Vater ohne Partnerin

Wenn die Partnerin, mit der man viele Jahre zusammengelebt hat, von einem Moment zum nächsten plötzlich geht, ist das ein schwerer Schlag. Die Gründe sind unterschiedlich, und oft hätte man es vielleicht auch ahnen können, hat aber die Augen vor den Fakten verschlossen. Völlig hilflos dagegen ist man, wenn die geliebte Partnerin unerwartet stirbt. Das Leben neu aufzubauen, ist dann ein Erlebnis vieler quälender Schritte.

Trennungen und Scheidungen lassen scheinbar zunächst einmal alles aus den Fugen geraten. Alles, was früher Bestand hatte und selbstverständlich war, ändert sich fast schlagartig. Darunter leiden Väter, Mütter und Kinder ganz besonders. In den meisten Fällen kommt es nach einer Trennung dazu, dass Sie als Vater in eine eigene Wohnung ziehen und das Kind bei der Mutter bleibt. Gegenteilige Regelungen sind eher selten, wenngleich es sie natürlich gibt. Die häufigste Absprache lautet, dass Väter ihre Kinder alle 14 Tage sehen. Doch ist das nicht eine Laborsituation, die gar nicht richtig „normal“ ablaufen kann?

Wenn heute über Alleinerziehende gesprochen wird, so werden damit meist Frauen gemeint. Kein Wunder, stellen sie doch auch die große Mehrheit der alleinerziehenden Elternteile in Deutschland. Dennoch, es gibt auch alleinerziehende Väter. Einer, Ulf R. aus Bad Bramstedt in Schleswig Holstein stand Vaterfreuden.de Rede und Antwort.

Wenn ein Elternteil stirbt oder sich nach einer Trennung gänzlich aus der Familie verabschiedet, dann fehlt Kindern ein wichtiger Halt im Leben, ganz gleich, ob es sich um Vater oder Mutter handelt. Die Auswirkungen sind fatal, denn Kinder brauchen Vorbilder aus beiden Geschlechtern.

Die Zahlenangaben sind schwankend, aber eines ist klar: Alleinerziehende Väter sind längst keine Exoten mehr und die Tendenz steigt. Immer mehr Väter wollen oder müssen nach der Trennung die volle Verantwortung für ihre Kinder übernehmen. Und auch wenn das Leben dadurch komplizierter wird, ist die enge Bindung zwischen Vater und Kind ein Gewinn für beide.

Etwa jede sechste deutsche Familie ist eine sogenannte Stief- oder Patchworkfamilie, Tendenz steigend. Bis aus dem Flickwerk verschiedener Restfamilien eine emotional wärmende Familiendecke wird, vergehen durchschnittlich fünf Jahre. Eine große Aufgabe für alle Beteiligten, die jedoch unter Beachtung einiger Regeln gut zu meistern ist.