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Work life balance

habe gerade den Artikel über work-life-balance gelesen. Das Thema ist ja nicht neu, aber ich denke immer noch aktuell. Wahrscheinlich kann jeder Vater davon berichten, wie es ist, wenn man Arbeit und Familie unter einen Hut bringen muss und nicht nur als müder Vater abends nach Hause kommen möchte, sondern auch noch Zeit für die Familie haben will. Und zwar aktive Zeit, in der man die Kinde auch noch wahrnimmt und mit Ihnen spielen mag und ihnen vorliest und auch am Wochenende wirklich für die Kinder da ist.

Ich habe schon eine Reihe Bücher zu dem Thema gelesen, muss aber sagen dass die meisten Vorstellungen haben, die ich nicht nachvollziehen kann. Wenn da z.B. steht, dass man Arbeiten im Büro delegieren soll anstatt alles selber zu machen. Hallo?! Ich bin einfacher Angestellter, an wen soll ich delegieren? Soll ich zu meinen Kollegen gehen und sagen: „Hey, könnt ihr mal den Bericht für mich schreiben, ich gehe jetzt zu meiner Familie nach Hause“. Die werden mir doch was husten. Ich fürchte die Sache ist leider bei Weitem nicht so einfach.

Aber vielleicht hat ja jemand von euch eine gute Idee oder gute Methoden gefunden, wie man das in den Griff bekommt? Ich bin gern bereit zu lernen.

Bis dann,
Oli_Boo



Moin Oli, geht mir auch

Moin Oli,

geht mir auch so.
Nach 8 Stunden PC Arbeit + 2 Stunden Wegezeit zur und von der Arbeit bin ich erst mal erledigt.
Entsprechend schwer fällt es mir, für meine Familie da zu sein.

Bei der Geburt meines ersten Kindes hatte ich meinen Chef um Arbeitszeitverkürzung gebeten, das hat er aber abgelehnt.

Ich mache jetzt folgendes:
Ich halte mir die Vorteile vor Augen, das macht vieles erträglicher. Mein Betrieb z.B. ist an sich schon recht Familienfreundlich, da haben es andere schwerer.

Wenn ich abends um 6 zu hause bin streng ich mich nochmal an. Erst schön zusammen abendessen bis ca. viertel vor 7 und dann noch eine Runde spielen: Aber Sachen, die auch mir Spaß machen. Denn sonst wirds zur Qual und da hat keiner was von. Ich lese z.B. sehr gerne ein Buch vor. Oder knuddeln auf der Couch steht auch ganz hoch im Kurs. Um halb 8 wird Zähne geputzt und dann gehts mit Gutenachtgeschichte ins Bett.

An den WEs kommt erst Haushalt dran und dann Papa Zeit. Hier gilt für mich: Qualität vor Quantität. Ich habe somit kein Problem einen dreiviertel Tag zu sagen: Spiel alleine, ich hab zu tun (natürlich liebevoller mitgeteilt ;-) ). Wenn ich dann endlich Zeit habe, konzentriere ich mich aber auch ganz auf die gemeinsame Zeit. Und regelmäßig, ca. alle 2 - 3 WEs mache ich einen Ausflug: Bus fahren, Straßenbahn fahren, Zug fahren, einmal quer durch die Stadt. Das macht uns allen Spaß, es gibt viel zu sehen und alle sind glücklich.

Ich habe so meinen Weg gefunden.
Vielleicht helfen Dir meine Anregungen weiter.

MfG,

Fin



Work-life-balance

Hallo Fin,

ja, danke, das macht Mut : ) Sicherlich ist der Gedanke, Qualität vor Quantität genau richtig. Das muss ich mir auch immer wieder vor Augen führen. Auch die Idee mit den Ausflügen, auch wenn es "nur" eine Straßenbahnfahrt durch die Stadt ist, ist gut. Also, danke!

beste Grüße,

Oli_Boo



 

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