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„Sabrina!!“, ruft die Mutter und wedelt wild mit den Armen um ihrer, freundlich gesagt,leicht korpulenten Tochter, zu signalisieren, sie möge doch bitte an den Tisch kommen. „Sabrina!!! Das Essen ist da!“ Das was als Essen angekündigt wurde, sind Chicken Nuggets, Pommes und ein geschätzter halber Liter Ketchup. Doch genau das findet sich hier auf allen Tischen. Pommes, Nuggets, Würstchen, Pizza; und der Duft all dieser Speisen vermischt sich mit dem von Fußgeruch, vollen Windeln und Schweiß. Wir sind in einem Kinderparadies, einem Indoor-Spielplatz. Wir sind hier, weil Petrus uns getrieben hat.

Das Patriarchat neigt sich zu Ende,
höchste Zeit für eine Wende.
Es ist in heutigen Beziehungskisten
kein Platz mehr für Chauvinisten.

Das hätte ich mir nie träumen lassen. Denn eins war klar in Beziehungsfragen:
Alles – nur kein Kind!
Doch wo die Liebe hinfällt - fällt sie hin..
Also stand ich da: Ich, meine neue  Freundin, UND ihr sechsjähriges Kind.

Wenn mein Sohn Quentin diese Frage stellt, fühle ich mich wieder selbst wie ein Kind. Und an manchen Tagen schaffe ich für einige Minuten die Verwandlung und bin Buffon oder Lehmann. Selbstredend bin ich auch mal Angreifer – am liebsten Ronaldo oder Gomez. Mit meinem Sohn auf dem Fussballplatz zu stehen bereitet mir unglaubliche Freude, ebenso wie viele andere Elemente der gemeinsamen Zeit mit Quentin und mit meiner Tochter Annika. Beide liebe ich über alles. Was jedoch die gemeinsamen Hobbys angeht, muss ich gestehen, dass die Schnittmenge der Themen mit Quentin höher ist.
 

Wie plötzlich man nach 38 Schwangerschaftswochen Eltern werden kann, das wurde uns erst eine Woche vor dem 07.08.09, den Geburtstag unserer Zwillinge bewusst. An dem Tag hatten wir wieder einen Termin in der Uni Klinik in Köln, in der wir entbinden wollten. Uns hatte das grüne, freundliche Ambiente ebenso auf Anhieb gefallen, wie die herrlich entspannten und freundlichen Schwestern.

Es war Freitag, der 16.März 2007 und ich überlegte, wie die meisten Freitage zuvor, wie ich das Wochenende mit meinen beiden Söhnen Cedric (damals 3 Jahre und 3 Monate) und Finley (zu diesem Zeitpunkt 1 Jahr alt) gestalten könnte. Da ich ein Jahresabonnement der Deutschen Bahn für die Strecke Mannheim-Frankfurt-Mannheim habe und ich am Samstag bis zu vier erwachsene kostenlos auf dieser Strecke mitnehmen konnte, kam ich auf die Idee, einen Ausflug an den Frankfurter Flughafen zu unternehmen.

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