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27 Juni, 2017 - 23:19
 

Wenn Kinder ohne Windel auskommen – die besten Tipps für den Gang aufs Töpfchen

Anders als früher, als ein strenges Töpfchen-Training schon mit einem Jahr üblich war, lassen sich die meisten Eltern heute deutlich mehr Zeit. Zum Trocken-werden gibt es ohnehin kein richtiges Alter, die zeitliche Spanne, ab der die meisten Kinder ihre Blase kontrollieren können, reicht vom 3. bis zum 5. Lebensjahr.

© kuzmichstudio - Fotolia.com

Die Kontrolle über die Blase ist für ein Kind rein anatomisch erst dann möglich, wenn sich sein Nervensystem vollständig ausgebildet hat. Die Fähigkeit, den Harndrang wahrzunehmen und darauf zu reagieren, wird nach und nach erlernt. Deshalb nützen drängelnde Eltern wenig und bringen stattdessen Stress ins Leben des Kindes und den Familienalltag. Mitunter verzögert das sogar das Trocken-werden, anstatt es zu beschleunigen.


Signale des Kindes erkennen

Die Hinführung zur Sauberkeit und den Gang aufs Töpfchen können Eltern unterstützen, indem sie ihr Kind sorgfältig beobachten und auf erste Anzeichen wie Unruhe oder einen Griff an die Windel reagieren. Jetzt es der richtige Zeitpunkt, es auf das Töpfchen zu setzen, ein erfolgreicher Gang wird mit viel positiver Bestätigung honoriert. Das wiederum motiviert Ihr Kind, den Vorgang, der Mama und Papa so viel Spaß gemacht hat, zu wiederholen.


Seien Sie Vorbild!

Lassen Sie Ihr Kind an Ihren eigenen Toilettengängen teilhaben, zum Beispiel, indem Sie die Tür offenlassen. In diesem Alter ahmen die Kinder allzu gerne die Erwachsenen nach und gehen sogar gern mit ihnen gemeinsam aufs Töpfchen. Dabei gilt allerdings eine wichtige Regel: Fühlen Sie sich nicht wohl mit dem Kind auf der Toilette, sollten Sie auf diese Maßnahme verzichten. Ihr Nachwuchs wird das Unbehagen spüren und es möglicherweise mit dem Wasserlassen in Verbindung bringen.


Sauber werden im Sommer

Die ideale Zeit, für die Entwicklung hin zur Sauberkeit ist der Sommer. Lassen Sie Ihr Kind ruhig ohne Windel und Höschen im Garten herumlaufen. Macht es sein „Geschäft“, dann loben Sie es ausgiebig. Stellen Sie in erreichbarer Nähe ein Töpfchen auf und ermuntern Sie Ihr Kind, seine Hinterlassenschaften dort zu deponieren. So wird aus dem Sauber werden ein entspanntes und lustiges Spiel ohne Druck.


Und wie ist es mit dem großen Geschäft?

Auch dann, wenn das Töpfchen schon zum Tagesablauf gehört und Ihr Kind meistens oder sogar immer signalisiert, wann es pinkeln muss, kann es mit dem großen Geschäft noch Probleme geben. Manchmal liegt der Grund darin, dass Sie selbst beim Wickeln einen Ekel entwickeln. Der überträgt sich auf das Kind, dass damit dann „nichts zu tun“ haben will und lieber in die Windel kackt als auf Töpfchen oder Toilette. Geduld und Ruhe helfen hier weiter, versuchen Sie es auch hier immer wieder, ohne sauer zu werden, wenn der Stuhlgang auf dem Topf partout nicht klappen will. Meist ist auch das nur eine Phase, die Sie zusammen mit Ihrem Kind durchleben. Körperliche Ursachen sind eher selten, allerdings „können“ manche Kinder anfangs in der Sitzposition auf dem Topf einfach nicht. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn ein Kind zu Verstopfung neigt. Dagegen hilft übrigens meist, mehr zu trinken.


Bleiben Sie rückfallfreundlich!

Die Entwicklung hin zum Gang aufs Töpfchen verläuft nicht immer geradlinig. Krankheit, Stress oder einfach auch Ablenkung können zum Rückfall führen. In diesem Fall sollten Sie gelassen bleiben, dem Kind eben wieder eine Windel anziehen und es nach einiger Zeit von Neuem versuchen.

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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