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2 Juni, 2017 - 21:57
 

Auswahl des idealen Kindergartens

Die Auswahl des passenden Kindergartens ist für die Eltern die erste große, das kommende Leben des eigenen Kindes prägende Entscheidung. Leider ist es gerade in Großstädten nicht einfach, im von den Eltern gewünschten Kindergarten auch wirklich rechtzeitig einen Platz zu bekommen.

© Monkey Business - Fotolia.com

Wichtig ist daher, dass Sie sich schon sehr frühzeitig umhören, wie die "Wartezeiten" in den Kindergärten in der Umgebung sind. Einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz haben Kinder nach § 24 SGB VIII ab Vollendung des dritten Lebensjahres. Wenn in dem von Ihnen ausgewählten Kindergarten noch Plätze frei sind, sind Kinder, die das dritte Lebensjahr vollendet haben, jüngeren Kindern vorzuziehen.

 

Kindergartenkonzepte

Einen Überblick über die unterschiedlichen Kindergartenkonzepte finden Sie auf vaterfreuden.de hier. Das Konzept, das der Kindergarten verfolgt, muss Sie überzeugen. Sie müssen sich mit dem Kindergarten identifizieren können, das Konzept muss aber auch zu Ihrem Kind passen: Ein Waldkindergarten, in dem die Kinder auch im Winter sehr viel draußen sind, passt nicht zu Ihrem Kind, wenn es sehr häufig an Erkältungskrankheiten leidet oder jede Erkältung auch gleich eine Mittelohrentzündung auslöst. 

Wenn Sie sich für Logopädie oder Ergotherapie für Ihr Kind entschieden haben, kann auch eine Integrationsgruppe ideal sein. Fragen Sie nach, in manchen Kindergärten werden diese von den Krankenkassen bezahlten Leistungen durch ausgebildete Fachkräfte erbracht. Sie ersparen sich damit zusätzliche Fahrten am Nachmittag und Ihr Kind fühlt sich in der kleineren Integrationsgruppe mit Sicherheit gut aufgehoben.

 

Entfernung / Bring- und Holzeiten

Natürlich ist es sehr bequem, wenn Sie Ihr Kind zu Fuß in den Kindergarten bringen können, oder wenn der Kindergarten direkt neben der Schule gelegen ist, in den Sie Ihr großes Kind morgens ohnehin bringen.

Die Entfernung zum Kindergarten spielt aber nicht die primäre Rolle. Viel wichtiger sind die Zeiten, zu denen die Kinder gebracht und wieder abgeholt werden können. Fragen Sie nach, wann die ersten Kinder kommen und wann die letzten Kinder abgeholt werden. Ihr Kind sollte nicht das erste sein, das morgens alleine im Kindergarten spielt, und auch nicht das letzte, das mutterseelenallein darauf wartet, endlich abgeholt zu werden. Bring- und Holzeiten sind in allen Kindergärten sehr unterschiedlich geregelt. Die Zeiten müssen einerseits zum Kind selbst passen - manche Kinder schlafen morgens am liebsten bis um 8.00 Uhr und sind den ganzen Vormittag unausstehlich, wenn Sie um 7.15 Uhr aufstehen müssen, andere Kinder wecken die Eltern jeden Morgen um 5.30 Uhr und sind topfit -. Andererseits müssen Bring- und Holzeiten natürlich auch zu Ihren Arbeitszeiten passen, wenn Sie beide berufstätig sind.

 

Erzieher/innen

Nutzen Sie den Tag der offenen Tür, den alle Kindergärten etwa im März eines jeden Jahres zur Anmeldung für das neue Kindergartenjahr im September haben.

Unterhalten Sie sich ausgiebig mit den Erzieherinnen und beobachten Sie, wie sie mit den Kindern umgehen. Reagieren die Erzieher/innen ungeduldig, wenn ein Kind eine Frage stellt, oder gehen sie in die Knie, um auf Augenhöhe mit dem Kind zu sein? Ein warmer, offener Umgang mit den Kindern zeichnet gute Erzieher/innen aus. Sie nehmen die Probleme der Kinder ernst und versuchen gemeinsam mit dem Kind eine Lösung zu finden. Dort ist Ihr Kind gut aufgehoben und es wird sehr schnell Anschluss zu den anderen Kindern und vor allem Vertrauen zu seinen Erzieher/innen finden.


Ihre eigene Einstellung zum Kindergarten

Von besonderer Bedeutung für die Auswahl des richtigen Kindergartens ist aber, ob sich beide Elternteile mit dem Kindergarten und der Situation, dass Ihr Kind schon bald ganz alleine den ganzen Vormittag (oder noch länger) im Kindergarten verbringen wird, identifizieren können. Kinder merken den kleinsten Vorbehalt, den die Eltern gegen den Kindergarten, gegen eine einzelne Erzieherin oder das Konzept haben, sofort.

Wenn Sie als Eltern sich nicht ganz sicher sind, dass der ausgewählte Kindergarten genau der richtige ist, werden die Tränen beim morgendlichen Abschied von den Eltern viele Tage und Wochen dauern.

Sind Sie dagegen davon überzeugt, dass genau dieser Kindergarten das Richtige für Ihr Kind ist, spürt Ihr Kind Ihre Überzeugung und merkt ganz genau, dass es an diesem Platz sicher ist und wird sich nach einer kurzen Eingewöhnungszeit schnell wohl fühlen. Die Abschiedstränen sind dann in ein paar Tagen der Freude auf die neugewonnenen Spielkameraden gewichen.

 
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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