Skip to main content

Suche

10 August, 2017 - 09:59
 

Verkehrserziehung – je früher, desto besser

Kinder sind durch ihre geringe Größe im Straßenverkehr besonders gefährdet. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihrem Kind frühzeitig beibringen, wo die Gefahren lauern und wie es sich möglichst sicher im öffentlichen Verkehrsraum bewegt. Dabei sollten Sie jedoch nie vergessen, dass sich Kinder erst ab einem bestimmten Alter zuverlässig an die aufgestellten Regeln halten können.

© manu - Fotolia.com

Kinder werden im Straßenverkehr leicht übersehen, da sie sich unter dem natürlichen Blickfeld von Auto- und Motorradfahrern bewegen. Als Eltern können Sie dafür sorgen, dass Ihr Kind gut sichtbar ist: Reflektoren, auffällige Kleidung und Fahnen am Kinderfahrrad lenken die Aufmerksamkeit der übrigen Verkehrsteilnehmer auf Ihr Kind. Trotzdem muss es so früh wie möglich lernen, sich auf der Straße sicher zu bewegen.


Wann beginnt die Verkehrserziehung

Schon dann, wenn Ihr Kind im Kinderwagen sitzt, können Sie ihm durch Ihr eigenes Verhalten zeigen, was im Straßenverkehr angemessen ist. Kinder lernen durch das, was ihnen vorgelebt wird. Dazu gehört die Nutzung von Zebrastreifen genauso wie die Regel, nie über rote Ampeln zu gehen. Verhalten Sie sich vorbildlich nach den geltenden Verkehrs- und Sicherheitsregeln und zeigen Sie Ihrem Kind von Anfang an das richtige verkehrssichere Verhalten. Im Kindergarten wird die Verkehrserziehung später weiterbetrieben: Auch hier machen es die Erzieherinnen bei Ausflügen mit den Kindern vor, weitere erzieherische Maßnahmen finden zum Beispiel durch einen Vertreter der Verkehrspolizei statt.


So machen Sie Ihr Kind zum kompetenten Verkehrsteilnehmer

Verkehrserziehung muss Spaß machen! Außerdem müssen die Kinder eine Einsicht erlangen, warum bestimmte Regeln im Straßenverkehr beachtet werden müssen. Folgendes sollten Sie Ihrem Kind so früh wie möglich beibringen:

  • Auf dem Gehweg wird die Gartenzaunseite benutzt.
  • An Ampeln darf nur bei Grün über die Straße gegangen werden.
  • Wenn eine Ampel oder ein Zebrastreifen in Sicht sind, muss immer dort die Straße überquert werden, auch wenn das Kind ein Stück gehen muss.
  • Vor dem Überqueren einer Straße muss der Links-Rechts-Links-Blick angewandt werden.
  • Ihr Kind darf nie zwischen parkenden Autos oder anderen Hindernissen die Straße überqueren.
  • Vor dem Überqueren der Straße muss auch bei Ampeln und Zebrastreifen immer der Blickkontakt mit dem wartenden Autofahrer gesucht werden.
  • An Ein- und Ausfahrten herrschen besondere Gefahren durch plötzlich auftauchende Fahrzeuge.

Diese Regeln können bereits Kinder ab drei lernen, allerdings sollten Sie bedenken, dass kleine Kinder aufgrund Ihrer Entwicklung diese noch nicht absolut zuverlässig befolgen können.


So sehen Kinder den Verkehr:

  • Durch seine geringe Körpergröße hat ein Kind ein eingeschränktes Blickfeld und kann nur einen geringen Teil des Verkehrsgeschehens erfassen. Darüber hinaus hat es eine geringe Schrittlänge und kommt dementsprechend langsam voran.
  • Kinder können schwer einschätzen, aus welcher Richtung Geräusche kommen. Es kann pro Sekunde nur ein bis drei Verkehrsobjekte erfassen (bei Erwachsenen sind es doppelt so viele).
  • Kinder können Entfernung und Geschwindigkeit von Fahrzeugen nur ungenau einschätzen.
  • Kinder sind sich nicht darüber im Klaren, dass jedes Fahrzeug einen Bremsweg hat.
  • Ein Kind kann andere Verkehrsteilnehmer und deren Absichten nicht einschätzen und nicht beurteilen, ob und wie es von anderen gesehen und in seiner Absicht verstanden wird.
  • Prinzipiell sind Kinder sprunghaft, neugierig, ungeduldig und lassen sich leicht ablenken. Dies macht sie zu unberechenbaren Verkehrsteilnehmern.

Um ein Kind zu einem sicheren Verkehrsteilnehmer zu machen, hilft nur ständiges Üben. In der Regel sind Kinder frühestens im Grundschulalter soweit, dass sie sich alleine zu Fuß im Straßenverkehr bewegen können. Mit dem Fahrrad können Kinder etwa ab der dritten Klasse umgehen. Denn erst dann haben sie gelernt, sich auf mehr als eine Sache zu konzentrieren.

 


Zum Weiterlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrserziehung
http://www.kinderkompass.de/lernen/verkehrserziehung-kinder-strassenverkehr.html
 

Vaterfreuden auf Facebook   Vaterfreuden auf Twitter
Artikel bewerten
 

Autor

Redaktion Vaterfreuden.de