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19 Februar, 2017 - 13:47
 

Das Laufrad - optimale Vorbereitung fürs Radfahren

Laufräder sind die idealen Gefährte, um Kinder aufs Fahrradfahren vorzubereiten. Sie vermitteln ganz von selbst und im Tempo des Kindes die Fähigkeit, das Gleichgewicht auf zwei Rädern zu halten. Der Übergang aufs richtige Fahrrad ist anschließend nur noch ein Klacks.

© otisthewolf - Fotolia.com

Kinder, die Dreirad und Laufrad gefahren sind, setzen sich in der Regel irgendwann aufs Rad und beherrschen die Technik von Anfang an fast mühelos. Sie lernen mit dem Dreirad das Lenken und Treten, mit dem Laufrad den sicheren Umgang mit zwei Rädern. Alles Wichtige, was Sie über Laufräder wissen müssen, erklärt vaterfreuden im folgenden Artikel.

 

Ab wann können Kinder Laufrad fahren?

Als Einstiegsalter für das Laufrad sind in der Regel zwei Jahre angegeben. Ob Ihr Kind in diesem Alter schon so weit ist, den Umgang mit diesem Gefährt zu erlernen, lässt sich ganz einfach feststellen: Entweder es nutzt das Laufrad sofort oder es bleibt noch für eine Weile im Kinderzimmer oder in der Garage stehen. Bieten Sie Ihrem Kind das Laufrad immer wieder an – wenn es soweit ist, wird es sich damit befassen. Für viele Kinder beginnt die Laufradphase mit zweieinhalb bis drei Jahren, gerade das richtige Alter also, um vor dem Radfahren kräftig den Gleichgewichtssinn zu trainieren.

 

Achtung, Vorsicht – Gefahren beim Laufrad fahren

Einerseits können Kinder ein Laufrad gut kontrollieren, da sie immer entscheiden können, ob sie die Füße mit einsetzen oder nicht. Andererseits haben die meisten Laufräder keine Bremsen, das heißt auf abschüssigem Gelände kann das Tempo des Laufrades leicht so schnell werden, dass das Kind nicht mehr stoppen kann. Deshalb sollten Laufräder am besten nur auf ebenem Gelände genutzt werden. Laufräder gehören nicht in den Straßenverkehr. Kleinkinder sind schnell überfordert, wenn sie in hoher Geschwindigkeit unterwegs sind und zusätzlich noch auf andere Verkehrsteilnehmer achten müssen. Selbst die Nutzung in der Fußgängerzone oder auf Gehwegen (wie man es häufig beobachten kann), ist schon grenzwertig. Dort sollte das Rad lieber geschoben werden. Beim Laufrad fahren sollten Kinder immer einen Helm tragen, denn die Geschwindigkeiten können beachtlich hoch werden.

 

Augen auf beim Laufradkauf

Wenn Sie für Ihr Kind ein Laufrad kaufen wollen, sollten Sicherheit und Qualität an erster Stelle stehen. Folgende Punkte sollten Sie besonders beachten, Ihr Kind sollte dafür am besten beim Kauf des Laufrades mit dabei sein:

  • Der Einstieg sollte möglichst niedrig sein.
  • Das Laufrad sollte höhenverstellbar sein, kleine Kinder wachsen schnell
  • Besitzt das Laufrad einen Ständer, können schon kleine Kinder das sichere Abstellen lernen.
  • Für eine gute Federung ist eine Luftbereifung zu empfehlen.
  • Der Lenker muss im Einschlagwinkel begrenzt sein, damit der Lenker nicht überdreht und das Kind über ihn hinausfliegen kann.
  • Die Lenkergriffe müssen mit einem Gummischutz versehen sein, um Verletzungen zu verhindern.
  • Das Gewicht des Laufrades sollte vier Kilogramm nicht überschreiten.
  • Hat das Laufrad eine Bremse, sollte diese gut anschlagen, aber nicht zu hart blockieren.
  • Achten Sie auf Sicherheits- und Prüfsiegel. Das Laufrad sollte das GS-Zeichen und ein Prüfsiegel, zum Beispiel vom TÜV vorweisen.

 

Holz oder Metall – das richtige Material fürs Laufrad

Ob Sie ein Laufrad aus Metall oder aus Holz wählen, ist zum einen Geschmackssache und zum anderen von den Unterstellmöglichkeiten abhängig. Laufräder aus Holz sind optisch meist sehr ansprechend, können aber schlecht im Freien aufbewahrt werden. Die sorgfältige und stabile Verarbeitung der Holzbauteile ist besonders wichtig. Laufräder aus Metall sind im Allgemeinen etwas robuster und unempfindlicher gegen Feuchtigkeit, häufig aber auch schwerer.

 

So lernt Ihr Kind das Laufrad fahren

Wenn Kinder sicher laufen und gut stehen können, sind sie im Grunde genommen alt genug, um sich auf ein Laufrad zu setzen. Ganz entscheidend ist ebenso die Schrittlänge, das heißt, die Beine des Kindes müssen lang genug sein, um stabil auf dem Sattel zu sitzen und den nötigen Vorschub zu geben. Dies klappt erst dann richtig gut, wenn die Beine dabei leicht angewinkelt sind und das Kind sich dadurch gut vom Boden abstoßen kann.

Wenn Sie Ihrem Kind das erste Mal das Laufrad in die Hand drücken, wird eventuell folgendes passieren: Es beginnt das Laufrad zu schieben. Jetzt sind Sie irritiert, oder? Ein Laufrad ist doch zum Fahren da! Das weiß Ihr Kind aber nicht, sondern es entdeckt in seinem Tempo und gemäß seiner Fähigkeiten die Möglichkeiten, die ihm das neue Spielzeug bietet. Sie können ihm natürlich gerne zeigen, wie es „richtig“ geht und es aufs Laufrad setzen, vielleicht rennt es ja sofort los. Vielleicht steigt es aber auch wieder ab und beharrt darauf, erst einmal zu schieben. Optimalerweise halten Sie sich heraus und lassen Ihr Kind selbst den Moment bestimmen, an dem es sich zum ersten Mal aufs Laufrad schwingt – beschleunigen können Sie diese Entwicklung ohnehin nicht. Wohl aber verlangsamen, indem Sie Ihr Kind drängen. Wann es sich letztendlich auf das Laufrad setzt und losfährt, entscheidet es selbst. Das kann Minuten oder Wochen dauern, also üben Sie sich gegebenenfalls in Geduld.

Das Laufrad lernen ist eine hervorragende Gleichgewichtsübung für Ihr Kind und eventuell auch ein ausgezeichnetes Lehrstück für uns Eltern. Sie können gerade an diesem Beispiel wunderbar erkennen, wie sich Ihr Kind an eine neue Fähigkeit herantastet. Je mehr Sie den Dingen in dieser Hinsicht ihren Gang lassen, umso mehr tun Sie für das Selbstbewusstsein Ihres Kindes, das sich irgendwann das Laufrad fahren selbstständig erarbeitet hat.

 

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