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3 Oktober, 2015 - 22:15
 

Berufsvorbereitung – Wie findet mein Kind seinen Wunschberuf?

Was wollten Sie werden als Sie Kind waren? Die Berufsfindung ist für Kinder nicht leicht, denn ihnen fehlt oft die Vorstellung dafür, was Arbeit überhaupt genau ist und welche Aufgaben man bei den einzelnen Berufsbildern erledigen muss. Eltern können Ihr Kind hier auf verschiedene Weise unterstützen.

© Monkey Business - Fotolia.com

„Ich will Feuerwehrmann werden!“ Mit dieser Aussage kommen viele Jungs irgendwann im Vorschulalter an. Der Wunsch entsteht aus Informationen, die das Kind aus Büchern oder Filmen gezogen hat. Es fühlt sich von den Sirenen, den imposanten Feuerwehrautos oder dem vielen Wasser angesprochen. Im Laufe der Zeit wird dieser Traumberuf wahrscheinlich durch viele andere ersetzt werden, bis es schließlich irgendwann ernst wird: Ihr Kind braucht eine Zukunftsperspektive, es muss sich für einen Beruf entscheiden.


Freie Auswahl in der Berufswahl?

Der Arbeitsmarkt ist heute so angespannt, dass vielen Jugendlichen, die sich um eine Ausbildungsstelle bewerben, scheinbar keine Wahl bleibt: Sie bewerben sich auf alles, was für sie irgendwie vorstellbar ist - die eigenen Traumvorstellungen bleiben hintenan gestellt. Dies sollte Eltern aber nicht davon abhalten, mit dem Kind zusammen den Traumberuf herauszufinden – denn erstens werden Träume manchmal wahr und zweitens lassen sich dadurch absolute Fehlgriffe vermeiden. Wer handwerklich begabt ist und körperlich aktiv, wird als Büro- oder Bankkaufmann möglicherweise scheitern oder zumindest unzufrieden dort sein. Jugendliche mit „zwei linken Händen“, die dazu noch gern alle Fünfe gerade sein lassen, sollten nicht ausgerechnet Möbeltischler werden. Deshalb gilt es auf jeden Fall, Berufsbereiche einzugrenzen und bestimmte Berufsfelder auszuschließen.


Was leisten die Schulen?

Je nach Bundesland bieten die Schulen Unterstützung bei der Berufsfindung durch entsprechende Unterrichtsfächer und Berufspraktika. Diese finden meist ab der siebten Klasse statt. Die Kinder können dabei in einen oder mehrere Betriebe für ein bis zwei Wochen reinschnuppern und mitarbeiten. Dabei entwickeln sie ein erstes Gespür für das Wesen der Arbeit überhaupt, für Verantwortung für sich selbst und dafür, was ihnen Spaß macht. Weitere Angebote erfolgen durch Mitarbeiter der Arbeitsagentur, oft kommen auch Vertreter der einzelnen Berufe in die Schulen und stellen ihren Beruf vor.


Was soll ich werden?

Diese Frage können sich Kinder umso leichter beantworten, je mehr sie sich selbst einschätzen können und wissen, wo ihre Begabungen liegen. Eltern können ihren Kindern schon lange vor der bewussten Berufswahl helfen, das herauszufinden. Geben Sie Ihrem Kind kreative Anregungen, in denen es sich erproben kann. Dazu gehört das Basteln und Malen zuhause genauso wie die Mitgliedschaft im Sportverein oder der Klavierunterricht.

Dadurch, dass Ihr Kind etwas tut, entwickelt es seine Fähigkeiten und stellt gleichzeitig fest, was ihm überhaupt nicht liegt. Sie können es von Anfang an dabei unterstützen, indem sie ihm mit viel Bestätigung und Ermutigung den Raum geben, möglichst vieles ohne Leistungsdruck auszuprobieren. Indem ein Kind im Verein in einer Gruppe mit anderen Kindern zusammen ist, lernt es häufig ganz nebenbei wichtige „Soft-Skills“ wie Teamfähigkeit, Kompromissfähigkeit, Durchhaltevermögen, Verantwortungsgefühl, aber auch Durchsetzungsvermögen, die ihm im späteren Leben helfen werden.


Wie können Eltern ihre Kinder unterstützen?

Kinder orientieren sich in vielen Dingen an den Eltern, so auch in der Berufswahl. Auf die Frage „Was willst Du denn einmal werden?“ antworten Kinder, die ihre Eltern nur als arbeitslos und unterstützungswürdig erlebt haben „Ich werde Hartz IV-Empfänger!“ Ein durchaus krasses Beispiel, das aber deutlich zeigt, wie wichtig es ist, dass Kinder frühzeitig die verschiedenen Möglichkeiten erkennen, die ihnen offen stehen.

Für ein erstes Gefühl für das Wesen der Arbeit überhaupt, können Sie Ihr Kind – wenn möglich – ruhig einmal mit zu Ihrer Arbeitsstelle nehmen. In immer mehr Unternehmen gibt es hierfür spezielle Tage, an denen Eltern eingeladen werden, ihr Kind einmal mit zur Arbeit zu bringen. Geben sie Ihrem Kind ein Gefühl dafür, was Sie tun und wie Ihr Arbeitsalltag aussieht. Dann wird es auch mehr Verständnis dafür haben, wenn Papa wieder einmal später nach Hause kommt.

Wenn Ihr Kind als Jugendlicher vor so wichtigen Entscheidungen wie der Berufswahl oder für oder gegen eine weiterführende Schule steht, versuchen Sie, mit Ihrem Kind ins Gespräch zu kommen und sprechen Sie mit ihm über seine Vorstellungen, Pläne und Gedanken. Viele Jugendliche haben nur sehr vage Vorstellungen von Anforderungen, Arbeitsalltag, Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten in den Berufen, für die sie sich interessieren. Vielleicht können Sie oder jemand aus Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis hier Einblicke geben. Eventuell können Sie helfen, ein Praktikum zu vermitteln, das bei der Berufsentscheidung hilft und sich auch gut im Lebenslauf macht.

Bei der Entscheidung zur Berufswahl sollten Sie Ihr Kind unterstützen, wo und wie immer Sie können. Zeigen Sie sich früh als ehrlicher und kompetenter Gesprächspartner und gehen Sie auf die Vorstellungen Ihres Kindes ein. Der Berufswunsch Ihres Kindes wird vielleicht nicht der sein, den Sie sich für ihren Nachwuchs wünschen. Dies müssen Sie akzeptieren. Ihr Kind muss mit seiner Entscheidung glücklich werden, nicht Sie. Aber Ihr Kind sollte wissen, wofür es sich entscheidet – und dabei können Sie es unterstützen.


Fazit

Unterstützen Sie Ihr Kind frühzeitig in seiner Entwicklung, so dass es die Voraussetzung hat, später seine Träume zu verfolgen. Wenn es an der Zeit ist, sich für einen Weg zu entscheiden, dann helfen Sie Ihrem Kind, eine qualifizierte Entscheidung zu treffen. Machen Sie ihm Mut, wenn es an sich zweifelt und seien Sie immer für Ihr Kind da, wenn es Ihre Unterstützung braucht.


Die Entscheidung für eine Ausbildung, Schule oder Beruf ist eine der wichtigsten, die ein Mensch in seinem Leben treffen muss. Unterstützen Sie Ihr Kind, damit es seinen eigenen Weg finden kann.
 


Zum Weiterlesen:
http://arbeits-abc.de/traumberufe-was-kinder-einmal-werden-wollen/

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de