Skip to main content

Suche

16 September, 2016 - 10:08
 

Der Schulweg – Ab wann kann ein Kind ihn alleine meistern?

Schon im Kindergartenalter verbringen die Kinder einen großen Teil ihres Tages ohne die Eltern. Mit dem Schulbeginn verstärkt sich die Selbstständigkeit immer mehr. Ab wann die Kinder reif sind, den Schulweg allein zu bewältigen, hängt von verschiedenen Umständen ab.

© Sandor Jackal - Fotolia.com

Ohne die Eltern zu sein, sind Kinder schon von klein auf durch den Aufenthalt im Kindergarten gewöhnt. Trotzdem sind sie immer unter Aufsicht, die Erzieher oder Erzieherinnen passen auf, kümmern sich und helfen bei Problemen. In der Schule ist die Betreuungsintensität dann schon etwas gelockert, doch noch immer sind die Lehrer da, um bei Problemen hilfreich zur Seite zu stehen. Wenn Kinder dann ohne Begleitung in die Schule gehen, sind sie oft zum ersten Mal ganz auf sich allein gestellt. Wann das Kind so weit ist, können nur die Eltern beurteilen. Bevor man dem Kind erlaubt, den Schulweg allein zu beschreiten, muss es bestimmte Fähigkeiten haben; die Eltern müssen sichergehen, dass das Kind auch mit schwierigen Situationen nicht überfordert ist.


Die nötige Reife und wie Eltern sie erkennen können

Je nach Art des Schulweges können die unterschiedlichsten Probleme auftreten. Kann das Kind zu Fuß gehen, ist es vielleicht ein Hund oder eine furchteinflößende Person, die ihm auf dem Weg begegnen kann. Sind die Kinder mit dem Fahrrad unterwegs, besteht ein nicht unerhebliches Unfallrisiko. Wenn die Kinder öffentliche Verkehrsmittel verwenden und zusätzlich noch umsteigen müssen, dann sind all diese möglichen Probleme inbegriffen. Zusätzlich kann es noch passieren, dass sie den Anschluss verpassen oder an der falschen Station aus Bus oder Bahn aussteigen.

In all diesen Situationen ist das Kind dann auf sich allein gestellt und muss richtig reagieren können. Heutzutage ist die Lösung relativ einfach – in Zeiten des Handys kann sich ein Kind mit den Eltern verständigen und diese können das Kind beraten und notfalls auch aus einer misslichen Situation retten. Trotzdem sind auch eigene Entscheidungen des Kindes im Straßenverkehr nötig. Beobachten Sie Ihr Kind in Alltagssituationen außer Haus: Wie verhält es sich im Straßenverkehr? Wie in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Einkaufszentren? Kann es auf fremde Menschen zugehen oder ist es sehr schüchtern und unsicher? Haben Sie das Gefühl, Ihr Kind hat schon einen gewissen Überblick über die Umgebung? Manche Kinder sind mit unbekannten Situationen leicht überfordert und reagieren dann panisch und kopflos.


Sicherer Schulweg für Kinder

Am Anfang müssen Sie den Schulweg mit dem Kind üben und ihn solange gemeinsam begehen, bis Sie selbst und vor allem auch das Kind den Eindruck haben, dass es die Strecke allein bewältigen kann. Darüber hinaus können noch weitere Vorkehrungen und Vorbereitungen getroffen werden, um den Schulweg für Ihr Kind möglichst sicher zu gestalten.

  • Suchen Sie den sichersten Schulweg für Ihr Kind. Das muss nicht immer der kürzeste sein. Wählen Sie einen Weg mit möglichst wenigen Straßenüberquerungen und anderen kritischen Punkten.
  • Machen Sie Ihrem Kind deutlich, dass es auch an Zebrastreifen oder Ampeln immer sehr aufmerksam sein muss.
  • Nutzen Sie Ihre Vorbildfunktion und verhalten Sie sich im Straßenverkehr absolut korrekt. Ihr Kind wird jedes Verhalten nachahmen, also: Niemals, auch nicht ausnahmsweise, bei Rot über die Ampel!
  • Achten Sie in der dunklen Jahreszeit darauf, dass Ihr Kind gut zu sehen ist. Reflektoren und helle Kleidung machen das Kind für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar.
  • Statten Sie Ihr Kind mit einem Handy aus und üben Sie, wie man damit umgeht. Zusätzlich sollte es immer eine Karte mit Namen und Adresse bei sich haben.
  • Finden Sie andere Kinder, mit denen Ihr Kind zusammen in die Schule gehen kann.

Sie sollten Ihr Kind erst dann alleine zur Schule schicken, wenn Sie absolut sicher sind, dass es auch schwierige Situationen meistert. Mit dem Fahrrad sollten Kinder wegen ihrer geringen Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit anfangs noch nicht oder nur auf sehr kurzen und einfachen Schulwegen fahren.

 

Vaterfreuden auf Facebook   Vaterfreuden auf Twitter
Artikel bewerten
 

Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
randomness