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Hausmittel gegen Schnupfen: was Kindern gegen verstopfte Nase hilft

Vor allem in der kalten Jahreszeit tritt Schnupfen bei Kindern häufig auf– oft mindestens einmal im Monat. Vermeiden kann man das nicht, mit bewährten Hausmitteln lassen sich jedoch die Beschwerden lindern und die verstopfte Nase bei Kindern befreien. Erfahren Sie, wie Sie mit Inhalationen, Tees und Zwiebelsocken Ihrem Enkelkind helfen können.

Schnupfen bei Kindern als regelmäßiger Gast

Da sich das Immunsystem von Kindern noch im Aufbau befindet, leiden sie deutlich häufiger unter Erkältungen und Schnupfen als Erwachsene. Auslöser sind in den meisten Fällen Viren, nur selten sind Bakterien beteiligt. Da sich Viren nicht direkt behandeln lassen, können nur die Symptome eines Schnupfens abgemildert werden. Dazu sind Hausmittel gegen Schnupfen bestens geeignet. Zudem können Folgeerkrankungen wie eine Nasennebenhöhlenentzündung verhindert werden.
Tipp: Hier erfahren Sie alles zu Nasennebenhöhlenentzündung bei Kindern.

 

Verstopfte Nase bei Kindern befreien

Besonders lästig für Kinder mit Schnupfen ist die verstopfte Nase. Da abschwellende Nasensprays nur vorsichtig zum Einsatz kommen sollten (und wenn, dann nur spezielle Produkte für Kinder), sind hier Hausmittel gegen den Schnupfen gefragt:

  • Salzlösungen: In der Apotheke erhalten Sie Sprays oder Tropfen für die Nase. Sie wirken sanft abschwellend.
  • Inhalationen: Für ältere Kinder können Sie ein Dampfbad aus einem Esslöffel Salz, einer Handvoll Kamillenblüten und zwei Liter heißem Wasser zubereiten. Lassen Sie das Kind den Dampf inhalieren. Vorsicht: Die Verbrühungsgefahr ist sehr groß, das Kind muss immer beaufsichtigt werden.
  • Engelwurzbalsam: Tragen Sie die in Apotheken erhältliche Salbe auf Nasenrücken und Stirn auf. Der Balsam ist auch schon für Säuglinge geeignet.

Für Kleinkinder und Babys, die noch nicht selbst schnäuzen können, sind Nasenabsauger hilfreich, von Schleim zu befreien.

 

Weitere wohltuende Hausmittel gegen Schnupfen

Während einer Erkältung fühlen sich die Kleinen oft unwohl. Sie sind schnell quengelig und freuen sich darüber, wenn sie liebevoll umsorgt werden. Dies hat oft den größten Einfluss auf eine schnelle Genesung und ist eine ideale Aufgabe für Oma und Opa.

Zusätzlich haben sich die folgenden Hausmittel bewährt:

  • Zwiebelsocken: Die Fußsohlen stehen mit dem ganzen Körper in Verbindung, was zum Beispiel bei Fußreflexzonenmassagen ausgenutzt wird. Auch die entzündungshemmende Wirkung von Zwiebeln kann zusammen mit Wärme in den Körper strömen Das Rezept: zwei Zwiebeln kleinschneiden, erhitzen, auf die Fußsohlen legen und festbinden. Dann Wollsocken überziehen und mit einer Wärmflasche an den Füßen hinlegen. Die Einwirkzeit beträgt idealerweise ein bis drei Stunden. 
  • Fußbad: Ein ansteigendes Fußbad wärmt den ganzen Körper und kann auch gut zur Abwendung einer beginnenden Erkältung eingesetzt werden. Dafür Wasser mit einer Temperatur von circa 35 Grad knöchelhoch in eine Schüssel füllen und die Füße hineinstellen. Nun nach und nach 50 Grad heißes Wasser vorsichtig nachgießen, bis das Bad eine Temperatur von 40 Grad hat. Die Anwendung sollte insgesamt ungefähr zehn Minuten andauern. Anschließend die Füße abtrocknen, auf Wunsch mit Öl einreiben und dicke Socken überziehen.
  • Tee: Ein Erkältungstee ist nicht nur angenehm, sondern kann auch schleimlösend und befreiend wirken. Sie können beispielsweise je einen halben Teelöffel Holunder- und Lindenblüten mit heißem Wasser aufgießen, abseihen und Ihrem Enkelkind lauwarm anbieten. Auch Thymiantee hat sich als Hausmittel gegen Schnupfen bei Kindern bewährt.

Bieten Sie Ihrem Enkel regelmäßig Wasser und frische, vitaminreiche Kost an. Mit Vorlesen, Puzzeln oder Gesellschaftsspielen sorgen Sie für ruhige Stunden, sodass Ihr Enkel bald wieder fit ist.

Hinweis: Bessert sich der Schnupfen bei Kindern nicht oder kommt Fieber hinzu, ist ein Kinderarztbesuch ratsam!

 

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