Skip to main content

Suche

19 November, 2017 - 20:33
 

Sprechen lernen – die besten Tipps für Eltern

Die ersten Worte unserer Kinder sehnen wir irgendwann förmlich herbei – und sind enttäuscht, wenn diese auf sich warten lassen. Jedes Kind lernt im eigenen Rhythmus sprechen. Eltern können unterstützen und fördern, kaum aber das Lerntempo des Kindes beschleunigen.

© nyul - Fotolia.com

Vom ersten Gurren und Glucksen im Säuglingsalter bis zum ersten Wort mit etwa 12 Monaten haben Babys unglaublich viel zu lernen. Welche Strategie sie dabei anwenden, in welcher Reihenfolge sie lernen und vor allem wie schnell, entscheidet jedes Kind für sich selbst. Es gibt jedoch einige Tipps für Eltern, mit denen sie die Sprachentwicklung Ihres Kindes sinnvoll unterstützen können. Mit etwas Gespür finden Sie sogar das, was Ihrem Kind gerade wirklich weiter hilft.


Rede mit mir!

Sie denken, ein Neugeborenes versteht überhaupt nichts von dem, was seine Mama oder sein Papa ihm da so weitschweifig erklärt? Damit haben Sie recht und doch wieder auch nicht. Je eher Sie anfangen, mit Ihrem Baby zu reden – und zwar in ganzen und verständlichen Sätzen – umso mehr aktivieren Sie sein Sprachzentrum. Das arbeitet ohnehin auf Hochtouren - und zwar schon lange bevor Ihr Baby sein erstes Wort spricht.

Also erklären Sie Ihrem Kind, was immer Sie wollen, kommentieren Sie, was es tut, singen Sie und rezitieren Sie Abzählreime und Gedichte – es darf auch gerne höhere Literatur sein.


Vorlesen (fast) von Anfang an

Mit dem Vorlesen ist es ebenso wie mit dem Reden. Selbst dann, wenn Ihr Baby rein logisch gesehen noch gar nichts versteht, nimmt es die Sprachmelodie auf, lernt den Klang der Worte kennen und bekommt immer mehr Ahnung davon, was Muttersprache ist. Was Sie lesen, ist auch hier wieder nur sekundär wichtig. Schauen Sie mit Ihrem Kind erste Bilderbücher an, sobald es gerade schauen kann und in der Lage ist, die Bilder zu erkennen und wahrzunehmen, erzählen Sie ihm, was es sieht, denken Sie sich kleine Geschichten aus.


Die ersten Wörter – immer mit der Ruhe

Etwa zwischen neun und zwölf Monaten sprechen Kinder ihre ersten Worte. Jetzt können Sie  wirklich und effektiv helfen und zwar vor allem dadurch, dass Sie Ihr Kind in Ruhe reden und zuhören lassen. Je unbefangener ein Kind das Wunder Sprache in allen Facetten kennenlernen kann, umso besser. In der Regel lernt es auch umso schneller sprechen. Reden Sie nicht zu schnell, lassen Sie Ihr Kind ausreden und kritteln Sie nicht an ihm herum. Das allerhöchste an Korrektur sollte sein, dass Sie seine Wörter in der richtigen Aussprache wiederholen und zwar ohne ihm zu sagen, dass es sie falsch ausgesprochen hat.


Mundgymnastik für eine gute Aussprache

Ganz spielerisch trainieren Sie Lippen- und Mundmuskeln Ihres Kindes und erleichtern ihm damit die Lautbildung. Vor allem „s“ und „sch“ machen häufig Probleme. Trinken mit dem Strohhalm oder das über den Tisch blasen von Wattebällchen oder Tischtennisbällen ist ein ausgezeichnetes Training.


Fingerspiele und Reime

Kinder lieben Reime. Fingerspiele und Reime aller Art sind ein ausgezeichnetes Mittel, um Kleinkinder beim Sprechen lernen zu unterstützen. Häufige Wiederholungen führen dazu, dass Ihr Kind – dessen Gedächtnis in diesem Alter ausgezeichnet ist – sich die Reime einprägt und sie nachspricht. Wunderbar, denn Nachahmung ist ein wichtiger Aspekt bei allen Formen des Lernens.


Infomaterial und einen sehr hilfreichen Fragebogen zum eigenen Verhalten in Bezug auf die Sprachentwicklung des Kindes gibt es beim Deutschen Bundesverband für Logopädie. Bei allem was Sie tun, um Ihr Kind beim Sprechen zu unterstützen sollen Sie eines immer bedenken: Haben Sie Spaß! Denn dann hat Ihr Kind ihn auch und Spaß und Freude sind die entscheidenden Grundvoraussetzungen für gutes Lernen.
 

Vaterfreuden auf Facebook   Vaterfreuden auf Twitter
Artikel bewerten
 

Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
randomness