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Gesundheit bei Kindern – Wissenswertes zu Heilpflanzen und Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung aus möglichst unverarbeiteten Rohstoffen ist die Grundlage für dauerhafte Gesundheit. Das gilt für Erwachsene gleichermaßen wie für Kinder. Insbesondere in Pflanzen steckt immenses Potenzial – nicht nur für den täglichen Speiseplan, sondern auch bei individuellen Beschwerden.

Die Kraft der Pflanzen wird bis heute von vielen unterschätzt. Dabei können pflanzliche Substanzen schonend Heilung bringen. Bestes Beispiel sind Linden- und Holunderblüten. Sie unterstützen die heilenden Körperreaktionen bei Fieber und helfen dem Körper im Kampf gegen Erreger. Eine Mischung aus den beiden Blüten als Tee aufgebrüht, ist auch für Kinder empfehlenswert. Einfach mit kochendem Wasser überbrühen, rund zehn Minuten ziehen lassen (zugedeckt) und zum Trinken geben.

Wichtig: Steigt Fieber über 39 °C, sollte umgehend ein Kinderarzt aufgesucht werden. Gleiches gilt für den Fall, dass weniger hohes Fieber nach drei Tagen anhält.

Heilpflanzen
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Bei Beschwerden kann Pflanzenkraft helfen

Bei Erkältungen, die von Viren verursacht wurden, sind Erkältungsbäder ideal. Sie verbessern die Durchblutung von Rachen-, Mund- und Nasenschleimhaut und tragen so zur zügigen Genesung bei. Die ätherischen Öle folgender Pflanzen sind als Badezusätze ideal:

  • Thymian
  • Eukalyptus
  • Fichtennadel

Bei starkem Husten haben sich Kombinationspräparate mit Primeln, Thymian und Efeu als wirksam erwiesen. Die Wirksamkeit stimmt mit synthetisch hergestellten Medikamenten überein. Das bestätigen unter anderem Beobachtungen von Prof. Hilke Winterhoff.

Achtung: Ätherische Öle sollten bei Säuglingen und Kleinkindern nur mit ärztlicher Rücksprache Verwendung finden, weil bereits wenige Tropfen genügen können, um schwere Atemstörungen auszulösen.

 

Neue Wege gehen – Pflanzen können noch mehr

Heilpflanze
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Körperliche und geistige Beschwerden können das Wohlbefinden stark einschränken. Als Beispiel dafür dient die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS), die in der Regel mit einem unruhigen Verhalten und hyperaktiven Phasen einhergeht. Im Rahmen der pharmakologischen Behandlung wird oft Methylphenidat verabreicht, dessen Wirksamkeit nachgewiesen wurde. Bei Kindern ist aufgrund der möglichen Nebenwirkungen der Wunsch nach alternativen Wegen groß.

Nicht selten finden sich pflanzliche Ergänzungen zur Unterstützung einer Therapie. Eine Substanz, die sich nicht nur in Verbindung mit ADHS zunehmender Nachfrage erfreut, ist Cannabidiol, kurz CBD. Das nicht-psychoaktive Cannabinoid aus der weiblichen Hanfpflanze (Cannabis) muss klar vom psychoaktiven THC unterschieden werden. Wie die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Dr. med Eva Milz in einem Beitrag zum Thema Cannabis schildert, wirkt CBD angstlösend, körperlich entspannend und schlaffördernd. Zudem gilt es als entkrampfend und entzündungshemmend. Aufgrund des körpereigenen Endocannabinoidsystems besteht laut Dr. med Eva Milz ein „biologisch nachweisbares Schlüssel-Schloss-Prinzip“. Pflanzliches Cannabidiol agiert mit Rezeptoren in diesem System und kann so zur Regulierung des Nervensystems beitragen. Stimmt der behandelnde Arzt der ergänzenden Einnahme von CBD zu, müssen sich Eltern mit der sorgfältigen Auswahl von CBD-Produkten auseinandersetzen. Der Kauf sollte ausschließlich bei seriösen Herstellern beziehungsweise Händlern erfolgen, die auf beste Qualität, Legalität und hohe Wirksamkeit wertlegen. Als Orientierung können die CBD Öl Testsieger dienen, die das Gesundheitsnetzwerk g-netz.com online arrangiert hat.

 

Mit einfachen Grundregeln zum gesunden Speiseplan

Sind Kinder ungenügend mit Nährstoffen versorgt, kann das weitreichende Folgen haben. Neben Wachstums- und Entwicklungsstörungen ist eine Anfälligkeit für Stress denkbar. Diese kann wiederum zu Bewegungsträgheit oder Überaktivität führen und weitere negative Auswirkungen hervorrufen. Es entsteht ein Teufelskreis. Eine gesunde Ernährung beugt dem vor. 

Leider boomt der Markt für Beikost-Produkte, fertige Mahlzeiten zum Aufwärmen und spezielle Lebensmittel für Kinder. Notwendig sind derartige Artikel für eine ausgewogene Ernährung nicht. Im Gegenteil: Vieles steckt voller Zucker, Konservierungsstoffen und künstlichen Aromen und mindert damit die Qualität der Familienkost. Folgende Grundregeln helfen auf dem Weg zu einer sinnvollen Ernährung der Familie:

  • Möglichst frische und saisonale Lebensmittel aus der Region kaufen und schonend verarbeiten.
  • Mit einfachen Rezepten lässt sich wertvolle Zeit sparen. Auch ein Wochenplan für die Mahlzeiten erleichtert die Organisation.
  • Kinder sollten reichlich trinken. Aber keine Limonade und Säfte, sondern möglichst Wasser und ungesüßte Getränke. „Je jünger ein Kind ist, umso wichtiger ist es, dass es ausreichend trinkt“, so der Hinweis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. in einem Pressebericht zur Flüssigkeitsversorgung von Kindern. Die DGE empfiehlt einen knappen Liter pro Tag, bei Sport und beim Spielen an heißen Tagen kann sich der Bedarf „mehr als verdoppeln“.
  • Süßigkeiten, Zucker und ein Übermaß an Salz sind zu meiden. Gleiches gilt für Lebensmittel mit viel gesättigten Fettsäuren.
  • Tierische Lebensmittel in Maßen anbieten.
  • Viele pflanzliche Lebensmittel bereitstellen. 
  • Getreideprodukte, Kartoffeln, Gemüse, Obst und fettarme Milchprodukte sind wichtige Bausteine.

 

Tipp: Bei Kleinkindern ist unter anderem bei Beeren, Nüssen und Hülsenfrüchten Vorsicht geboten. Rundliche, kleinere Lebensmittel in der Größe von Erdnüssen können in die Luftröhre geraten und Lungenschäden verursachen. Das Risiko ist in diesem Alter besonders hoch.

Obwohl Kinder in Deutschland insgesamt gut versorgt sind, gibt es einige Nährstoffe, die teilweise nur bedingt ausreichend aufgenommen werden. Dazu gehören Calcium, Folat, Eisen und Vitamin D. Von einem Mangel kann in vielen Fällen dennoch nicht ausgegangen werden. Offizielle Empfehlungen sind oft großzügig, weshalb das Unterschreiten von Idealwerten nicht direkt mit einem Mangel einhergehen muss. Deshalb sind Nahrungsergänzungsmittel für Kinder kritisch zu betrachten. Während manche unnötige, nicht empfohlene Nährstoffe enthalten, sind andere überdosiert, was gleichermaßen schädlich sein kann wie eine Unterversorgung. Bevor zu Ergänzungen gegriffen wird, muss ein Mangel ärztlich festgestellt werden.

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