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11 August, 2017 - 10:56
 

Das erste Date – Wenn Kinder sich zum Spielen verabreden

Die ersten Kinderfreundschaften entstehen auf dem Spielplatz oder im Kindergarten. Irgendwann kommt dann der Wunsch nach dem „ersten Date“, einer Spielverabredung bei einem der Kinder zuhause. Der Besuch von Freunden ist ein neuer Schritt in der Entwicklung eines Kindes und alle Beteiligten sollten sich hier langsam vortasten.

© WavebreakmediaMicro - Fotolia.com

Die allererste Verabredung Ihres Kindes mit einem Freund oder einer Freundin aus dem Kindergarten ist ein Schritt hin zu einer neuen Selbständigkeit. Übertreiben sollte man es damit allerdings nicht. Je nach Mentalität und Alter des Kindes kann es sinnvoll sein, wenn Mama oder Papa bei diesem ersten Besuch außer Haus mit dabei sind.


Hausbesuch mit Eltern

Die ersten Spielverabredungen sind ein Zeichen der Abnabelung von den Eltern. Dennoch ist zumindest bei den ersten Besuchen in der Regel noch ein Elternteil mit dabei. Mit Mama oder Papa im Hintergrund fasst das Kind schnell Mut und macht sich meist mit dem Spielgefährten auf ins Kinderzimmer. Wer wen als erstes besucht, sollten Sie den Kindern überlassen. Schüchterne und zurückhaltende Kinder lassen sich meist lieber erst einmal selbst besuchen, bevor sie sich in neues Terrain wagen. Können sich die Kinder nicht einigen, dann wird es Zeit einzuschreiten und gemeinsam eine Lösung zu finden. Für den allerersten Besuch sollte eine Zeit gewählt werden, zu der beide Kinder fit sind. Meist ist die Zeit nach dem Mittagsschlaf oder am Vormittag günstig.

Während des Besuchs selbst sollten sich Eltern soweit wie möglich zurückhalten. Schließlich sind die Kinder miteinander verabredet. Mit etwas Glück können sich auch die Elternteile riechen und einen netten Nachmittag bei Kaffee und Gesprächen verbringen, während die Kleinen miteinander spielen. Der erste Besuch sollte, vor allem bei jüngeren Kindern, nicht allzu lange dauern. Zwei Stunden genügen vollauf. Sie sollten gehen, bevor die Kinder quengelig und überreizt werden. Hilfreich ist es von Anfang an, klare Absprachen zu treffen und auf einen zügigen Abschied zu bestehen. Ansonsten wird Ihr Kind jedes Mal versuchen, die Besuchszeit durch Betteln zu verlängern.


Das erste Mal allein

Kommt der Zeitpunkt, an dem die Anwesenheit der Eltern nicht mehr gebraucht wird oder sogar nicht erwünscht ist, braucht es auch neue Absprachen. Mit den Eltern des Besuchskindes sollte eine klare Verabredung über das Ende des Besuchs getroffen werden, weiterhin sollten alle Elternteile telefonisch erreichbar sein. Bei kleineren Kindern gilt auch hier: Ein Besuch von zwei Stunden ist vollauf ausreichend. Länger können sich Kleinkinder in der Regel ohnehin nicht konzentrieren und brauchen dann meist Zuwendung durch einen Erwachsenen – am besten durch den Elternteil. Nach dem Besuch empfiehlt sich ein kurzes Gespräch mit den Gasteltern. Wie hat sich das Besuchskind benommen? Machte es einen entspannten und glücklichen Eindruck? Diese und andere Fragen sollten Sie klären.


Darf ich übernachten?

Etwa ab einem Alter von sechs Jahren, manchmal sogar noch früher, wollen die Kleinen mehr. Die erste Übernachtung steht an. Meist wird Ihr Kind die Gasteltern bereits kennen, bevor es sich dies zutraut. Sprechen Sie auch hier mit den Eltern und informieren Sie diese über die Besonderheiten Ihres Kindes. Muss es nachts an den Gang auf die Toilette erinnert werden oder braucht ein ganz spezielles Einschlafritual, dann teilen Sie das unbedingt mit. Gerade für den Übernachtungsbesuch gilt: Bleiben Sie erreichbar und machen Sie sich darauf gefasst, dass Sie eventuell mitten in der Nacht Ihr Kind abholen müssen.

Wann der richtige Zeitpunkt für die erste Übernachtung gekommen ist und welche Punkte Sie beachten müssen, lesen Sie im Artikel „Übernachtungsgäste“ bei vaterfreuden.de.

Wenn Kinder eine Übernachtung planen, sollten alle Erwachsenen damit einverstanden sein, dies gilt vor allem für die Gasteltern. Sie selbst sollten gründlich überlegen, ob Sie den Eltern die Betreuung Ihres Kindes zutrauen und sich mit der Situation wohlfühlen. Sollten Zweifel bestehen, ob Ihr Kind gut aufgehoben ist, dann verlegen Sie den Übernachtungsbesuch einfach zu sich nach Hause.

Ganz gleich, wo die Spielverabredung oder der Übernachtungsbesuch stattfindet, gibt es bestimmte Regeln. So sollten die Gastkinder auf etwaige Gefahren im Haus hingewiesen werden. Auch klare Verhaltensregeln dürfen und sollen von Anfang an aufgestellt werden. So lernt das Kind gleich, dass man sich als Gast nach den herrschenden Regeln richtet. Die Regularien sollten Sie allerdings so knapp wie möglich formulieren, denn gerade kleine Kinder können sich noch nicht allzu viel merken.

Wichtig ist jedoch auch, dass diese neuen Erfahrungen für Ihr Kind wenn irgend möglich positiv sein sollten. Tragen Sie Ihren Teil dazu bei – indem Sie dafür Sorge tragen, dass sich Ihr Übernachtungsgast willkommen fühlt, darüber hinaus zum Beispiel ein Wunschessen der Kinder auftischen und etwas länger vorlesen, als Sie das normalerweise tun würden. Ihr Kind wird es zu schätzen wissen.

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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