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21 Juli, 2017 - 10:18
 

Windelwechsel unterwegs – die besten Tipps

Unterwegs ist es manchmal gar nicht so einfach, dem Baby eine saubere Windel zu verschaffen. Gute Vorbereitung und eine überlegt gepackte Windeltasche sind hier das A und O. In verschiedenen Fällen müssen Sie als Eltern sogar ganz schön improvisieren und das Windel wechseln kann zum kleinen Abenteuer werden.

© pulpitis17 - Fotolia.com

Absolute Grundlage für den entspannten Windelwechsel unterwegs ist, dass alle nötigen Utensilien dabei sind. Zusätzlich hilfreich ist ein Maß an Übung. Wer auf dem Rücksitz eines Autos oder im Zug das erste Mal Babys Windel wechseln muss, für den kann die ganze Aktion schnell in Chaos ausarten. Mit der nötigen Routine klappt es mit der neuen Windel unterwegs deutlich besser.


Das gehört in die Wickeltasche

Wichtig beim Windel wechseln ist es, auf alles vorbereitet zu sein. Deshalb muss die Wickeltasche folgende Utensilien enthalten:

  • Vier bis fünf frische Windeln (je nach Länge der Reise)
  • Feuchttücher
  • Babycreme für den Notfall
  • Eine Wickelunterlage wie zum Beispiel ein Handtuch oder eine wasserdurchlässige Einmalunterlage
  • Wechselkleidung, mindestens ein kompletter Satz
  • Plastiktüten für volle Windeln
  • Wundcreme (falls nötig)
  • Ein Spielzeug zum Ablenken
  • Vor jeder Reise sollten Sie den Inhalt der Wickeltasche auf Vollständigkeit prüfen!

Besonders praktisch sind spezielle Wickeltaschen, in die eine leicht gepolsterte Wickelauflage bereits integriert ist. Eine Unterlage macht dennoch Sinn, um die Auflage zu schützen.


Unterwegs wickeln – so geht’s

Ganz gleich, ob Sie mit dem Auto unterwegs sind, gerade im Flugzeug sitzen oder mit der Bahn fahren – das Wickeln ist anders als zu Hause. Wenn Sie können, suchen Sie einen Ort mit einer komfortablen Wickelmöglichkeit, zum Beispiel an der Autobahnraststätte oder in einem Restaurant. Ist das nicht möglich, dann müssen Sie improvisieren und sich eine flache Unterlage suchen. Wenn es gar nicht anders geht, dann findet das Wickeln eben auf dem Boden statt. Folgende Tipps erleichtern das Wickeln in jeder Lebenslage:

  • Die Wickeltasche sollte so gepackt sein, dass unterwegs keine weiteren Vorbereitungen mehr nötig sind.
  • Beim unterwegs wickeln ist es nicht nötig, das Baby komplett auszuziehen – außer es ist durchnässt. Falten Sie Body und Oberteil oberhalb des Pos zusammen, damit die Kleidung nicht nass oder verschmutzt wird.
  • Lassen Sie die benutzte Windel während der Vorreinigung unter dem Kind. Es könnte ja noch was kommen …
  • Falten Sie dann die Windel unter Babys Po zusammen und beginnen Sie es zu säubern. Hilfreich ist es, seine Beine an den Knöcheln zu umfassen und sanft nach oben zu ziehen.
  • Reinigen Sie mit dem Feuchttuch erst die stark verschmutzten Stellen, achten Sie dabei darauf, den Kot aufzunehmen und nicht zu verschmieren.
  • Sparen Sie nicht an Feuchtigkeitstüchern und nutzen Sie so viele, bis das Baby wirklich sauber ist.
  • Die benutzten Tücher können in der schmutzigen Windel aufbewahrt werden. Falten Sie diese zusammen und nutzen Sie die Klebestreifen, um ein sicher verschlossenes Päckchen zu schaffen.
  • Legen Sie dem Baby nun die neue Windel an und achten Sie auf leichte Spannung an den Beinausschnitten, aber auch darauf, dass die Windel am Bauch nicht zu fest sitzt.


Wickelmöglichkeiten für unterwegs

Etwas größere Kinder können eventuell im Stehen gewickelt werden, in der Regel ist jedoch eine gerade und saubere Fläche nötig, um die Windel zu wechseln. Dazu finden sich verschiedene Möglichkeiten:

  • Beim Wickeln im Auto bieten sich Rück- oder Beifahrersitz an. Im Kombi kann am komfortabelsten im Kofferraum gewickelt werden. Bei längeren Reisen sollten Sie hier vorausdenken und den Kofferraum so packen, dass schnell Platz zum Wickeln geschaffen werden kann.
  • Wenn möglich, wickeln Sie in der Autobahnraststätte. Auch an vielen größeren Tankstellen sind häufig extra Wickelräume oder zumindest Wickelstationen vorhanden.
  • Sind Sie mit Ihrem Baby im Zug unterwegs, dann empfiehlt es sich, nach Möglichkeit das Kleinkindabteil zu buchen. Gewickelt werden kann in der Zugtoilette – allerdings sind diese nicht immer sauber und sehr eng. Am einfachsten ist es, das Baby auf der Sitzbank zu wickeln. Achten Sie hier auf eine Unterlage, damit die Sitze sauber bleiben.
  • Wickeln im Flugzeug ist immer umständlich, außer Sie haben Glück und erwischen eine Maschine mit Wickelmöglichkeit in der Bordtoilette, über die immer mehr Airlines verfügen. Gerade im Flugzeug kann es zu Turbulenzen kommen, das Baby muss während dem Wickeln deshalb immer gut gesichert sein. Ist das Wickeln in der Toilette nicht möglich, können Sie die Galley, den Boden vor den ersten Sitzreihen oder eben die Sitze selbst nutzen. Das Bordpersonal steht in der Regel mit Rat und Tat beiseite und zeigt Ihnen den besten Platz.

Ganz gleich, wo sie wickeln müssen – machen Sie kein Ding draus, auch wenn es in der Öffentlichkeit stattfinden muss und die Menschen im Umfeld pikiert gucken. Ganz nach dem Motto „Was muss, das muss!“ sollten Sie das Wickeln einfach so schnell und souverän wie möglich hinter sich bringen.
 

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de