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31 Januar, 2016 - 11:13
 

Vorlesen und selber lesen – mehr als nur ein Zeitvertreib für die Kids

Regelmäßiges Vorlesen und Erzählen bereits im Kleinkindalter wirkt sich auf Kinder in vielerlei Hinsicht positiv aus. Spracherwerb, Lernfähigkeit und die eigene Lust am Lesen werden gefördert. Lesen ist als Schlüsselqualifikation unverzichtbar fürs Lernen und Leisten. Deshalb gilt: Je früher Eltern mit dem Vorlesen beginnen, umso besser.

© auremar - Fotolia.com

Vorlesen schafft Bindungen

Schon die Kleinsten profitieren davon, wenn Eltern Geschichten vorlesen oder einfach erzählen. Zwar ist der Inhalt noch gänzlich unwichtig, doch die Stimme sowie die geistige und körperliche Nähe schaffen eine enge Bindung. Wird älteren Kindern etwas vorgelesen, dann bestimmen diese das Tempo und den Rhythmus. Denn vor allem Kleinkinder brauchen oft Wiederholungen oder Kommentare, um Erzählinhalte zu erfassen. Gehen Sie als Elternteil auf die Bedürfnisse Ihres Kindes ein, lernt es, dass es wichtig ist und seine Empfindungen relevant sind. Immer positiv wirkt es sich auch aus, wenn die Geschichte über einen persönlichen Bezug mit dem Kind verbunden wird. Dies hilft ihm, sich in der Welt einzuordnen.


Lesen ist Lernen

Vorlesen oder auch das gemeinsame Betrachten von Bilderbüchern hat für Kinder einen hohen Lerneffekt. Nicht nur wird der Wortschatz wie von selbst vergrößert, auch Gesetzmäßigkeiten der deutschen Sprache oder Zusammenhänge über Bilder werden nebenbei vermittelt und verankern sich als erstes Wissen im kindlichen Gedächtnis. Nicht zuletzt wird durch den Austausch über Inhalte oder Bilder die Sprachentwicklung gefördert. Das Kind hat eine starke Motivation, sich mitzuteilen und wird dementsprechend selbst daran arbeiten, seine Ausdrucksfähigkeit zu vergrößern.


Selber blättern und Informationen filtern

Schon früh sollte das Kind selbst bestimmen dürfen, was ihm vorgelesen wird. Das betrifft Bücher mit bestimmten Themen ebenso wie die Lieblingsstelle innerhalb eines Buches. Das Kind lernt dabei, zu filtern, zum Beispiel nach seinen Interessensgebieten, und im Moment unwichtige Informationen auszublenden. Es übt dabei auch, sich nicht zu verzetteln, sondern zielgerichtet zu agieren. Diese Fähigkeit, gezielt Inhalte und Informationen anzusteuern, wird ihm später zugutekommen, sei es, wenn es ums Lernen geht oder um den Umgang mit den neuen Medien.


Lesen als Schlüsselqualifikation

Schlüsselqualifikationen sind Fähigkeiten, die die Grundvoraussetzung zum Handeln bilden. Lesen ist eine der wichtigsten, nicht nur wenn es ums Lernen geht, denn nur mit Lesekompetenz können Inhalte erfasst und ausgewertet werden. Frühes Vorlesen und möglichst frühes Selber lesen entwickelt diese so wichtige Fähigkeit. Dabei geht es sowohl um die Quantität - also um die Lesegeschwindigkeit - als auch um die Qualität. Je besser Inhalte erfasst werden, umso effektiver wird das Lesen und damit auch das Lernen. Hinsichtlich der Geschwindigkeit hilft vor allem reichlich Übung, deshalb sollten Sie Ihrem Kind interessante Bücher zur Verfügung stellen und es zum Lesen ermutigen. Die inhaltliche Erfassung wird geübt, indem das Kind Ihnen von den Inhalten erzählt. Das macht Spaß, lässt Sie am Leben Ihres Kindes und seinen Gedanken teilhaben und ist oft die ideale Überleitung zu wichtigen Alltagsthemen. Über das Gespräch lernt Ihr Kind gleich eine weitere wichtige Qualifikation, nämlich die Kommunikationsfähigkeit.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de