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20 September, 2016 - 00:45
 

Väter und ihre Töchter – archaische Beschützerinstinkte treten zu Tage

Väter haben eine ganz besondere Beziehung zu ihren Töchtern. Neben einer abgöttischen Liebe zu ihren kleinen Mädchen zeigt sich in vielen Fällen auch ein Bedürfnis, dieses ganz besonders zu schützen – und zwar vor Jungen jeden Alters. Sie glauben das nicht? Lesen sie, was unser Autor zu berichten hat.

© detailblick. - Fotolia.com

Eigentlich sollte ja das Geschlecht eines Kindes bei der Erziehung keine allzu große Rolle spielen – auf jeden Fall nicht im Babyalter. Trotzdem kommen bei Vätern gegenüber ihren Töchtern Beschützerinstinkte zum Vorschein, die man nicht für möglich gehalten hätte – und die so bei Söhnen nicht zu beobachten sind. Väter wollen ihre Töchter schützen – vor Männern. Das sitzt tief in uns Männern drinnen und dieser Instinkt erwacht schon sehr früh.

Sie glauben mir nicht? Hier ein paar Beispiele, die ich selbst erlebt habe.

Vor Jahren – ich hatte noch keine Kinder – habe ich einen guten Freund besucht. Begeistert spielte ich mit seiner etwa 10 Monate alten Tochter, der das sichtlich gefiel und die mit mir lachte und herumtollte. Mein Freund war zwiegespalten in seinen Gefühlen. Einerseits fand er es toll, wie seine Tochter sich amüsierte, andererseits nahm er mit Skepsis wahr, dass sie mit einem MANN herumtollte. Als wir später über die Kleine sprachen, über ihre Interessen und das, was sie schon kann, sagte er irgendwann „Sie geht später ohnehin ins Kloster.“ Zwar lächelte er, als er das aussprach, aber er sah so aus, als habe er nur halb gescherzt.

Als ich das später meiner Freundin erzählte, konnte ich nur den Kopf schütteln. So wollte ich nie werden!
 

Die Ehre der Tochter verteidigt – schon 4 Monate vor ihrer Geburt

Mein eigener Beschützerinstinkt gegenüber meiner Tochter rührte sich bereits 4 Monate vor ihrer Geburt. Wir waren beim Feinultraschall – Standard bei Risikoschwangerschaften und da meine Frau damals über 35 Jahre alt war, galt unsere als eine solche. Bei dieser Gelegenheit sollte in erster Linie geprüft werden, ob mit den Organen des Babys alles in Ordnung ist. Aber auch das Geschlecht des Kindes sollte sich so bestimmen lassen (bei den Terminen zuvor gab sich unser Baby schüchtern). Diesmal hatten wir Glück.


Nach wenigen Sekunden zoomte der Gynäkologe auf eine Spalte und erklärte uns, dass dies die Vagina unserer Tochter sei. Wir würden ein Mädchen bekommen. Meine Frau und ich umarmten uns vor Freude. Nach ein paar Sekunden der Freude jedoch versteifte ich zunehmend. Der Arzt betrachtete immer noch mit großem Interesse das Geschlechtsteil meiner noch ungeborenen Tochter. Musste das sein? Reichte es jetzt nicht allmählich? Wir wussten doch nun Bescheid. Meine  Frau merkte meine Unruhe, sah mich an und nahm meine Hand. Dann widmete sich der Gynäkologe auch schon den Organen des Babys. Aber was war da in mir vorgegangen? War das normal? Zum ersten Mal hatte sich mein Beschützerinstinkt gegenüber meiner Tochter in mir geregt. Es sollte nicht bei dem einen Mal bleiben …

Unsere Tochter Lilly wurde ein paar Monate später geboren und entwickelte sich prächtig. Sie ist nun etwas mehr als ein Jahr alt - mein Goldstück, fröhlich und aufgeschlossen, der Mittelpunkt meines Lebens. Lilly ist jedoch auch sehr kontaktfreudig und lächelt selbst Fremde in der Straßenbahn an, um von ihnen eine Reaktion zu bekommen. Ich habe meiner Frau schon häufig gesagt, dass ich hoffe, dass ich es schön fände, wenn dieses Verhalten ein wenig zurückgehen würde, wenn die Pubertät näher kommt…
 

Zweideutige Fotos amüsieren Frauen, während Väter hier weniger Spaß verstehen


Am letzten Sonntagnachmittag schließlich war unsere Babysitterin mit Lilly auf einer Feier, auf der auch viele Kinder waren. Nach der Rückkehr erzählte uns die Babysitterin, wie viel Spaß unsere Kleine gehabt hätte. Gleich nach der Ankunft hätte sich ein älterer Junge (etwa 3 Jahre alt) ganz liebevoll um Lilly gekümmert und mit ihr gespielt. Sie hätte ganz besonders viel Freude daran gehabt, durch seine Beine durchzukrabbeln. Die Babysitterin sagte, sie hätte Fotos gemacht und würde uns diese zuschicken. Später kamen dann Bilder unter dem Betreff „nicht jugendfrei ;-)“. Tatsächlich konnte man sich bei einem der Fotos auch etwas weit weniger Harmloses als das Krabbeln eines Babys durch die Beine eines Kleinkindes vorstellen (das Bild seht ihr nebenan). Meine Frau und die Babysitterin haben sich köstlich über das Bild amüsiert. Ich konnte weniger lachen …

Wohin soll das alles nur führen? Ich weiß nicht, was mit mir geschehen ist.

Werde ich als Vater später mit der Schrotflinte die Verehrer meiner Tochter vertreiben, wie man das aus Comics kennt???

Inzwischen kann ich nichts mehr ausschließen…



Wie sieht es bei Euch anderen Vätern aus? Hattet Ihr schon ähnliche Erlebnisse? Wir freuen uns auf Eure Kommentare.

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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