhe zu bewahren.

© Robert Kneschke - Fotolia.com

Jeder Mensch hat sein eigenes „Wutlevel“ und andere Situationen, die ihn aus der Fassung bringen. Ebenso hat jeder seine eigenen funktionierenden Strategien, um im Falle eines Falles nicht völlig die Fassung zu verlieren. Sind Sie noch auf der Suche nach einem Weg, Ihre Wut aufs Kind im Griff zu behalten, hilft vielleicht einer der folgenden Tipps.


Beugen Sie vor!

Gerade Kinder in der Trotzphase bringen Eltern zur Raserei. Sorgen Sie in dieser anstrengenden Zeit dafür, dass es möglichst wenig Reibungspunkte gibt und genießen Sie vor allem die Zeiten, in denen Ihr Kind gewohnt niedlich und zuckersüß ist, mit allen Sinnen.


Abstand halten und tief durchatmen

Die einfachsten Methoden sind oft die besten. Gehen Sie aus dem Zimmer, wenn Sie bemerken, dass Sie die Kontrolle verlieren und atmen Sie solange tief durch (am besten an der frischen Luft), bis Sie sich einigermaßen beruhigt haben.


Ab nach draußen

Können Sie Ihr Kind nicht allein lassen, packen Sie es in den Kinderwagen (aber bitte nicht zu grob!) und marschieren Sie mit ihm los. Laufen Sie so lange, bis Sie sich beide beruhigt haben.


Aus Wut wird Kraft

Wenn Sie stinksauer sind und Ihrem Kind am liebsten irgendwie weh tun möchten, dann setzen Sie die Energie, die Sie fühlen, in Arbeit um. Je nachdem, was zu Ihnen passt, können Sie Betten machen, Holz stapeln, die Spülmaschine ausräumen oder was es sonst noch an anstehenden Arbeiten gibt. Gibt’s nichts passendes, schnappen Sie sich ein altes (Telefon-) buch und reißen Sie ihm alle Seiten aus. Schimpfen und Fluchen ist dabei ausdrücklich erlaubt.


Rechtzeitig merken, wann das Maß voll ist

Wut baut sich langsam auf. Meist hat das Kind schon eine Weile vorher genervt, bevor man richtig sauer wird. Stoppen Sie Ihr Kind schon dann, wenn Sie Ihre eigenen Gefühle noch unter Kontrolle haben.


Entspannungstechniken gegen Wut

Mit ein wenig Übung können Sie die Wut in sich abbauen, indem Sie an etwas Schönes denken: Sobald Sie spüren, wie Zorn und Ärger unmäßig in Ihnen hochsteigen, denken Sie an Ihren letzten Urlaub oder eine andere schöne Situation und das so bildlich wie möglich. Fühlen Sie den Sand und die warmen Sonnenstrahlen, hören Sie das Meeresrauschen und riechen Sie den salzigen Geruch der Luft. Üben Sie dies erst einmal in ruhigen Momenten und greifen Sie dann auf dieses Bild zu, wann immer Sie es benötigen.


Reagieren, bevor die Hand ausrutscht

Schläge sind tabu - auf dem Stand sind heute die meisten Eltern. Umso schlimmer, wenn es doch passiert, dass Ihnen vor lauter Wut die Hand ausrutscht. Hier hilft es, das Kind sofort in den Arm zu nehmen oder ihm die Hände festzuhalten. Haben Sie die Hand bereits zum Schlag erhoben, versuchen Sie, die Richtung zu verändern und schlagen Sie auf die Tischplatte oder Ihren Oberschenkel.


Wenn´s doch passiert ist

Haben Sie Ihr Kind geschlagen oder waren Sie sehr grob zu ihm, dann ist eine Entschuldigung fällig und zwar so schnell wie möglich. Sie sollten sich allerdings nur für Ihr Verhalten, nicht aber für Ihre Gefühle entschuldigen. Wenn das Kind Sie geärgert hat, haben Sie ein Recht darauf, wütend zu sein, müssen das aber eben in einer angemessenen Form ausdrücken.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de