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28 Juni, 2016 - 22:21
 

Das mitwachsende Kinderzimmer

Die Suche nach der richtigen Einrichtung für das Kinderzimmer beginnt in der Regel bereits, wenn das Baby noch geborgen im Bauch der Mutter liegt. Bei der werdenden Mama setzt früher oder später ein gewisser „Nestbautrieb“ ein und auch als zukünftiger Papa will man irgendwann einfach optimal auf die Ankunft des neuen Erdenbürgers vorbereitet sein. Ein Rundgang durch ein großes Möbelhaus, der Besuch im Babyfachmarkt oder der Blick in einen Online-Möbel-Shop offenbart jedoch schnell, dass es ein gewaltiges Angebot in diversen Designs und vielen Preiskategorien gibt. Es lohnt sich, bei der Auswahl der Möbel für das Baby- bzw. Kinderzimmer nicht nur auf die Optik zu achten, sondern auch auf die Nutzungsdauer. Viele Kindermöbel sind heuzutage nämlich multifunktionell. Sie lassen sich flexibel anpassen und wachsen so mit dem Kind mit.

© Betten.de

Babys wachsen und entwickeln sich zwar verglichen mit den Nachkommen anderer Säugetiere verhältnismäßig langsam, aber gemessen an unserer Wahrnehmung doch recht zügig. Mit zunehmender Mobilität und Selbstständigkeit sowie dem Trockenwerden verändern sich die Ansprüche, die das mittlerweile zum Kleinkind herangewachsene Kind an seine Umgebung und damit auch an sein altersgerechtes Kinderzimmer stellt. Damit nicht alle paar Jahre neue Möbel angeschafft werden müssen, empfiehlt es sich, angebotene Produkte genau zu vergleichen und darauf zu achten, dass sich die gewählten Möbel auf mehr als eine Weise nutzen lassen.


Die richtige Schlafstätte: Wiegen, Babybetten und Co.

Ein Schlafplatz ist in jedem Baby- oder Kinderzimmer elementarer Bestandteil. Für den Säugling steht dazu eine große Bandbreite an verschiedenen Bettenarten zur Wahl, die von der klassischen Holzwiege über fahrbare Stubenwagen und Beistellbetten für das elterliche Bett bis hin zum Gitterbettchen reicht. Während Babys den oft in der Liegefläche eher klein dimensionierten Wiegen und Stubenwagen schnell entwachsen, ist das Gitterbett ein Möbelstück, welches die Kinder deutlich länger begleiten kann. Nicht verwunderlich also, dass auch heute noch in jedem Babyzimmer ein klassisches Bett mit Gittern an den Längsseiten zu finden ist.

Die Standardgröße von Gitterbetten liegt bei 70 x 140 cm (Breite x Länge). Einige Hersteller bieten davon abweichend auch Modelle in 60 x 120 cm an.

Zu den Merkmalen des mit Gittern ausgestatteten Kinderbettes gehört in der Regel die Möglichkeit, die Liegefläche in der Höhe zu verstellen. Beim Neugeborenen bzw. noch immobilen Säugling setzt man die Liegefläche so weit wie möglich oben ein. Dies hat den Vorteil, dass man sich als Mama oder Papa nicht tief ins Bett hineinbücken muss und so sein Kind rückenschonend aus dem Bett herausholen bzw. ins Bett hineinlegen kann. Mit zunehmender Mobilität des Kindes senkt man die Liegefläche stufenweise ab, bis sie sich schließlich ganz unten befindet. Das Kleinkind ist so bei seinem Aufenthalt im Bett seitlich durch die Gitter bestens geschützt. Ein Überklettern ist in der Regel nicht möglich. Wer seinem Sproß mehr Freiraum und Autonomie lassen möchte, kann bei den meisten Gitterbetten auf einer Seite zwei Stäbe entfernen. Diese so genannten Schlupfsprossen sind nicht fest im Rahmen des Gitters fixiert und können werkzeuglos rausgenommen werden. Auf diese Weise entsteht in der Mitte des Gitters eine Öffnung, durch die das Kind einfach herausschlüpfen, aber nicht herausfallen, kann.

Irgendwann wird das heranwachsende Kind nicht mehr durch die Schlupfsprossen passen oder es wird keine Lust mehr auf ein Bett mit Gittern haben. Hat man sich bei der Auswahl des Gitterbettes für ein umbaubares Modell entschieden, ist man an dieser Stelle im Vorteil: Mithilfe von Umbauseiten oder durch andere konstruktionstechnische Maßnahmen lassen sich mitwachsende Gitterbetten zu so genannten Juniorbetten umbauen. Je nach Modell sieht das Juniorbett aus wie ein Normalbett im Miniaturformat oder wie ein gemütliches Kojenbett, welches an drei Seiten geschlossen ist. Da sich die Liegefläche des Bettes durch den Umbau nicht vergrößert, eignet sich das Juniorbett nicht für eine dauerhafte Weiternutzung. In der Regel entwachsen die meisten Kinder dieser Übergangslösung im Alter von fünf oder sechs Jahren.

Einige Gitterbetten können außerdem als Sitzgelegenheiten in Form eines kleinen Kindersofas oder Bänkchens weiterverwendet werden.


Die Wickelgelegenheit: Kommode und Tisch

Für eine optimale Organisation der Abläufe mit einem Baby im Haus, ist die Einrichtung eines festen Wickelplatzes im Kinderzimmer eigentlich unumgänglich. Dazu stehen Wickeltische oder Wickelkommoden zur Verfügung. Da der Zeitraum des Wickelns sehr begrenzt ist, weil die meisten Kleinkinder mit ca. drei Jahren trocken sind, sollte man hier beim Kauf darauf achten, dass sich das Möbelstück auch über diese Zeit hinaus nutzen lässt. Die meisten Wickelkommoden sind bereits so konzipiert. Es handelt sich dabei in der Regel um herkömmliche Kasten-Schrankmöbel mit Schubladen und/oder Türen, die zusätzlich mit einem abnehmbaren Wickelaufsatz oder Wickelansatz versehen sind. Wenn die Wickelzeit ihr Ende gefunden hat, entfernt man einfach Auf- oder Ansatz und kann die Kommode regulär zur Unterbringung von Kleidung oder Spielsachen weiterverwenden.


Weitere Möbelstücke

Ergänzend zum Gitterbett und zur Wickelkommode gibt es im Rahmen von Komplett-Kinderzimmer-Programmen alle notwenigen weiteren Möbelstücke. Mit einem optisch abgestimmten Kleiderschrank sowie zusätzlichen Kommoden und Regalen lässt sich der Raum dann bedarfsorientiert einrichten. Ab dem Schulalter gehört natürlich auch ein Schreibtisch ins Kinderzimmer. Auch bei der Auswahl dieses Möbelstücks lohnt es sich, sich Zeit zu nehmen und Angebote zu vergleichen. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die Ergonomie gelegt werden. Perfekt eignen sich Schreibtische, die sich in der Höhe verstellen lassen und so auch mit dem Kind mitwachsen. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass das Kind auch im Teenageralter keine Rückenschmerzen an seinem Schreibtisch bekommt, ohne dass ein neuer Arbeitsplatz angeschafft werden muss.


Faktor Sicherheit

Dass bei der Auswahl von Möbeln zur Einrichtung des Kinderzimmers die Sicherheit immer im Vordergrund steht, sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Kindermöbel müssen in erster Linie stabil sein und einiges aushalten können. Selbstverständlich sollten keine Klemmstellen oder scharfen Ecken und Kanten vorhanden sein. TÜV-geprüfte Kindermöbel oder Möbel für Kinder mit dem GS-Siegel erfüllen diese und weitere Voraussetzungen. Daneben gibt es noch einige andere Normen und Zeichen, die wichtigen Aufschluss über die Qualität und Beschaffenheit von Kindermöbeln geben.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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