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23 März, 2017 - 10:52
 

Der Mittagsschlaf – Erholungspause für Eltern und Kind

Manche Kinder machen noch Mittagsschlaf, wenn sie zur Schule gehen, andere verweigern schon mit zweieinhalb die mittägliche Pause, die Eltern so oft herbeisehen. Erziehungsexperten sind der Meinung, dass ein Mittagsschlaf für Kleinkinder extrem wichtig ist. Nur, was tun, wenn die Kleinen nicht mitspielen?

© Eva Vargyasi - Fotolia.com

Schlafpausen für Kleinkinder über den Tag verteilt sind wichtig. Die Kinder verarbeiten in dieser Zeit die vielen Eindrücke, die auf sie einströmen. Gelerntes wird im Schlaf vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis verlagert. Das Wachstumshormon Somatropin wird vor allem im Schlaf ausgeschüttet und sorgt dafür, dass unsere Kleinen wachsen und gedeihen. Dennoch gibt es Kinder, die den Mittagsschlaf schon recht früh verweigern. Da kann man wenig machen – dennoch sollten auch diese Kinder in der Mittagszeit eine Pause einlegen, um den Rest des Tages fit und gut gelaunt durchzustehen.


Wie lange braucht mein Kind einen Mittagsschlaf?

Diese Frage kann Ihnen nur eine Person beantworten, nämlich Ihr Kind selbst. Wie lange Kinder mittags schlafen, ist ganz individuell verschieden und lässt sich nicht erzwingen. Allerdings sollten Sie vor allem bei kleineren Kindern genau hinsehen: Warum schläft das Kind mittags nicht mehr? Ist das Zimmer zu hell, ist es von den Erlebnissen am Vormittag so aufgedreht, dass es nicht zur Ruhe kommt oder mag es den Ort nicht, an dem es schlafen soll (zum Beispiel den Ruheraum im Kindergarten)? Wenn Ihr Kind im Grunde so wirkt, als müsste und wollte es schlafen und kann aber nicht, dann ist es an Ihnen, die Rahmenbedingungen für den gelungenen Mittagsschlaf zu schaffen und Ihrem Kind zur Ruhepause zu verhelfen.


Wenn der Mittagsschlaf verweigert wird

Besonders wenn Ihr Kind noch klein ist, wird Ihnen diese Situation bekannt vorkommen: Es kann kaum mehr die Augen offen halten, ist ganz offensichtlich völlig übermüdet, wehrt sich aber dennoch heftig gegen den so nötigen Mittagsschlaf. Dies kann daran liegen, dass Ihr Kind überreizt ist, vielleicht geben Sie ihm aber auch nicht genug Rhythmus im Tagesablauf vor, so dass der Mittagsschlaf für Ihr Kind völlig überraschend kommt. Im ersten Fall sollten Sie den Mittagsschlaf mit einer ruhigen Phase einleiten. Sie können zum Beispiel eine Geschichte vorlesen, zusammen ein Bilderbuch ansehen oder Ihrem Kind etwas vorsingen (Kleinkinder lieben meistens den väterlichen Tenor, keine Sorge). Anschließend sollte Ihr Kind entspannt und gut vorbereitet in den Mittagsschlaf abgleiten können. Übrigens fällt es manchen Kindern auch schwer, direkt nach dem Essen zu schlafen. Macht Ihr Kind auf Sie diesen Eindruck, können Sie versuchen, den Mittagsschlaf nach vorne und die Essenszeit nach hinten zu legen.


Mittagsruhe statt Mittagsschlaf

Auch wenn Ihr Kind mittags nicht mehr schlafen will, so kann es doch eine Ruhepause gebrauchen. Im Kindergarten hat es die meist ohnehin, da dort mittags generell geschlafen oder zumindest bei einer Geschichtenrunde geruht wird. Zuhause sollten Sie Ihrem Kind diese Pause ebenfalls ermöglichen. Lesen Sie ihm eine Geschichte vor, ältere Kinder können sich ein Hörspiel anhören oder selbst lesen. Bei manchen Kindern hilft es auch, wenn Sie sich selbst ein wenig mit dazulegen – eine Mittagspause schadet Ihnen sicherlich auch nicht.


Mittags müde – abends fit

Je nach Kind, meist im Alter zwischen drei und vier Jahren, macht der Mittagsschlaf irgendwann Probleme. Zwar schläft Ihr Kind wie gewohnt zur Mittagszeit ein, dafür ist es aber abends topfit und die Schlafenszeiten rücken deutlich nach hinten. Als schlauer Vater versuchen Sie nun, den Mittagsschlaf zu reduzieren oder ganz ausfallen zu lassen, mit dem Ergebnis, dass Ihr Kind völlig ermattet so gegen 17:00 Uhr einschläft. Selbst wenn Sie es nach einer halben Stunde wieder wecken – der Nachtschlaf ist erst einmal gegessen, Ihr Kind hat Power für einen langen Abend geschöpft. Am einfachsten ist es für Sie wie für Ihr Kind, wenn Sie diese Phase möglichst entspannt durchstehen, denn eins ist sicher: Sie geht vorbei. Sie können versuchen, Ihr Kind mittags nach 20 bis 30 Minuten wieder zu wecken, das hilft in vielen Fällen; ebenso können Sie das Schläfchen durch eine Ruhepause ersetzen, in der Sie dem Kind vorlesen.


Irgendwann ist es dann soweit: Das Thema Mittagsschlaf ist passé, sie brauchen keine Angst mehr davor zu haben, dass Ihr Kind am Tage schläft und sich dann die halbe Nacht um die Ohren haut. Der Feierabend gehört wieder Ihnen und Ihrer Partnerin – zumindest bis zur nächsten Phase.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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