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29 Mai, 2017 - 22:25
 

Zuneigung und Geborgenheit – So spürt Ihr Kind Ihre Liebe

Für einen guten Start ins Leben und ein gesundes Aufwachsen brauchen Kinder vor allem eins: Liebe. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Eltern Zuneigung und Geborgenheit vermitteln können. Ein Kind, das sich geliebt fühlt, wächst selbstbewusst und sicher heran und entwickelt sich zu einem empathischen und mitfühlenden Menschen.

© UBER IMAGES - Fotolia.com

Alle Eltern lieben Ihre Kinder - und das von Anfang an. Doch wer selbst nicht erfahren hat, wie Liebe sich ausdrücken kann, hat möglicherweise Schwierigkeiten, dies zu zeigen. Dabei ist es ganz einfach, sich einem Kind zuzuwenden. Neben der Versorgung und Aufmerksamkeit, die bereits unsere Kleinsten einfordern, zeigen sich Zuneigung und Geborgenheit auch darin, das Kind in seinem Wesen anzunehmen und es als eigenständige Persönlichkeit zu akzeptieren.


Warum Liebe für Kinder so wichtig ist

Es ist noch gar nicht so lange her, da herrschte noch eine sogenannte behavioristische Auffassung, die davon ausging, dass die Konditionierung von Kindern mit einer Belohnung von Nahrung für angemessenes Verhalten der beste Weg zur Erziehung sei. Zuwendung wurde eher als schädlich angesehen. Heute weiß man längst, dass Zuwendung und das Gefühl von Geborgenheit ausschlaggebend für die gesunde Entwicklung von Kindern ist. Und das nicht nur in psychischer Hinsicht. Denn Vernachlässigung löst auch im Körper Stress aus, der durchaus mit der Wirkung von physischen Schmerzen vergleichbar ist.

Durch die beständige Liebe und Zuwendung der Eltern entwickeln Kinder das, was uns als Erwachsene noch stärkt: Das Urvertrauen, das Vertrauen darin, dass die Menschen und auch das Leben selbst wohlwollend und gut sind. Kinder, die mit diesem Vertrauen aufwachsen, haben ein wichtiges Fundament für ein stabiles Selbstwertgefühl. Fehlt das Vertrauen, dann sucht der Mensch sein Leben lang danach und das führt zu problematischen Beziehungen und kann Stimmungsschwankungen und Depressionen zur Folge haben.


So zeigen Sie Ihre Liebe und geben Geborgenheit

  • Für die Kleinsten ist viel Körperkontakt und ausreichend Nahrung eine der wichtigsten Voraussetzungen fürs Wachstum. Um Ihrem Kind von Anfang an Urvertrauen zu vermitteln, sollten Sie es nicht schreien lassen, es häufig in den Arm nehmen und ihm immer dann zu essen geben, wenn es Hunger hat. Lassen Sie Ihr Kind keinen Mangel spüren. So macht es seine ersten positiven Erfahrungen mit seiner Umwelt und den wichtigen Menschen darin – seinen Eltern.
  • Wird das Kind älter, entwickelt es nach und nach einen eigenen Willen. Dieser wächst mit den motorischen Fähigkeiten. Jetzt ist es wichtig, Ihrem Kind neben der andauernden Zuwendung und Versorgung auch Respekt zu zeigen, seine eigenen Wünsche und Entscheidungen zu respektieren. Das bedeutet nicht, dass Sie diese stets erfüllen müssen.
  • Im Klein- und Schulkindalter schließlich erfährt Ihr Kind Geborgenheit und Zuwendung zusätzlich dadurch, dass Sie als Eltern hinter ihm stehen und es unterstützen, wenn es einen Fehler gemacht hat und es stärken, wenn es eine Niederlage erlebt.
  • Auch ältere Kinder sollten die Möglichkeit haben, mit ihren Eltern zu kuscheln, wenn sie das Bedürfnis danach verspüren. Bei angenehmem Körperkontakt schüttet der Körper das Glückshormon Oxytocin aus. Das macht Kinder glücklich, beruhigt und stärkt darüber hinaus das Immunsystem.


Liebe ohne Grenzen?

Sein Kind zu lieben, heißt dabei nicht, ihm keine Grenzen zu setzen. Denn Kinder brauchen Zuwendung und Geborgenheit, aber auch einen stabilen Rahmen, in dem sie sich bewegen und entwickeln können. Kinder brauchen starke Eltern, auf die sie sich verlassen können. Und verlässliche Grenzen sind ein wichtiges Element dafür. Sie geben Ihrem Kind Sicherheit und helfen ihm dabei, die eigenen Bedürfnisse, aber auch die anderer klar wahrzunehmen. Grenzen bieten Schutz und zeigen den Handlungsspielraum auf, den ein Kind hat. Sie ermöglichen ihm eine Orientierung im Leben. Wichtig dabei ist, dass diese Grenzen dem Alter des Kindes angepasst sind und seine Schritte in die Selbständigkeit nicht bremsen, sondern liebevoll unterstützen.

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de