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4 Juni, 2017 - 22:06
 

Aus meinem Baby wird ein Kleinkind –und vieles wird anders

Meist sind es die Mütter, die mit Wehmut beobachten wie aus ihrem süßen und knuddeligen Baby ein Kleinkind wird, das erste eigene Wege geht und eigene Wünsche hat. Aber auch Väter müssen Abschiednehmen – und sich darauf vorbereiten, dass die Ansprüche des Kindes an sie als Elternteil größer werden.

© Halfpoint - Fotolia.com

Männer spielen in den ersten Lebensmonaten eines Kindes häufig nur die „zweite Geige“. Mütter übernehmen in den meisten Fällen den größten Teil der Sorge und Pflege rund ums Baby. Als Vater tragen wir das kleine Wesen herum, wenn es Bauchweh hat oder kitzeln es, um es zum Lachen zu bringen. Danach kümmern wir uns häufig um andere Dinge. Wird aus dem Baby ein Kleinkind, sind diese  vergleichsweise ruhigen Zeiten vorbei. Der Säugling lässt sich nicht einfach wieder an Mama zurückgeben, wenn Papa genug hat, sich überfordert fühlt oder zum Rasen mähen in den Garten will.


Alles neu – der nächste Lebensabschnitt beginnt

In den Monaten nach dem ersten Geburtstag macht ein Kleinkind noch einmal einige richtig große Sprünge. Es beginnt zu laufen und spricht die ersten Worte. Jetzt kann es eigene Wünsche nicht mehr nur mit lautem Geschrei oder nachhaltigem Gequengel anzeigen, sondern auch aktiv etwas zu deren Umsetzung beitragen. Das Kind wird gleichzeitig auch unabhängiger, will vieles selbst tun, zum Beispiel essen oder die Schuhe anziehen. Was in einigen Monaten eine richtige Erleichterung für die Eltern sein wird, ist anfangs eine Zusatzbelastung. Das Kind will zwar immer mehr alleine machen, braucht aber dennoch die Unterstützung der Großen.


Auf der anderen Seite bringt das Größerwerden natürlich auch echte Entlastungen mit sich. Irgendwann sind die Zeiten des ständigen Windelwechselns vorbei oder gehen ihrem Ende zu, das Kind wird eigenständiger und spielt auch für längere Zeit einmal zufrieden und ausdauernd alleine. Auch mit dem Schlafen und vor allem mit dem Durchschlafen geht es mit zunehmendem Alter immer besser, das Kind hat seinen festen und stabilen Schlafrhythmus. Das wiederum gibt den Eltern mehr Spielraum und Planungssicherheit – auch einmal für eigene Unternehmungen ohne Kind.


Ich will Papa!

Väter haben jetzt nicht selten mit einem brüllenden Zwerg zu tun, der partout nicht einsehen will, dass Papa gerade seine Zeitung lesen will. Einfach rausgehen – in die Werkstatt oder zum Rasen mähen – ist jetzt auch nicht mehr ohne weiteres drin. Insbesondere dann, wenn Ihr Kind eine große Vorliebe für Sie entwickelt und zum Papakind wird, sind Sie nun deutlich mehr gefordert als zur Säuglingszeit. Damals war Mama als liebende Ernährerin das Ein und Alles, heute ist Abenteuer und Action mit Papa viel wichtiger und interessanter. Gleichzeitig werden die Kleinen auch kritischer und sind nicht mehr so leicht zufriedenzustellen. Das Wörtchen „mehr“, zum Beispiel wenn es ums in die Luft-geworfen-werden geht, gehört für viele Kinder zu einem der ersten im Wortschatz. Neben den Anforderungen werden aber auch die Liebesbezeugungen deutlicher und intensiver. Ein Küsschen für Papa, kleine Geschenke wie ein am Wegesrand aufgesammelter Stein und feste Umarmungen werden jetzt häufiger und lassen so manchem Vater immer wieder das Herz aufgehen.


Ob sie nun der Babyzeit nachtrauern oder froh sind, dass sie vorbei ist – die Zeiten ändern sich für Ihr Kind ebenso wie für Sie! Und der Übergang vom Baby zum Kleinkind ist nur der erste Wechsel von vielen, den Sie noch mit Ihrem Kind erleben dürfen. Genießen Sie jeden Moment in jeder Altersphase Ihres Kindes, denn er kommt mit Sicherheit in dieser Form nicht wieder.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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