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1 November, 2015 - 23:54
 

Nachhilfelehrer – Was sie können müssen und wie man sie findet

Das Thema Nachhilfe kommt auf zahlreiche Eltern zu. Seltener in der Grundschulzeit, immer öfter dafür, wenn das Kind die weiterführende Schule besucht. Ob Nachhilfe sinnvoll ist, klärt man am besten in der Schule ab. Dann heißt es, den richtigen Nachhilfelehrer zu finden - und das ist gar nicht so leicht.

© Christian Schwier - Fotolia.com

Nachhilfeunterricht ist immer dann sinnvoll, wenn die Lücken beim Kind überschaubar sind. Je früher man das Kind mit Nachhilfe unterstützt, umso schneller kommt es wieder in einen guten Lernrhythmus. Das geht allerdings nur, wenn das Kind auch will und mitmacht. Ein professioneller Nachhilfelehrer kann einiges dafür tun, dass die Nachhilfe für das Kind effektiv ist und die Eltern nicht umsonst in die Bildung Ihres Kindes investieren.


Wer bietet Nachhilfe an?

Nachhilfeunterricht wird von vielen Seiten angeboten. Da erklären sich Schüler und Studenten bereit, gegen eine geringe Gebühr mit den Kindern den Stoff aufzuholen, aber auch professionelle Nachhilfelehrer oder sogar Institute bieten Nachhilfe an. Im Internet finden sich zahlreiche Börsen, bei denen man nach dem passenden Lehrer suchen kann. Schüler und Studenten haben den Vorteil, dass ihre eigene Schulzeit noch sehr aktuell ist. Sie wissen, was gelernt werden muss und wie man als Schüler tickt. Die Nachhilfe findet meist in vertrauter Umgebung, nämlich zu Hause, statt. Allerdings haben diese Nachhilfelehrer keine pädagogischen Erfahrungen. Für das Büffeln von Vokabeln oder das Aufholen von kleineren Lücken im Lernstoff sind sie in der Regel gut geeignet. Gibt es größere Probleme oder ist der Umgang mit dem Kind generell anspruchsvoll, ist eventuell einem Nachhilfe-Institut der Vorzug zu geben. Gelernt wird optimalerweise in altersgetrennten Kleingruppen, der Unterricht sollte sich an den Lern- und Lehrmethoden der Schule orientieren.


Internetbörsen und Aushänge – Nachhilfelehrer finden

Macht man sich auf die Suche nach einem Nachhilfelehrer fürs Kind, gibt es unterschiedliche Wege. Professionelle Nachhilfelehrer findet man über das Internet, diverse NachhilfeBörsen liefern eine entsprechende Auswahl. Möchte man einen Schüler als Nachhilfelehrer engagieren, dann wird man oft in den Schulen fündig. Am Schwarzen Brett bieten ältere Schüler Ihre Dienste an. Schließlich kann man sich auch bei den Lehrern oder im Freundeskreis erkundigen, ob jemand eine Empfehlung aussprechen kann.


Kosten für die Nachhilfe

Am günstigsten fährt man, wenn man die Nachhilfe bei einem Schüler oder Studenten bucht, diese bieten ihre Leistungen meist für fünf bis zehn Euro pro Stunde an. Professionelle Nachhilfe in der Kleingruppe liegt ebenfalls in etwa in dieser Preisklasse. Engagiert man einen Profi-Nachhilfelehrer für den Einzelunterricht, steigen die Kosten schnell auf bis zu 20 Euro pro Stunde an. Wendet man sich an ein Nachhilfe-Institut kommen häufig noch Aufnahmegebühren hinzu, auch lange Laufzeiten machen die Nachhilfe schnell teuer. Wenn möglich sollte man sich ein Nachhilfeinstitut suchen, bei dem Nachhilfestunden einzeln abgerechnet und nach Bedarf gebucht werden können.


Der gute Nachhilfelehrer

Oberstes Kriterium für einen guten Nachhilfelehrer ist die Sympathie des Kindes. Es muss mitmachen, damit die Nachhilfe etwas bringt und das ist meist nur gegeben, wenn sich Nachhilfelehrer und Kind mögen. Bevor es mit der Nachhilfe losgeht, sollt der Lehrer auf jeden Fall auf Herz und Nieren geprüft werden – dies gilt für private Nachhilfe ebenso wie für professionelle Institute. Denn die Qualitätsunterschiede sind riesig. In einem persönlichen Gespräch sollten Sie sich ein Bild machen:

  • Haben Sie einen Schüler oder Studenten gewählt, fragen Sie nach seinen Noten, ob er Erfahrungen mit Nachhilfe hat und wie er sich den Nachhilfeunterricht für Ihr Kind vorstellt.
  • Bei professionellen Instituten sollten Sie die Qualifikationen des Personals abfragen und sich vorab über Laufzeiten und Kosten informieren.

Vereinbaren Sie in jedem Fall Probestunden, denn nur durch die praktische Erfahrung zeigt sich, ob Kind und Nachhilfelehrer miteinander auskommen und ob der Nachhilfeunterricht auch etwas bringt. Wenn Ihr Kind nichts dagegen hat oder noch jünger ist, sollten Sie bei den ersten Stunden dabei sein. Ein guter Nachhilfelehrer ist geduldig und erklärt so lange, bis das Kind sicher verstanden hat. Er weiß, wie wichtig Lob und Motivation ist – vor allem dann, wenn die Noten des Schülers schon im Keller sind.


Wann Nachhilfe nicht mehr reicht

Nachhilfe ist dazu da, um Lücken im Lernstoff aufzuholen und dem Kind schwierige Sachverhalte in der Einzelarbeit zu erklären. Ein klassischer Nachhilfelehrer ist jedoch nicht geeignet, um Lernschwierigkeiten wie Lese-Rechtschreib-Schwäche oder bei anderen Entwicklungsstörungen zu helfen. Wenn das Kind im Lernstoff sehr weit zurück ist – zum Beispiel nach langer Krankheit – sollte eher eine Rückstufung in der Schule erwägt werden, als zu versuchen, das Kind mit Nachhilfe wieder auf den aktuellen Stand zu bringen. Sprechen Sie auch mit Ihrem Kind und finden Sie zusammen heraus, welche Variante die beste ist. Immer ist auch ein Gespräch mit dem Klassen- oder Vertrauenslehrer angebracht. Aufgrund ihrer Erfahrung können Lehrkräfte häufig gut einschätzen, mit welcher Verfahrensweise Sie Ihrem Kind am ehesten weiterhelfen können.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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